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Bitcoin-Futures haben ein grundlegendes Problem nicht gelöst

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Stunden nachdem die Bitcoin-Futures von Cboe Global Markets mit dem Handel begonnen haben, ist bereits klar, dass Futures kein grundlegendes Problem lösen: Ob Bitcoin-Futures oder geschlossene Fonds wie der Bitcoin Investment Trust (WKN:A14S73) — es sind bequeme Wege, mit Bitcoins zu handeln, aber das hat auch einen hohen Preis.

Bitcoin wurde an der Gemini Exchange ab 11:20 Uhr EST für 16.600 US-Dollar pro Coin gehandelt. Gleichzeitig wurden Cboe Bitcoin-Futures, die im Januar auslaufen, für 18.200 US-Dollar gehandelt, etwa 10 % mehr als der Spotmarkt.

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Theoretisch sollten Bitcoin-Futures-Kontrakte nicht viel mehr als Bitcoin an den Spotmärkten kosten. Ein Arbitrageur konnte einen Bitcoin an der Gemini-Börse für 16.600 US-Dollar kaufen und gleichzeitig einen Bitcoin-Futures-Kontrakt für 18.200 US-Dollar verkaufen, wobei er aufgrund des Kursunterschiedes einen bestimmten Gewinn einbucht.

Bekannt als „Cash & Carry Arbitrage“, sind solche Geschäfte ein großes Geschäft für High-Speed-Händler und Arbitrage-Spezialisten, die Geld verdienen, indem sie helfen, die Kurse auf den Terminmärkten mit den Kursen auf den Spotmärkten in Einklang zu halten. Aber der Markt für Bitcoin-Futures ist zu klein und immer noch zu spekulativ, um Arbitrageure anzuziehen, um die Kurse rational zu halten.

Ein dünner Markt

Der Bitcoin-Futures-Markt ist noch nicht groß genug, um institutionelle Arbitrageure anzuziehen, und nur wenige sind im Moment bereit dazu.

Hier eine Anekdote institutioneller Unannehmlichkeiten mit dem Halten von Bitcoin: Coinbase glaubt, dass institutionelle die Investoren eine jährliche Gebühr in Höhe von 1,2 % ihrer Bitcoin-Bestände zahlen werden, um ihre Bitcoins in sicherer Verwahrung zu nehmen. Das ist 15mal mehr als die Kosten für ähnliche Dienstleistungen, um physisches Gold vor Dieben zu schützen.

Das Ausmaß des Arbitragegeschäfts ist ein weiteres Problem. Cboe hat strenge Positionslimits, die es einer Person nur erlauben, 5.000 Kontrakte oder weniger Netto-Long oder Short-Positionen zu halten. Diese Grenze liegt bei 1.000 Kontrakten für Futures, die fünf Geschäftstage vor Ablauf der Laufzeit stehen. Selbst wenn die potenziellen Renditen prozentual hoch sind, handelt es sich um einen Rundungsfehler in den Nominalwerten von US-Dollar und Cent.

Einzelanleger, die den Arbitragehandel als gewinnbringenden Einsatz von Zeit und Mühe betrachten könnten, haben nur eingeschränkten Zugang zu Bitcoin-Futures. Im Augenblick ist Interactive Brokers der einzige Discount-Broker, der Cboe Bitcoin-Futures anbietet, aber IB erlaubt Spekulanten nicht, Bitcoin-Futures zu shorten, was ein notwendiger Schritt im Arbitragehandel ist.

Interactive Brokers befürchtet, dass, wenn Bitcoin massiv ansteigt, Shortseller Verluste erleiden können, die sie sich nicht leisten können, so dass die Makler dann am Ende die Zeche zahlen müssen. Obwohl die Kunden von Bitcoin Futures nur zur Absicherung shorten wollen, will das Unternehmen nicht die Überprüfung des Eigentums an Bitcoins vornehmen oder eine große Inkassoabteilung betreiben, um Kontoinhaber mit Schulden zu verfolgen. Ich kann es ihnen nicht verübeln.

Unterm Strich steht, dass Bitcoin-Futures wahrscheinlich mit einer Prämie gehandelt werden, bis andere Bitcoin-Produkte, wie z.B. ein echter Bitcoin-ETF, an geregelten Börsen erscheinen. Bemerkenswert ist, dass der Bitcoin Investment Trust, der als geschlossener Fonds für Bitcoin fungiert, mit rund 18 % mehr als der Basiswert seiner Bitcoin-Bestände gehandelt wird. Das ist eine Prämie, die nicht so absurd erscheint, wenn man bedenkt, dass Bitcoin-Futures mit 10 % mehr als der Spotwert von Bitcoin gehandelt werden.

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Der Motley Fool empfiehlt Cboe Global Markets und Interactive Brokers.

Dieser Artikel wurde von Jordan Wathen auf Englisch verfasst und am 11.12.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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