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Hier ist die Kryptowährung, die dieses Jahr 201.000 % zugelegt hat

Foto: Getty Images.

Das Jahr 2018 steht bereits vor der Tür. Daher denke ich, dass man jetzt schon sagen kann, dass Kryptowährungen dieses Jahr jede andere Investitionsmöglichkeit in den Schatten gestellt haben. Der Aktienmarkt bringt durchschnittlich 7 % Gewinn pro Jahr, wenn man die Dividenden reinvestiert und die Inflation herausrechnet. Und obwohl der S&P 500 dieses Jahr diese Zahl locker überschritten hat, haben Kryptowährungen im Allgemeinen Aktien weit hinter sich zurückgelassen.

Kryptowährungen erringen Aufmerksamkeit

Als das Jahr begann, hatten alle Kryptowährungen zusammen eine Marktkapitalisierung von 17,7 Milliarden US-Dollar. Den größten Teil machte Bitcoin aus. Aber bis zum 19. Dezember ist die gesamte Marktkapitalisierung aller 1.360 Kryptowährungen auf 642 Milliarden US-Dollar hochgeschossen. Das ist ein Zuwachs von mehr als 3.500 % in weniger als einem Jahr. Die meisten Investoren schaffen solche Renditen in einem ganzen Leben nicht.

Bitcoin gebührt offensichtlich viel Ehre für diesen Anstieg. Es ist die bekannteste Kryptowährung der Welt und wird am häufigsten von Händlern akzeptiert. Dieses Jahr wurde der Handel mit Futures auf mehreren Plattformen aufgenommen. Zudem hieß Japan die Kryptowährung als legales und reguliertes Zahlungsmittel willkommen. Bitcoin macht derzeit die Hälfte der oben erwähnten Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen aus.

Allerdings hat sich Bitcoin im Vergleich zu seinen Mitstreitern schlechter entwickelt. Daher geht es nun darum, die virtuelle Coin zu finden, die „das nächste Bitcoin“ wird. Als das Jahr begann, lag die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen ohne Bitcoin bei 2,24 Milliarden US-Dollar. Am 19. Dezember betrug dieser Wert bereits 321 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Zuwachs von 14.200 %! Und damit ist klar, wo die wirkliche Wertsteigerung 2017 stattgefunden hat.

Begrüße eine einzigartige virtuelle Währung, die 2017 um mehr als 201.000 % gestiegen ist

Obwohl neue, aufkommende Kryptowährungen wie Ethereum und Ripple viel Aufmerksamkeit erfahren haben, sind Ihre Gewinne – beide haben in diesem Jahr mehr als 10.000 % zugelegt – nichts im Vergleich zu einer einzigartigen virtuellen Coin, die praktisch aus dem nichts kam und seit Jahresbeginn 201.000 % hinzugewonnen hat. Meine Damen und Herren, begrüßen Sie Einsteinium und seinen Token EMC2.

EMC2 begann das Jahr mit einem Preis von 0,000875 US-Dollar je Coin. Das ist nicht einmal ein Zehntel eines Cents. Bis 19. Dezember ist der Wert jedoch auf 1,75 US-Dollar geklettert. Und kürzlich lag er sogar über 2,5 US-Dollar. Das ist ein Gewinn von mehr als 201.000 %.

Wie die meisten virtuellen Währungen hat Einsteinium einen Token – den EMC2. Dieser ist an die zugrundeliegende Blockchain gekoppelt, welche das dezentrale, digitale Hauptbuch bildet, in dem alle Transaktionen aufgezeichnet werden. Aber die Mission von Einsteinium, die von der Einsteinium Foundation vorgegeben wird, unterscheidet sich von der anderer Kryptowährungen.

Einsteiniums Mission ist, zu einem Wohltätigkeitsfonds für wissenschaftliche, technologisch, bildungsbezogene und blockchainrelevante Forschung zu werden. Es nutzt einen ähnlichen Proof-of-Work-Algorithmus wie Bitcoin. Allerdings ist es die erste forschungsbezogene, nichtgewinnorientierte Organisation im Kryptomarkt.

Was hinter dem Forschungsprojekt und den Blockbelohnungen von Einsteinium steckt

Du fragst dich, wie diese Forschung finanziert wird? Jedes Mal, wenn eine Blockbelohnung ausgeschüttet wird, erhält die Foundation 2,5 % dieses Betrags. Davon werden 80 % für die Finanzierung der wissenschaftlichen Forschung genutzt. Der Rest wird für Spenden und Marketing ausgegeben. Die Stiftung gab an, dieses Jahr bereits 16 Millionen EMC2-Token an wissenschaftliche Projekte ausgeschüttet zu haben.

Wie bei den meisten Kryptowährungen (ausgezahlt in EMC2-Token) verringert sich die Blockbelohnung im Laufe der Zeit. Dies würde bedeuten, dass das Mining von Einsteinium-Blöcken im Laufe der Zeit weniger lohnenswert wird. Aber es gibt eine Lösung, die das Interesse der Miner aufrechterhalten soll: Whormhole-Events. Diese Whormhole-Events sind eine Zufallslotterie, bei der EMC2-Token ausgeschüttet werden. (2.973 EMC2-Token pro Block) Sie sind so gestaltet, dass sie immer wichtiger werden, je stärker die Standardblockbelohnung sinkt. Wenn der Wert der EMC2-Token im Laufe der Zeit steigt, dann könnten diese Whormhole-Events den Minern mehr bringen als die Standardblockbelohnung.

Laut der Stiftung wird alle 36.000 Blöcke eine Epoche abgeschlossen. Dies geschieht laut CoinCentral.com ungefähr alle 25 Tage. Sobald eine Epoche abgeschlossen wurde, werden die Mitglieder aufgefordert, über das Projekt abzustimmen, welches aus ihrer Sicht am sinnvollsten ist. Das gewählte Projekt erhält dann die Token von der Einsteinium Foundation.

Das steckt hinter der Begeisterung

Da du nun besser verstanden hast, was Einstein von den typischen virtuellen Währungen unterscheidet, schauen wir uns an, was zu dem raketenhaften Kursanstieg des EMC2-Coins geführt hat.

Im Oktober kündigte die Foundation einen Hardfork an. Dieser sollte die Zahl der EMC2-Token um 55 Millionen verringern. Am 10. Dezember wurde der Hardfork umgesetzt. Jetzt wird es maximal 245 Millionen EMC2-Token statt ursprünglich 300 Millionen geben. Warum hat das so viel Aufregung verursacht? Du kannst es dir so vorstellen, als ob ein Unternehmen Aktien zurückkauft. Damit wird die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien verringert und gleichzeitig erhöht sich der Wer jeder verbleibenden Aktie, da sie nun seltener ist. Die gleiche Überlegung kommt hier zum Tragen. Jede virtuelle Coin ist nun seltener, was EMC2 offensichtlich für Investoren wertvoller macht.

Noch frischer sind Gerüchte um eine “große Ankündigung” durch die Einsteinium Foundation. Ein paar Leute glauben, dass es eine Verbindung zu Apple gibt. Aber die Foundation hat dieses Gerücht schnell ausgeräumt.

Am 19. Dezember gab die Foundation jedoch bekannt, dass ein weiterer Fork ansteht. Diese Mal will Einsteinium den Mining-Algorithmus ändern, um es ASIC-sicher zu machen und eher auf GPUs setzen. ASIC, oder Application Specific Integrated Circuits, werden verwendet, um Bitcoin zu minen. Dafür ist eine große Anfangsinvestition notwendig, bevor man überhaupt damit sinnvoll anfangen kann. Im Vergleich dazu sind GPUs oder Grafikprozessoren billiger. So können mehr Leute in das Mining einsteigen. Die Foundation stellt so sicher, dass jeder, der will, die Möglichkeit hat zu minen.

Trotzdem wird sich erst noch zeigen, ob Einsteinium seinen Gewinn von 201.000 % behalten kann. Momentan liegt es auf Platz 50 nach Marktkapitalisierung. Wenn wir die riesigen Bewegungen und das fehlende Verständnis von Kryptowährungen einbeziehen, dann kann es auch bedeutende Rückschläge geben.

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Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 21.12.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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