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Ist es unmöglich, den Höhepunkt der Börse zu erkennen?

Foto: The Motley Fool.

Während einer Hausse kann es sich anfühlen, als ob die Aktienkurse auf Dauer steigen würden. Die Geschichte zeigt jedoch, dass dies nicht der Fall ist. Tatsächlich ist eine Baisse historisch gesehen auf eine Hausse gefolgt, genauso wie die Nacht dem Tag folgt. Das Problem besteht jedoch darin, festzustellen, wann dies der Fall sein wird.

Herdenmentalität

Natürlich macht einem das Verhalten der anderen Investoren es einem schwer, den Höhepunkt einer Börsenrally zu erkennen. Während einer Hausse werden verschiedene Kommentatoren und Investoren unweigerlich zu selbstbewusst wegen der Renditen, die sie erzielt haben. Sie glauben, dass solche Renditen nicht nur möglich sind, sondern langfristig zu erwarten sind. Einem solchen Gefühl entgegenzutreten, kann schwierig sein, da es bedeutet, dass kurzfristige Gewinne, die bei anhaltender Hausse kommen können, möglicherweise verpasst werden.

Jedoch kann ein Anleger, der sich auf Fakten und Zahlen konzentriert, anstatt auf seine Kollegen zu hören, dem einigermaßen nahe kommen.

Bewertungen

Eine Methode, um zu entscheiden, wann die Aktienkurse zu hoch sind, ist die Fokussierung auf Bewertungen. Obwohl der Wert eines jeden Unternehmens subjektiv ist, kann man beurteilen, ob er historisch hoch oder niedrig ist. Nehmen wir zum Beispiel den S&P 500 zum jetzigen Zeitpunkt. Er hat fast ein Jahrzehnt lang signifikante Zuwächse erzielt und dabei Rekordstände erreicht. Er hat derzeit ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 23. Obwohl das KGV in seiner 90-jährigen Geschichte höher war, war das nicht oft und hat nie über einen längeren Zeitraum gehalten.

Sicherlich könnte sich der S&P 500 weiter  nach oben bewegen. Die Realität sieht jedoch so aus, dass es unwahrscheinlich ist, dass ein weiterer neunjähriger Bull Run vor uns liegt. Dies bedeutet, dass die Anleger nun ihr Engagement in Unternehmen und Sektoren, die relativ gesehen am meisten überbewertet erscheinen, reduzieren möchten.

Es ist klar, dass der Versuch, den Markt zu messen, eine große Herausforderung darstellt. Es ist schwer zu entscheiden, wie hoch die Bedeutung einzelner Risiken mittelfristig sein könnte. Eine Methode, um zu entscheiden, ob eine Aktie, eine Industrie oder gar eine Börse langfristig kaufenswert ist, besteht darin, sich vorzustellen, dass nach dem Kauf fünf Jahre lang keine Verkäufe mehr getätigt werden können. Damit soll sichergestellt werden, dass sich ein Anleger nicht nur auf das Potenzial für weitere Gewinne konzentriert, sondern auch das Risiko einer möglichen Baisse innerhalb der nächsten fünf Jahre berücksichtigt.

Unterm Strich

Der Versuch, den Höhepunkt der Börse zu bestimmen, ist sehr schwer. Daher kann die Konzentration auf die Bewertungen Orientierung darüber geben, ob Kaufen oder Verkaufen der beste Schritt für einen Investor ist. Und wenn man sich auf die langfristige Perspektive konzentriert und dabei die Ansichten der Investment-Herde außer Acht lässt, kann man von den Höchst- und Tiefstständen der Aktienkurse profitieren.

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Dieser Artikel wurde von Peter Stephens auf Englisch verfasst und am 15.12.2017 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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