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Kann die Allianz 2018 ihre Dividende erhöhen?

Nachdem wir uns neulich bereits angeschaut haben, wie sich die Allianz im Jahr 2017 generell geschlagen hat, ist für so manchen Investoren wohl noch mindestens eine Frage offen geblieben: War das Geschäftsjahr 2017 so gut, dass die Allianz (WKN: 840400) ihre Dividende im Jahr 2018 erhöhen könnte?

Werfen wir zur Beantwortung dieser Frage einen Foolishen Blick auf die letzten Ausschüttungen sowie auf eine kurze Zusammenfassung des bisher bekannten Zahlenwerkes. Vielleicht finden wir damit ja erste Anhaltspunkte, wie es aus Dividendensicht im Hause Allianz weitergehen könnte:

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Die letzten Dividenden im Überblick

Aber zunächst, wie gesagt, der Rückblick auf die letzten Dividenden. Anfangen wollen wir diese kurze Reise mit der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2008. Vielleicht erinnerst du dich an dieses einschneidende Jahr, denn hier sah sich die Allianz zuletzt gezwungen ihre Dividende zu kürzen. Betrug die 2007er Dividende noch stolze 5,50 Euro je Aktie, stutze man sie im Folgejahr um 2,00 Euro runter auf 3,50 Euro je Anteilschein. Ja, ja. Die letzte Finanzkrise hat leider auch hier eine kleine kosmetische Narbe hinterlassen.

Seitdem wurde die Dividende aber mindestens konstant gehalten. In sechs dieser insgesamt neun Jahre hat die Allianz ihre Dividende sogar gesteigert, zuletzt auf 7,60 Euro je Aktie. Generell schreit diese Dividendenhistorie daher fürs erste quasi nach einer von vielen Investoren erhofften Fortsetzung.

Rechtfertigt das Geschäftsjahr 2017 eine weitere Erhöhung?

Dieser Schrei könnte aber verstummen, sofern das letzte Geschäftsjahr nicht rosig gewesen ist. Wie gesagt, innerhalb der Finanzkrise wagte man es ja ebenfalls, mit der für Einkommensinvestoren heiligen Dividendenkonstanz zu brechen.

Aber keine Sorge, solche schweren Zeiten können wir bei der Allianz im letzten Jahr gar nicht feststellen. Tatsächlich läuft es sogar ziemlich rund bei dem Versicherer. Für die ersten neun Monate kann man bereits ein operatives Ergebnis in Höhe von 8,3 Milliarden Euro ausweisen. Trotz belastender Unwetter, trotz verheerender Hurrikans im dritten Quartal, die hier zu einem Ergebnisrückgang um 17 % auf 2,5 Milliarden Euro geführt haben.

Die ambitionierte Prognose wurde angesichts des schwächeren dritten Quartals aber nur leicht korrigiert. Im Hause Allianz rechnet man weiterhin mit einem operativen Ergebnis in Höhe von 10,8 bis 11,3 Milliarden Euro. Man ist hier lediglich nicht mehr allzu zuversichtlich, dass das rekordverdächtige, obere Ende dieser Spanne auch wirklich erreicht werden wird.

Super Jahr! Dividendenerhöhung damit im Sack?

Unterm Strich können wir daher festhalten, dass 2017 insgesamt ein super Jahr für die Allianz gewesen ist, das prinzipiell eine Dividendenerhöhung rechtfertigen könnte. Zudem betrug die Ausschüttungsquote der letztjährigen Ausschüttung (Dividende je Aktie 7,60 Euro; Gewinn je Aktie 15,13 Euro) knapp über 50 %. Bei einem (zumindest zum aktuellen Stand) leicht verbesserten Ergebnis im Jahr 2017 besteht somit noch reichlich Luft nach oben, auch ohne die Nachhaltigkeit der Ausschüttungen ernsthaft zu gefährden.

Auch die letztjährige Dividendenentwicklung macht insgesamt Mut für weitere Erhöhungen. Ich persönlich wäre daher absolut überrascht, wenn die Allianz im nächsten Jahr auf eine weitere Erhöhung verzichten würde. Aber garantieren kann ich selbstverständlich nichts.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz. The Motley Fool besitzt keine erwähnten Aktien.

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