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Aktien im Rückblick: DAX scheitert an 13.200er-Marke, Innogy schickt RWE auf Talfahrt

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In der zu Ende gehenden Börsenwoche warteten die Marktteilnehmer wieder einmal vergeblich auf den Start der Weihnachtsrally, die von vielen Anlegerpostillen seit November angekündigt wird. Der DAX, der in der Vorwoche immerhin knapp 2 % zugelegt hatte, ging mit einem Minus ins Wochenende.

Dass kurzfristig orientierte Anleger selbst mit soliden DAX-Werten binnen weniger Tage riesige Verluste machen können, zeigte sich am Beispiel RWE. Die Aktie des Energiekonzerns ging nach einer Gewinnwarnung der Ökostromtochter Innogy auf Talfahrt…

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Was geschah an der Frankfurter Börse?

Es sah ganz so aus, als könne der deutsche Aktienmarkt mit Gewinnen in die dritte Adventswoche starten. Der DAX (WKN:846900) bewegte sich am Montag kurz nach Handelsbeginn in Richtung der 13.200er-Marke, wurde aber bald durch einen anziehenden Euro-Kurs ausgebremst und durch Berichte über einen möglichen Terroranschlag in New York sogar in den Minusbereich getrieben. Bis zum XETRA-Schluss fiel das Börsenbarometer um 0,2 % auf 13.124 Punkte.

Die Aktie von Siemens (WKN:723610) profitierte von der Empfehlung durch eine US-Investmentbank und setzte sich mit einem Aufschlag von 1,2 % an die DAX-Spitze. Ans untere Ende der Tabelle schickten die Marktteilnehmer das Papier des Sportartikelherstellers Adidas (WKN:A1EWWW), das sich um 3,0 % verbilligte.

Am Dienstag schoben die freundlich eröffnenden US-Börsen den deutschen Leitindex um 0,5 % auf 13.184 Zähler an. Den größten Tagesgewinn im DAX verbuchten die Anteilscheine von RWE (WKN:703712), die sich um 2,5 % verteuerten. Die Papiere des Versorgers sollten im weiteren Verlauf der Woche noch öfter in den Nachrichten erwähnt werden …

Im Vorfeld des nach dem europäischen Börsenschluss erwarteten US-Leitzinsentscheides hielten sich die Marktteilnehmer am Mittwoch zurück. Der DAX gab 0,4 % auf 13.126 Punkte ab.

Nach einer Gewinnwarnung der im MDAX gelisteten RWE-Ökostromtochter Innogy (WKN:A2AADD) brach deren Aktienkurs um über 13 % ein. Dies riss die Anteilscheine der Konzernmutter mit in den Abgrund: RWE-Titel verloren mit 13 % ähnlich viel. Auch andere Versorgerpapiere litten unter diesem Absturz: Die Aktie von E.ON (WKN:ENAG99) gab 5 % ab.

Am Abend verkündete die US-Notenbank, was die Mehrheit der Marktteilnehmer bereits erwartet hatte: Die FED erhöhte die Leitzinsen um 0,25 % und kündigte für das kommende Jahr drei weitere Zinserhöhungen an.

Am Donnerstag verhielt sich auch die Europäische Zentralbank so, wie die Frankfurter Parkettakteure erwartet hatten: Die Hüter des Euro ließen die Zinsen unverändert und deuteten an, dass die lockere Geldpolitik wohl noch einige Zeit andauern werde. Der DAX quittierte dies mit einem Abschlag von 0,4 % und ging beim Stand von 13.068 Zählern in den Feierabend.

Wer auf eine Kurserholung bei RWE gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht: Die Aktie verlor weitere 4,4 % an Wert. Am Morgen hatten die Analysten einer französischen Großbank mit geschicktem Timing nach dem Riesenverlust vom Vortag ihre Kaufempfehlung gestrichen. Innogy-Anteile notierten 5,7 % schwächer.

Auch am Freitag dominierte bis zum Nachmittag die Farbe „Rot“ die deutschen Kurstafeln. Bis 16:15 Uhr reduzierte sich der Verlust beim DAX allerdings auf 0,1 %.

Was steht Anfang der kommenden Woche auf dem Kalender?

Am Montag (18.12.) werden weder Unternehmensergebnisse noch volkswirtschaftliche Kennzahlen bekanntgegeben. Die Bundesbank veröffentlicht ihren Monatsbericht.

Am Dienstag (19.12.) liefert der ifo-Geschäftsklimaindex für Dezember Hinweise auf die Stimmung in deutschen Vorstandsetagen. Die US-Statistiker legen Zahlenmaterial zu Baubeginnen und Baugenehmigungen im November vor.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool einen schönen dritten Advent.

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Winfried Rauter besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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