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Deshalb ist die Kaufempfehlung der Deutschen Bank kein guter Grund, Gazprom zu kaufen

Foto: Gazprom

Die Aktie des russischen Energiekonzerns Gazprom (WKN:903276) wird von vielen Investoren beobachtet. Darunter sind auch einige professionelle Analysten.

Von denen wurden zuletzt höhere Kursziele als der aktuelle Aktienkurs berichtet. Das ist aber noch kein guter Grund, bei Gazprom einzusteigen.

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Deutsche Bank und HSBC prophezeien Kursgewinne

In den letzten Wochen gab es Medienberichte darüber zu lesen, dass die Analysten von Deutsche Bank und HSBC die Gazprom-Aktie für unterbewertet halten. Die Deutsche Bank hat die guten Zahlen des dritten Quartals zum Anlass genommen, ihr Hold-Rating auf ein Buy-Rating hochzustufen, sie empfiehlt die Gazprom-Aktie also als Kauf. Allerdings nennen die Berichte kein konkretes Kursziel.

Bei den Erwähnungen einer neuen Analyse von HSBC ist es genau andersrum. Sie belässt das Rating auf Hold, rät also nicht zu Neukäufen oder Zukäufen, erhöht aber, wie bekannt wurde, das Kursziel von 4,60 auf 5,00 US-Dollar je Aktie. Am 14. Dezember entsprechen 5 US-Dollar ungefähr 4,23 Euro und die Gazprom-Aktie war zum XETRA-Schlusskurs des Vortags 3,88 Euro wert. Also ergibt sich aus der HSBC-Analyse trotz Hold-Rating rechnerisch ein prognostizierter Kursanstieg in Höhe von 9 %.

Das Problem der Analysten

Es wird schnell ersichtlich, dass solche Meldungen nur einen eingeschränkten Wert für Anleger haben. Man weiß beispielsweise gar nicht, ob die Deutsche Bank nun einfach gar kein Kursziel ausgegeben hat, oder es einfach nur nicht in den Medien erwähnt wurde. Außerdem ist die HSBC-Entscheidung widersprüchlich, denn man soll die Aktie meiden, obwohl sie anscheinend Kurspotential bietet. Darüber hinaus fehlt der ganze, meistens sehr relevante Kontext, der in der publizierten Analyse selbst das errechnete Kurspotential begleitet.

Analysten sind aber nicht wirklich dazu da, um hervorragende Anlageempfehlungen zu geben, sondern eher um die kurzfristigen Positionierungen an den hektischen Finanzmärkten zu begleiten. Die meisten Fondsmanager interessiert es nicht, wie es Gazprom in zehn Jahren geht, und dementsprechend bekommen sie von Analysten kurzfristige Kursziele, die, wie viele Studien zeigen, in der Regel ziemlich daneben liegen.

Wieso Gazprom eine andere Herangehensweise benötigt

Bevor man jetzt aber einfach nur auf Analysten rumhackt, sollte man etwas Konstruktiveres anmerken. Zum einen sollten Anleger selbst entscheiden, was sie von einer Aktie halten und wie sie die Zukunft des Unternehmens einschätzen. Aktienanalysen und die dazugehörigen Kursziele können höchstens eine Entscheidungshilfe darstellen.

Darüber hinaus ist bei Gazprom aber noch ein anderer Aspekt wichtig. Die Aktie ist extrem riskant, weil das Unternehmen einerseits von den schwankungsanfälligen Rohstoffmärkten abhängig ist und darüber hinaus auch noch immer wieder zum Spielball der russischen Außenpolitik wird. Dementsprechend günstig ist die Aktie, was heißt, dass unter idealen Bedingungen eine Vervielfachung des Aktienkurses möglich ist, dieses Potential aber mit hohen Risiken behaftet ist.

Die Gazprom-Aktie sollte also nicht wie in der HSBC-Analyse mit der Erwartung auf kleine Kursgewinne im Portfolio behalten werden, sondern sie sollte ein strategischer Teil eines ausgewogenen Portfolios sein. So können mehrere riskante Aktien mit hohen Kurspotentialen dabei helfen, dass ein paar Mal Volltreffer gelandet werden, die die Nieten im Portfolio wieder mehr als wettmachen.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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