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Microsofts Virtual-Reality-Versuch schafft es nicht zu beeindrucken

Foto: The Motley Fool

Im Oktober stieg Microsoft (WKN:850747) mit seiner Windows Mixed Reality-Plattform und einer Reihe von Headsets von Drittanbietern in das Virtual Reality-Geschäft ein. Der Schritt wurde als Einstieg in ein milliardenschweres Geschäft gesehen, und der Spitzname Mixed Reality deutet darauf hin, dass das Unternehmen Pläne für weitere Geräte in der Zukunft hat.

Es kann sinnvoll sein, eine VR-Plattform aufzubauen, da der langfristige Gewinn bei dem Unternehmen liegt, das die Plattform besitzt. Dieses Potenzial macht das VR-Produkt aber auch für die Kunden und die Investoren zur Enttäuschung.

Die Microsoft Mixed Reality ist nur minderwertige Virtuelle Realität

Facebooks (WKN:A1JWVX) Oculus Rift und HTCs Vive sind die beiden High-End-Virtual-Reality-Plattformen, die beide seit dem Frühjahr 2016 auf dem Markt sind. Sie haben nur etwa eine Million Stück verkauft, aber sie sind die eindeutigen Marktführer. Microsoft sah eine Möglichkeit, um eine eigene Plattform zu bauen, und genau das ist es, worauf es ankommt.

Anstatt ein VR-Produkt zu entwickeln, das wie Rift oder Vive funktioniert, das externe Sensoren verwendet, um die Bewegung eines Nutzers in einem Headset zu verfolgen, verwendet Microsoft Sensoren am Headset, um die Bewegung zu verfolgen. Es ist nicht gerade die ungebundene Inside-Out-Technologie, die sich VR-Anwender erhoffen, aber es ist eine einzigartige Möglichkeit, VR zu verfolgen.

Das Problem ist, dass die beiden Sensoren, die die Bewegung des Kopfes verfolgen, und die Controller viele blinde Flecken haben. Halte den Controller nahe an der Brust, und das System funktioniert nicht. Im Gameplay ist das eine große Schwäche; es macht Windows Mixed Reality deutlich schlechter als Rift und Vive, obwohl es anderthalb Jahre später veröffentlicht wurde. Sogar die Headset-Anzeige und die Latenzzeit scheinen schlechter zu sein als die der Mitbewerber.

Welches Problem löst Microsoft?

Die Frage ist: Welches Problem in VR versucht Microsoft zu lösen?

Es könnte argumentiert werden, dass seine Headsets weniger Rechenleistung benötigen als Rift und Vive und weniger teuer sind, aber die jüngsten Preissenkungen für Rift und Vive haben diese Differenzierung aufgehoben. VR auf einem Laptop oder weniger teuren Desktop-Computer könnte auch attraktiv sein, aber dank sinkender Computerpreissen scheint auch dieser Vorteil nicht haltbar zu sein.

Abgesehen von einigen sehr kleinen Unterschieden in der Nutzerfreundlichkeit bietet Microsofts Mixed Reality keine klare Unterscheidung und ist meiner Erfahrung nach deutlich schlechter als Rift und Vive. Warum gibt es das Produkt überhaupt?

Microsoft hat gerade ein großes Potenzial liegengelassen

Ein Unternehmen hat nur eine Chance, einen ersten Eindruck zu hinterlassen, und es sieht so aus, als hätte Microsoft es versäumt, die Verbraucher mit seinem VR-Spiel zu beeindrucken. Das könnte zukünftige Verbraucher, die ein Headset kaufen wollen, vergraulen und sie auf Plattformen wie Rift und Vive lenken.

Für Entwickler könnte das noch wichtiger sein. Die VR-Entwickler wollen qualitativ hochwertige Inhalte für eine große Basis von Headsets erstellen. Im Moment können sie bestehende Inhalte auf die Plattform von Microsoft bringen, und der neu angekündigte Zugang zu Steam wird dabei auch hilfreich sein. Aber wenn Windows Mixed Reality nicht als Qualitätsprodukt angesehen wird und nicht die Verkäufe von HTC oder Oculus generiert, bringt das alles nichts.

All dies ist ein Risiko für Microsofts Zukunft in diesem Bereich. Der erste Schritt sieht aus wie ein echter Blindgänger.

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Teresa Kersten ist Angestellte von LinkedIn und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. LinkedIn ist Teil von Microsoft.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Facebook.

Dieser Artikel wurde von Travis Hoium auf Englisch verfasst und am 20.12.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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