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Nordex´ schlimmes Jahr 2017: Die 3 Dinge, die Investoren wissen müssen

2017 war ein Jahr zum Vergessen für Aktionäre von Nordex (WKN:A0D655). Mit einem Minus von sage und schreibe 60 % seit Jahresbeginn (Stand 13.12.) trägt der Windturbinenbauer die Rote Laterne im TecDAX. Da muss einiges schiefgelaufen sein. Das alles besser zu verstehen, könnte uns dabei helfen, einzuschätzen, ob 2018 wohl bessere Zeiten kommen werden. Hier sind die 3 wichtigsten Aspekte.

Nr. 1: Prekäre Wettbewerbsposition

Die Fusion mit Acciona Windpower (AWP) hätte Nordex eigentlich in eine neue Dimension katapultieren sollen. Zusammen wollte man Kosten sparen, das Leistungsangebot ausbauen und als schlagkräftiges Duo erfolgreich in der ersten Liga wachsen. Zum damaligen Zeitpunkt sah das alles sehr aussichtsreich aus, zumal Acciona (WKN:865629) als Großaktionär und strategischer Partner an Bord blieb.

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Stattdessen stellte sich im Laufe des Jahres immer mehr heraus, dass die Top 3 – also Vestas (WKN:913769), Siemens Gamesa (WKN:A0B5Z8) und General Electric (WKN:851144) – dank fortgeschrittener Industrialisierung über Größenvorteile verfügen. Nordex muss sich somit immer stärker auf Nischenmärkte beschränken, wo sie ihr spezielles Know-how ausspielen kann.

Erschwerend kam dabei aber zunächst hinzu, dass das Produktportfolio gegenüber direkten Konkurrenten wie Enercon nicht mehr ganz mithalten konnte. Somit musste über erhöhte Forschungsaufwendungen versucht werden, verlorenes Terrain gutzumachen. Das alles braucht aber Zeit, bis es sich in harten Zahlen ausdrückt.

Nr. 2: Neue Marktbedingungen in Europa

Das zuvor Gesagte wäre allerdings halb so wild gewesen, wenn der Nachfrage-Boom angehalten hätte, sodass alle Wettbewerber voll ausgelastet geblieben wären. Leider machte der Markt, bzw. in vielen Fällen die Politik, dem einen Strich durch die Rechnung. Wichtige Regionen wie beispielsweise Spanien, der Heimatmarkt von AWP, oder auch Italien blieben 2017 weiterhin lethargisch.

Aber am einschneidendsten für Nordex war sicherlich die Umstellung vom klassischen Einspeisetarif auf ein neues Auktionssystem in Deutschland. Dort gewannen fast ausschließlich lokale Bürgerenergiegesellschaften, welche über bestimmte Privilegien verfügen. Nordex kam dabei zunächst auf keinen grünen Zweig. Ein harter Preiskampf und Verzögerungen beim Projektstart machen dem Anlagenbauer zusätzlich zu schaffen.

Erst ab 2020 wird mit einer sichtbaren Erholung gerechnet. Dann will man mit der neuen Delta4000-Plattform punkten, welche es mit den besten Konkurrenzmodellen aufnehmen können soll. Wenig hilfreich ist allerdings, dass es mit der Jamaika-Regierung nicht geklappt hat. Viele Aktionäre hatten gehofft, dass eine Beteiligung der Grünen der gesamten Branche neue Impulse verleihen könnte. Das wird wohl nichts mehr.

Nr. 3: Ausfall wichtiger internationaler Märkte

Nicht rund lief es auch außerhalb von Europa, wo vor allem die Marke AWP ihren Schwerpunkt hat. Selbst die Unterstützung durch den Projektentwickler ACCIONA Energía kann da höchstens für Schadensbegrenzung sorgen.

Nachdem Indien 2016 super gelaufen ist, konnte man wohl mit Recht darauf hoffen, dass die Spanier dort ein gutes Stück vom Kuchen abbekommen würden. Stattdessen kam es jedoch zu Verwerfungen aufgrund der Einführung eines neuen Auktionssystems, ähnlich wie in Deutschland.

Da half auch nicht die Vorstellung eines speziell für die lokalen Bedürfnisse angepassten neuen leistungsstarken Turbinentyps. Der spanischen Konkurrenz von Siemens Gamesa ging es freilich nicht besser. Auch dort wurde über den Totalausfall geklagt, weil die Umstellung den gesamten Markt über Monate paralysierte.

Zu Verwerfungen kam es auch auf einem weiteren wichtigen Markt: Noch zum 30.09. meldete Nordex für Nordamerika eine Steigerung der installierten Leistung um über 300 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Aber der angekündigte Ausstieg der USA aus dem globalen Klimaabkommen von Paris in Verbindung mit der aktuell diskutierten Streichung von Steuererleichterungen sowie weiteren Querschüssen aus dem Weißen Haus lassen dunkle Wolken aufziehen.

2018 wird es nicht besser …

Das war also eine ganze Reihe von Nackenschlägen, welche die schöne Fusionsparty vermasselt hat. Mehrere Umsatz- und Gewinnwarnungen waren die Folge und das hat den Aktionären überhaupt nicht geschmeckt.

Hinzu kommt, dass es 2018 keinesfalls besser werden soll. Das Management hat bereits angekündigt, dass der Gegenwind wohl anhalten wird. Dem heute stark geschrumpften Auftragsbuch wird dann ein zurückgehender Umsatz folgen. Zum geringeren Geschäftsvolumen kommt auch noch Margendruck, sodass für 2018 wohl höchstens ein Minigewinn herausspringen wird, zumal das angekündigte Sparprogramm zunächst hohe Einmalkosten verursacht.

Nach dem Horrorjahr 2017 steht Nordex-Aktionären also noch ein steiniger Weg bevor. Immerhin scheint man bei der Bearbeitung der Region Lateinamerika gut voranzukommen. Insgesamt soll es aber erst 2020 wieder so richtig abgehen, wenn die optimierte Kostenstruktur und das verbesserte Produktportfolio voll zum Tragen kommen. Sowohl auf den Heimatmärkten Deutschland und Spanien als auch in Übersee wird dann wieder starkes Marktwachstum prognostiziert.

Bis dahin kann allerdings noch so einiges passieren, sodass die meisten Börsenteilnehmer zunächst die eher kurzfristigen Sorgen im Blick haben, bis tatsächlich das Licht am Ende des Tunnels deutlich erkennbar wird. So ein Horrorjahr wie 2017, das macht vorsichtig – möglicherweise sogar übertrieben vorsichtig.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nordex.

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