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ProSiebenSat.1 Media ist 2017 um 22 % gefallen: Warum?

Bildquelle: Copyright by ProSiebenSat.1 Media

Es war eindeutig kein gutes Jahr für die Aktie von ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777)! Notierte das Papier Anfang des Jahres noch bei 37,65 Euro je Anteilschein, müssen sich Investoren zum gegenwärtigen Zeitpunkt (18.12.2017, maßgeblich für alle Kurse) mit nur noch 29,35 Euro zufrieden geben.

Doch was ist passiert? Werfen wir einen Blick auf das, was die ProSiebenSat.1 Media innerhalb der letzten knapp 12 Monate auf eine Talfahrt schickte:

Ein Jahr zum Vergessen…

Wie gesagt, 2017 war kein sonderlich gutes Jahr für ProSiebenSat.1 Media. Erneut sah man sich beispielsweise im Zuge der letzten Quartalszahlen gezwungen, seine Prognosen zu senken. Das war bereits das vierte Mal in Folge und möglicherweise nur das jüngste Glied in einer Kette von prognostischen Senkungen. Aber dazu später mehr.

Hinzu kam, dass der Wachstumsmotor in diesem Jahr erheblich ins Stottern geriet. Im letzten Quartal konnte der Umsatz beispielsweise lediglich noch um 3 % gesteigert werden, das EBIT trat mit 202 Millionen Euro nahezu auf der Stelle. Das schockte die Investoren zu dem Zeitpunkt so sehr, dass die Aktie nach der Verkündigung der Quartalszahlen sowie des trüben Ausblickes um stolze 10 % eingebrochen ist.

Kurz danach machte noch dazu der inzwischen scheidende ProSiebenSat.1-Chef Eberling mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Er soll, in welchem Kontext auch immer, die Zuschauer mit den Worten arm und fettleibig in Verbindung gebracht haben. Auch das rundete dieses gesamte Jahr zum Vergessen schlussendlich in bezeichnender Weise ab.

Die Aussichten? Womöglich keine Besserung in Sicht

Manche machen sich angesichts des schwachen Jahres 2017 nun Hoffnung auf 2018. Doch wenn du mich fragst, gibt es gute Gründe, um auch hier die Erwartungshaltung ein wenig zurückzuschrauben.

Die Chancen stehen nämlich nach wie vor nicht schlecht, dass Netflix (WKN: 552484) und Konsorten mit ihren Streaming-Angeboten auch 2018 auf dem Vormarsch sein dürften. Das könnte den vorwiegend klassischen TV-Anbietern, zu denen nun mal auch ProSiebenSat.1 Media gehört, weiterhin das Leben schwer machen.

Warten wir also ab, wie sich ProSiebenSat.1 im Jahr 2018 entwickeln wird. Ohne innovative Ideen gegen diese Streaming-Bedrohung könnte jedoch auch 2018 ein weiteres Jahr zum Vergessen werden.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix.

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