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Die Renditen von Fondspolicen sind nicht schlecht, sie sind lächerlich

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Wenn die klassische Lebensversicherung nichts mehr abwirft, muss eben eine Alternative her. Das denken sich viele Anleger derzeit und lassen sich auf fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherungen ein.

Die langfristigen Folgen für das eigene Vermögen sind verheerend, denn am Ende bleibt der Großteil des Gewinns bei den Versicherern selbst. Doch man kann mit einfachen Mitteln Abhilfe schaffen.

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Anbieter verschlingen weit mehr als die Hälfte der Rendite

Klar will kaum jemand mehr ein klassische Lebensversicherung abschließen, schließlich sind die mikroskopisch kleinen Zinsen auch schon in der Versicherungsbranche angekommen. Die Zeiten, in denen man für geduldige Kapitalbindung mit satten Zinsen belohnt wurde, sind längst vorbei.

Wer jetzt bei einem Versicherungsmakler vorbeischaut und sich nach Alternativen erkundigt, bekommt deswegen immer öfter eine Kombination aus klassischer Lebens- oder Rentenversicherung und einem Fondssparplan angeboten. In dieser Form wird durch die Lebensversicherung immer noch der Todesfall abgesichert und die Einzahlungen selbst in Fonds investiert, die wiederum in der Regel in Aktien investieren.

So kann man sich an den langfristig vielversprechenden Renditen von Aktien beteiligen, bloß geben einem die meisten solcher Policen keine Renditegarantien, wie es früher mit Zinsen der Fall war. Höchstens wird noch versprochen, dass man nicht weniger als die eingezahlte Summe wieder zurückbekommt, aber oftmals wird man sogar komplett dem Marktrisiko ausgesetzt.

Die Frechheit an der ganzen Sache ist aber, dass die Versicherungen hier Schicht auf Schicht an Kosten aufeinanderlegen. Um hier genau durchzublicken, muss man ein absoluter Finanzkenner sein. Das Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften Ulm kam in seinen Berechnungen zu dem Ergebnis, dass nicht selten über die Hälfte der Fondsrendite durch die hohen Kosten des Versicherers versandet und es nicht bis zum Kunden schafft. Was die ganze Sache noch deutlich schlimmer macht, ist, dass die hohen Verwaltungskosten und schlechte Performance der meisten Fonds ohnehin schon nicht die durchschnittliche Rendite der Aktienmärkte erreichen.

Die Versicherungskenner vom Map-Report gehen davon aus, dass man aufgrund der hohen Kosten auch bei langen Investitionszeiträumen von einer Fondspolice nicht mehr als 2 oder 3 % Rendite erwarten sollte. Alles andere ist aufgrund der immensen zumeist versteckten Kosten einfach unrealistisch.

Die verblüffend einfache Alternative

Fondspolicen sind also, um es mal beim Namen zu nennen, eine ganz schöne Abzocke. Dabei gäbe es eine radikal einfach Alternative.

Anstatt einer fondsgebundenen Lebens- oder Rentenversicherung, kann man einfach einen Fondssparplan mit kostengünstigen ETFs abschließen. Hier bieten viele Direktbanken und auch immer mehr innovative, neue Finanzdienstleister Sparpläne an, die dafür sorgen, dass fast die gesamte Rendite des Aktienmarkts auch beim Kunden ankommen. Mehr als ein halbes Prozent der Anlagesumme an Gesamtkosten muss eigentlich niemand mehr zahlen, selbst wenn man monatlich nur überschaubare Summen sparen möchte.

Ein Gedankenexperiment zeigt, wie einfach und attraktiv das Sparen mit ETFs ist. Laut einer Analyse von €uro am Sonntag dürfte der DAX zu aktuellen Kursen nächstes Jahr eine Dividendenrendite von circa 3 % haben. Wer also einfach mit einem ausschüttenden DAX-ETF, deren jährliche Verwaltungskosten laut justETF je nach Anbieter bei höchstens 0,15 % liegen, auf den breiten deutschen Aktienmarkt setzt, bekommt allein Dividenden, die höher sind als die zu erwartende Rendite von fast allen Fondspolicen.

Das heißt, selbst wenn deutsche Unternehmen nie wieder ihre Dividenden erhöhen und der Wert der deutschen Aktien anders als in der Vergangenheit ewig auf dem gleichen Niveau verharrt, wäre man aus Renditesicht immer noch besser dran als mit einer fondsgebundenen Lebens- oder Rentenversicherung. Spätestens dieses Gedankenexperiment sollte klarmachen, dass die Rendite von Fondspolicen lächerlich ist.

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