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Wie Hewlett-Packard Company das Jahr 2017 gerockt hat

Foto: Getty Images

Es ist kaum zu glauben, welche Ergebnisse HP (WKN:A142VP) gemeldet hat. Der Unterschied zum Vorjahr ist wie Tag und Nacht.

Mit 35 Milliarden US-Dollar ist die Marktkapitalisierung von HP nicht allzu groß, aber für ein Unternehmen dieser Größe ist es bemerkenswert, dass die Initiativen von CEO Dion Weisler so schnell umgesetzt wurden. Ein Grund dafür, dass ich seit der Aufspaltung in HP und HP Enterprise so ein Fan der Unternehmens bin, ist mein Vertrauen in Weislers Vision. Wie im letzten Quartal demonstriert, kommt der Plan noch schneller in Gang, als ich erwartet hatte.

Frohe Weihnachten!

Wenn du dem Tech-Sektor folgst, dann hast du zweifellos schon gehört, dass PCs tot sind. Das ist ein Grund dafür, warum es so eine schlechte Stimmung gegen HP gab. Die Sache ist, dass nicht nur die Negativität übertrieben war, sie trifft einfach nicht auf HP zu.

Die PC-Lieferungen gingen im letzten Quartal um 0,5 % zurück, wobei die meisten PC-Hersteller laut dem Marktforschungsunternehmen IDC kaum bis gar kein Wachstum verzeichneten. Trotzdem stiegen die HP-Lieferungen um 6 % und übertrafen damit den chinesischen Konkurrenten Lenovo (WKN:894983) mit mageren 0,1 %. HP besitzt nun 22,8 % des  globalen PC-Marktes im Vergleich zu Lenovos 21,6 % und ist damit der weltweit führende PC-Hersteller.

Wie konnte sich HP von seinen Mitbewerbern absetzen? Weislers Plan war und ist es, strategisch auf Nischenmärkte zu zielen, anstatt zu versuchen, allen alles zu bieten. Ein Beispiel dafür ist HPs neuartiger Virtual Reality(VR)-fähiger OMEN PC für die Gamer dieser Welt.

Im letzten Quartal erwirtschaftete die PC-Abteilung von HP einen Umsatz von 9,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 13 % im Vergleich zu 2016. Dazu gehören Zuwächse von 16 % bei Laptops und 10 % bei Desktops. Im vierten Quartal 2016, stiegen die PC-Umsätze nur um 4 % auf 8 Milliarden US-Dollar (das sind 6 % Zuwachs bei den Laptops und 2 % bei den Desktops). Die starken PC-Ergebnisse trugen dazu bei, den Gesamtumsatz um 11 % auf 13,9 Milliarden US-Dollar und den Gewinn pro Aktie auf 0,39 US-Dollar zu steigern, 30 % mehr als im Vorjahr (0,30 US-Dollar pro Aktie).

Reparier es nicht, wenn es nicht kaputt ist

Sogar die PCs treten in den Hintergrund, wenn es um den Turnaround geht, den HP im Druckerbereich durchlaufen hat. Inzwischen ist die Sparte Druck zu einem der wichtigsten Wachstumstreiber des Unternehmens geworden. Vor einem Jahr beliefen sich die Druckumsätze auf 4,56 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 8 % entspricht. Schlechte Verkaufszahlen bei den Zusatzprodukten, die um 12 % auf 2,84 Milliarden US-Dollar sanken, waren die Ursache. Diese machen einen großen Teil des Umsatzes dieser Sparte aus und sie zogen sowohl die Zahl der verkauften Einheiten als auch die Gesamtverkäufe von HP nach unten.

Bis zum vierten Quartal 2017 wuchs die Drucksparte nicht nur – sie trug auch wesentlich zum Umsatzwachstum von HP bei. Die Druckumsätze stiegen um 7 % auf 4,89 Milliarden US-Dollar. Der größte Teil der Verbesserung kam von den Verkäufen der Zusatzprodukte, die um 10 % auf 3,13 Milliarden US-Dollar anstiegen. Was für ein Unterschied ein Jahr macht.

HP konnte mit einer ähnlichen Strategie auch bei den PCs die Erwartungen übertreffen. Ein Beispiel dafür ist der HP Sprocket, ein Taschenfotodrucker, der für Selbstverliebte auf der ganzen Welt entwickelt wurde. Mit 130 US-Dollar ist das kein primärer Umsatztreiber, aber es zeigt die Verschiebung von HP in seiner Go-to-Market-Strategie. Allerdings berechnet HP den Anwendern von 10 US-Dollar für 20 Papiernachfüllungen.

HP hat auch ein automatisiertes Bestellsystem für Druckzubehör entwickelt, bei dem der Drucker sofort eine Bestellung an HP sendet, wenn der Toner bald leer wird. Ein noch eindrucksvolleres Beispiel für HPs Targeting-Initiative ist der Kauf von Samsungs Drucksparte für 1,05 Milliarden US-Dollar.

Die Vermögenswerte aus der Samsung-Übernahme werden die Multifunktionsdruckangebote von HP noch mehr in Schwung bringen. Der Kopierermarkt stellt eine Chance von 55 Mrd. US-Dollar dar, die HP mit einem Drucker, der auch als Kopierer für gewerbliche Kunden konzipiert ist, aufmischen will. Das ist auch sehr gut für HPs Laserdrucker. Die Vorteile des schnell wachsenden 3D-Druckmarktes werden sich bemerkbar machen und die HP-Drucksparte wird dadurch weiter wachsen.

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The Motley Fool hat keine der genannten Aktien.

Dieser Artikel von Tim Brugger erschien am 18.12.2016 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschsprachigen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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