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Apple wird 2018 viele OLED-Displays von Samsung kaufen

Bildquelle: Apple

Laut einem Bericht in The Investor wird Samsung (WKN:881823), weithin bekannt als der größte Hersteller von OLED-Displays für den Smartphone-Betrieb, Apple (WKN:865985) mit 180 Millionen bis 200 Millionen OLED-Displays für die iPhone-Sparte im nächsten Jahr beliefern.

„Verbesserte Ertragsraten bei Samsungs A3-Panel-Produktionslinien werden als Hauptgrund für die Entscheidung des Display-Herstellers genannt, die Lieferungen an Apple im nächsten Jahr zu erhöhen“, so der Bericht.

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Die Ertragsrate ist eine Zahl, die angibt, wie viel Prozent der produzierten Displays tatsächlich funktionieren. Wenn Samsung beispielsweise 100 Displays produziert und nur 60 dieser Displays wie vorgesehen funktionieren, beträgt die Ausbeute 60%.

Laut Bericht lag die Ausbeute von OLED-Displays auf der A3-Produktionslinie von Samsung „bei rund 60 %“, liegt aber mittlerweile schon über 80 %.

Was aber bedeutet das für Samsung und Apple?

Bessere Erträge, geringere Kosten und Vertrieb

Die Produktion wirkt sich sowohl auf die Herstellungskosten als auch auf die ausgelieferte Stückzahl aus.

Die Auswirkung auf die Herstellungskosten ist leicht verständlich: Wenn Samsung 100 Displays herstellt und nur 60 davon funktionieren, dann sind die durchschnittlichen Herstellungskosten pro Display die Herstellungskosten von 100 Panels geteilt durch 60.

Wenn diese Zahl höher ist — sagen wir bei 80 von 100 — dann sind die effektiven Kosten pro Display die Kosten für die Herstellung von 100 Displays geteilt durch 80. In diesem Fall sind die effektiven Herstellungskosten pro Display wesentlich niedriger.

Abhängig von der Liefervereinbarung, die Samsung mit Apple geschlossen hat, könnte dies zu höheren Gewinnen für Samsung führen (da sich die Kostenstruktur verbessern würde) oder zu potenziell niedrigeren Preisen für Apple – das angeblich nicht gerade wenig für die OLED-Bildschirme des neuen iPhone X bezahlt – bei annähernd ähnlichen Profiten pro Panel wie Samsung.

Hinzu kommt, dass sich das Angebot mit höheren Erträgen verbessert. Im Artikel hieß es, dass Samsung erwogen hatte, mehr in seine A5-Modelle zu investieren, um Apples Nachfrage zu befriedigen, aber dank der verbesserten Renditen bei den A3-Modellen, musste man das letztendlich nicht.

Höherer Ertrag bedeutet mehr Produkte, die hergestellt werde , was wiederum eine höhere effektive Kapazität bedeutet.

Natürlich können relativ niedrige Erträge durch deutlich höhere Produktionskapazitäten ausgeglichen werden, aber das ist aus zwei Gründen problematisch:

1 Letztendlich werden die Ertragssätze steigen, und dann riskiert der Hersteller, dass er unter einem Überangebot an Produkten leidet. Dies würde entweder die Preise pro verkaufter Einheit senken oder den Hersteller zwingen, die Produktion zu drosseln, die Auslastung der Fabriken zu senken und letztendlich die Gewinnspannen zu senken.

2 Der Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten geschieht nicht von heute auf morgen; das produzierende Unternehmen müsste sich der niedrigen Erträge völlig sicher und gleichzeitig bewusst sein, dass man mit bestehender Ausrüstung auf keinen Fall die Nachfrage von Kundenseite wird decken können.

Ich denke, dass Samsungs verbesserte OLED-Displays es Apple erlauben werden, weiter auf die OLED-Technologie in der gesamten Produktreihe 2018 zu setzen. Das kommt Apple zugute, weil OLED-Displays einfach besser sind als die LCDs, was zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit der Produkte führt. Samsung freut sich, weil man viele, viele OLEDs mit guten Gewinnspannen an Apple verkaufen kann.

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The Motley Fool besitzt Aktien von Apple.

Dieser Artikel von Ashraf Eassa erschien am 21.12.17 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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