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12 Foolische Weihnachtstipps

Foto: Getty Images

Da dieser Artikel am Weihnachtstag erscheint, darf es sich nicht um einen „normalen“ Artikeln handeln.

Daher wollte ich 12 meiner Top-Investitionstipps im Stile des klassischen englischen Weihnachtsliedes „The 12 Days of Christmas“ an dich weitergeben. (Eine Übersetzung des Songs findest du hier und eine Reinhard-Mey-Version auf YouTube hier).

12 Aktien

Ich habe die größte Zahl des Liedes für die Anzahl der Aktien verwendet, die du in deinem Portfolio haben solltest. Zwölf ist nicht die richtige Zahl, und die „perfekte“ Anzahl der Aktien variiert von einem zum anderen. Aber es ist eine Erinnerung daran, dass man diversifizieren sollte.

Wie viel Diversifizierung? Das hängt von dir als Investor ab und kann stark variieren. Einige Investoren (denke nur an Warren Buffett), ziehen es vor, ein konzentrierteres Portfolio zu haben. Betrachtet man die im jährlichen Aktionärsbrief von Berkshire Hathaway erwähnten Aktien als Kernpositionen, dann hat dieses Portfolio 15 Kernpositionen. Um ein derartig konzentriertes Portfolio zu haben, ist es notwendig, dass man als Investor wirklich seine Hausaufgaben macht und sich sehr gut auskennt.

Andere Investoren bevorzugen ein deutlich diversifizierteres Portfolio. Der sehr erfolgreiche Investor Shelby Davis hatte bei seinem Tod rund 1.000 Aktien in seinem Portfolio. In diesem Fall ist es nicht wirklich möglich, jedes Unternehmen genau zu kennen. Stattdessen ist man als Investor darauf angewiesen, dass man im Laufe der Zeit viele gute Ideen hat und konsequent gute Kaufentscheidungen trifft.

11 Stunden Recherche

Wie bei der Zahl der Aktien ist auch das keine exakte Zahl. Aber es ist eine Erinnerung daran, dass viel Recherche nötig ist. Wie wir bei The Fool gerne sagen, musst du „deine Hausaufgaben machen“. Das bedeutet, das Unternehmen zu bewerten, die Finanzen zu verstehen, das Management-Team kennenzulernen, sicherzustellen, dass es einen starken Wettbewerbsvorteil (oder mehrere!) hat, etc.

Anders als bei der Diversifizierung variiert der Aufwand nicht mit dem Anlegertyp. Wenn du ein konzentriertes Portfolio hast, musst du die Zeit einplanen, um die wenigen Aktien, die du besitzt, verstehen zu lernen. Wenn du ein stark diversifizierter Investor bist, musst du diese Zeit in das Finden und Verstehen neuer Aktien investieren.

Natürlich ist es hilfreich, einen Partner zu haben, der dir bei der Recherche behilflich ist. Die Premium-Dienste von The Motley Fool sind ein Recherchepartner, der dir hilft, großartige neue Investitionsmöglichkeiten zu finden und zu verstehen. Mehr über unseren Diensten findest du hier.

10 Tolle Bücher

Es gibt eine Menge gute Bücher da draußen. Das kann die Wahl bisweilen sehr schwer machen. Hier sind 10 Bücher, von denen ich denke, dass sie einen Platz auf deiner Wunschliste verdient haben (in keiner bestimmten Reihenfolge):

  1. Der Börse einen Schritt voraus (Peter Lynch)
  2. Die Essays von Warren Buffett (Warren Buffett u. Lawrence A. Cunningham)
  3. Auch Sie haben das Zeug zum Börsengenie! (Joel Greenblatt)
  4. Der Finanz-Code (Howard Marks)
  5. Intelligent Investieren (Benjamin Graham)
  6. Die Profi-Investment-Strategie (Philip Fisher)
  7. Gier (Jason Zweig)
  8. The Outsiders (William N. Thorndike) (leider konnte ich keine deutsch Version finden)
  9. Mehr, als man denkt (Michael Mauboussin)
  10. Superforecasting (Philip Tetlock)

9 großartige CEOs

Wie kann das ein Tipp sein? Lerne von diesen CEOs, damit du verstehst, worauf du bei den Managern der Unternehmen achten solltest, die du kaufst.

  1. Warren Buffett und Charlie Munger (sie sind ein Team)
  2. Jeff Bezos
  3. Steve Jobs
  4. James Sinegal
  5. Bruce Flatt
  6. Phil Knight
  7. Henry Singleton
  8. Jamie Dimon
  9. Bill Gates

8 Kennzahlen

Die Bewertung der Finanzen eines Unternehmens ist eine wichtige Aufgabe für jeden Investor. Hier sind acht Finanzkennzahlen, die dir dabei helfen werden.

  1. Wachstum in einem Jahr = diesjähriger Wert / Vorjahreswert – 1
  2. Jährliches Wachstum = (aktueller Wert / Ausgangswert)^(1 / Anzahl der Jahre) – 1
  3. Operative Marge = Betriebsergebnis / Umsatzerlöse
  4. Nettomarge = Nettoergebnis / Umsatzerlöse
  5. Eigenkapitalrendite = Jahresüberschuss / Eigenkapital
  6. Fremdkapitaldeckung = EBITDA / Zinsaufwand
  7. Verschuldungsgrad = Gesamtverschuldung / Eigenkapital
  8. Ausschüttungsquote = Ausschüttungssumme / Jahresüberschuss

7 Kontinente

Es ist eine Tatsache, dass es auf unserem Planeten sieben Kontinente gibt. Obwohl ich nicht erwarte, dass du viel Zeit damit verbringst, nach Investitionen in der Antarktis zu suchen, möchte ich daran erinnern, dass die Investmentwelt viel größer ist als nur Deutschland oder die DACH-Region. Deutschland, die Schweiz und Österreich machen zusammen nur etwa 5 % der weltweiten Marktkapitalisierung aus.

In diesem Sinne sollte die DACH-Region vielleicht nicht 100 % deines Portfolios ausmachen.

6 Verhaltensverzerrungen

Verhaltensverzerrungen sind allgegenwärtig und diese Liste ist bei weitem nicht vollständig, daher führe ich hier nur diejenigen an, die für Investoren besonders gefährlich sind:

  1. Zugpferdeeffekt – Nur weil alle anderen es tun, heißt das noch lange nicht, dass es das Richtige ist.
  2. Bestätigungsfehler – wir suchen gerne nach Beweisen, die bestätigen, was wir bereits glauben. Du solltest daher nach Gründen suchen, warum deine Annahme falsch sein könnte.
  3. Framing-Effekt – Denk daran, dass die Art und Weise, wie wir über etwas nachdenken oder darüber reden, einen großen Unterschied macht. Ein Teil der Daten kann scheinbar sehr unterschiedliche Bedeutungen haben, je nachdem, aus welchem Blickwinkel man das betrachtet.
  4. Anker – Dies ist besonders schwierig für uns Investoren, wenn eine Aktie, die wir besitzen, im Wert fällt. Wir haben nämlich unseren Kaufpreis jetzt als “Anker” im Kopf und denken: „Ich verkaufe, sobald ich mein Geld wieder habe.”
  5. Recency Bias – Ereignisse, die in jüngster Zeit stattgefunden haben, sind leichter in Erinnerung zu rufen und können unsere Einschätzung beeinflussen.
  6. Rückschaufehler – Dieser Fehler führt uns dazu, die Einsicht, die wir hatten, auf ein Ereignis anzuwenden, bevor es überhaupt geschah. Dies wird auch als der „Ich hab’s dir ja gesagt“-Effekt bezeichnet.

5 Jahre Haltezeit

Du weißt wahrscheinlich schon, dass wir bei The Motley Fool langfristig denken. Musst du eine Aktie wirklich fünf Jahre lang besitzen? Naja, eigentlich wollen wir Aktien sogar noch länger besitzen – etwa 10 oder 20 Jahre!

Wir empfehlen den Anlegern normalerweise, alle Aktien, die sie kaufen, für mindestens drei bis fünf Jahre zu halten. Aber sicher, wenn sich ein guter Grund zum Verkaufen bietet (mehr dazu unter Nr.3!), kannst du natürlich auch noch früher verkaufen.

4 Bewertungskennzahlen

Woher wissen wir, wie viel eine Aktie wert ist? Das Verständnis eines Unternehmens ist der Schlüssel zur Bewertung und die Erstellung eines Finanzmodells ist dabei hilfreich. Die folgenden Bewertungskennzahlen können sehr hilfreich sein, um einen schnellen Überblick darüber zu bekommen, ob ein Unternehmen ein Schnäppchen ist oder nicht.

  1. EBIT-Multiplikator = Gesamtunternehmenswert / Betriebsergebnis (Das gefällt mir besser als das Kurs-Gewinn-Verhältnis, weil viele Einmalbelastungen nicht in diese Berechnung einfließen)
  2. Kurs-Buchwert-Verhältnis = Kurs / Buchwert je Aktie (besonders nützlich für Banken und Finanzunternehmen)
  3. Die Dividendenrendite (ja, die kann tatsächlich zur Bewertung verwendet werden! Da die Dividendenrendite steigt, wenn der Aktienkurs sinkt, und sinkt, wenn der Kurs steigt, kann sie ein nützlicher Indikator für die Bewertung einer Aktie sein.
  4. Umsatzmultiplikator = Gesamtunternehmenswert / Gesamtumsatz (besonders gut für Unternehmen, die derzeit unrentabel sind)

3 Gründe für den Verkauf

Wie ich oben schon erwähnt habe, möchten wir Aktien sehr lange besitzen, aber manchmal gibt es gute Gründe zu verkaufen. Hier sind drei davon:

  1. Die Unternehmensführung ist nicht vertrauenswürdig.
  2. Du merkst, dass deine These nicht mehr zutrifft. Das kann daran liegen, dass du einen Fehler gemacht hast oder dass sich im Unternehmen etwas geändert hat.
  3. Die Aktie hat deine Erwartungen weit übertroffen und die Bewertung ist jetzt so hoch, dass sie keinen Sinn mehr ergibt.

2 Gardner-Brüder

The Motley Fool wurde in den 90er Jahren von zwei Brüdern, David und Tom Gardner, gegründet. Wie kann das ein „Tipp“ sein? Nun, die Gardners hatten Verwandte in der Finanzindustrie, also könnte man vielleicht sagen, dass sie das Investieren im Blut haben. Aber das waren definitiv keine „Wall-Street-Typen“. Tatsächlich war es ihr Ziel, Einzelpersonen wir dir zu zeigen, dass man nicht an der Wall Street arbeiten muss, um erfolgreich in Aktien zu investieren.

Mit anderen Worten: Der Erfolg, den die beiden Gardners und ihr Unternehmen (The Motley Fool) hatten, sollte auch dich ermutigen und dir zeigen, dass du das auch kannst — selbst wenn du noch ein kompletter Anfänger bist.

1 Der richtige Ort für Investitionen im Internet

Ja, das ist richtig. Wenn du nach großartigen Investmentkommentaren und Analysen im Web suchst, ist die einzige Seite…………. Fool.de natürlich!

Ich mache nur Spaß. Es gibt viele Seiten, auf denen Investoren nützliche Einblicke finden können. Trotzdem hoffe ich, dass du Fool.de eine der besten Quellen zum Thema Investieren im Web findest und weiterhin finden wirst. Jeden Tag ist unser Team bestrebt, nicht nur weiterhin diesem Anspruch gerecht zu werden, sondern immer besser zu werden. Das wird 2018 auch nicht anders sein.

Von uns allen hier bei Fool DE, frohe Festtage und Fool on!

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Matt besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway.

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