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Was Netflix 2017 geschafft hat

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Die Aktionäre von Netflix (WKN:552484) schlugen den Markt 2017 mit großem Abstand, als der Videostreaming-Riese von einer Marktkapitalisierung von 52 Milliarden US-Dollar auf über 80 Milliarden US-Dollar anstieg. Ein paar große Dinge sind für das Geschäft gut gelaufen und haben der Vorhersage von CEO Reed Hastings, dass die Internet-TV-Revolution im Abonnement „wahrscheinlich sehr groß und dauerhaft sein wird“, Gewicht verliehen.

Die Führungskräfte von Netflix glauben, dass die Einführung von Internet-TV vergleichbar sein wird mit der Verlagerung von Radio- zu Fernsehen, die ein jahrzehntelanges phänomenales Wachstum für Content-Produzenten und -Distributoren ausgelöst hat. 2017 gab den Investoren einen Vorgeschmack darauf, was diese Erweiterung für den führenden Service der Branche bedeuten könnte.

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Rückenwind

Die Nachfrage nach dem Videostreaming-Service übertraf die Zielvorgaben des Managementteams für 2017 bei weitem. In den ersten drei Quartalen des Jahres hat Netflix 15,5 Millionen neue Abonnenten dazu gewonnen — fast 3 Millionen mehr als vorhergesagt.

Davon haben sich 900.000 Mitglieder allein im dritten Quartal angemeldet. Das Resultat war ein Mitgliederzuwachs von 49 %, verglichen mit dem von Hastings und seinem Team prognostizierten Anstieg von 23 %. Dank dieser Zunahme kann das Unternehmen das vierte Jahr in Folge zunehmende Mitgliederzahlen verbuchen.

Datenquelle: Netflix-Filings. Abonnentenwachstum in Millionen. 2017 beinhaltet die Prognose des Managements für das vierte Quartal. Grafik: Autor.

Netflix ist nun offiziell ein globales Unternehmen, nachdem die Zahl der internationalen Mitglieder seit Kurzem mehr als 50 % ausmachen. Das Wachstum in diesem Segment ist wichtig, weil es die Idee unterstützt, dass sich die weltweite Nutzerbasis weit über die derzeitigen 100 Millionen Mitglieder hinaus ausdehnen wird.

Netflix plant, zwischen 60 Millionen und 90 Millionen Mitglieder in den USA zu erreichen — verglichen mit den 51 Millionen von heute — und wahrscheinlich zwei- bis dreimal so viel wie in den anderen Märkten.

Klingelnde Kassen

All dieses Wachstum ist aufgrund steigender Preise zu verbuchen, was dazu beitrug, dass Netflix 2017 eine beeindruckende Steigerung seiner Gewinne erzielte. Sicher, die operative Marge des Segments im Kernmarkt USA fiel unter den Rekordwert von 40 %, den es zu Beginn des Jahres erreicht hatte. Netflix führt das Geschäft jedoch mit dem Ziel, die globale Rentabilität zu steigern, nachdem der internationale Expansionsprozess abgeschlossen ist.

Ende 2016 wurde den Anlegern mitgeteilt, dass sie damit rechnen könnten, dass die Gewinnmarge von 4 % auf rund 7 % im Jahr 2017 steigen würde. Inzwischen deuten mehrere operative Trends auf weitere Verbesserungen hin. Die Kunden scheuen die Preiserhöhungen nicht, und die internationalen Märkte von Netflix haben endlich den Punkt erreicht, an dem sie zu den Erträgen beitragen, anstatt sie zu schmälern.

Datenquelle: Netflix-Filings. Internationaler Gewinnbeitrag in Millionen. Q4 ist die Prognose des Managements. Grafik: Autor.

Netflix hat keine spezifische langfristige Gewinnprognose veröffentlicht, außer, dass der Wert von der diesjährigen 7 %-Marke stetig ansteigen sollte. Aber die Ergebnisse für 2017 deuten darauf hin, dass die operative Marge leicht den zweistelligen Rekord erreichen könnte, den Netflix vor Jahren bei einem (hochprofitablen) DVD-Versandgeschäft erzielte.

Blick in die Zukunft

Natürlich lief bei Netflix 2017 nicht alles nach Plan. Einige der größten Enttäuschungen für die Investoren waren die Flops einiger Originalserien, die hohen Schuldenstände und der Verlust des exklusiven Filmdeals mit Disney.

Doch jede dieser Herausforderungen ist eine Folge von Netflix‘ beschleunigtem Wachstum und der neuen globalen Ebene des Unternehmens. Daher sind das eigentlich geringe Probleme, und das Unternehmen kann gut in das zweite Jahrzehnt seines Bestehens starten.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Netflix und Disney.

Dieser Artikel wurde von Demitrios Kalogeropoulos auf Englisch verfasst und am 20.12.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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