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Kommt NVIDIAs Auto-Sparte unter die Räder?

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Es gab einen großen Hype darüber, wie NVIDIA (WKN:918422) einer der Pioniere im Bereich der selbstfahrenden Autos war, indem es Spitzentechnologie entwickelte und mit Automobilherstellern zusammenarbeitete, um in diesem aufkommenden Markt Fuß zu fassen. So treibt der Supercomputer des Grafikchip-Spezialisten bereits alle Fahrzeuge von Tesla an und könnte dank seines riesigen Ökosystems mit 225 Partnern in mehr Autos Einzug halten.

Aber NVIDIAs Beziehungen im Automobilbereich haben zu keinen größeren finanziellen Gewinnen geführt. Im letzten Quartal erzielte das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 144 Millionen US-Dollar aus dem Automobilgeschäft, was einer Steigerung von nur 13 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das sind nur 5,4  % des Gesamtumsatzes, verglichen mit dem Umsatzbeitrag von 6,3  % im Vorjahresquartal.

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Ein genauerer Blick auf die Umsatzentwicklung im Automobilgeschäft von NVIDIA zeigt deutlich, dass NVIDIA in den letzten Quartalen an Dynamik verloren hat.

BILDQUELLE: NVIDIA

Was ist also der Grund für die Verlangsamung des Umsatzwachstums von NVIDIA im Automobilsektor und wird das Unternehmen in der Lage sein, dieser Sparte wieder Leben einzuhauchen?

NVIDIA hat Nachholbedarf

NVIDIAs Führungsposition in der Automobilbranche wurde durch Intels (WKN:855681) aggressive Maßnahmen in diesem Bereich deutlich geschmälert. Chipzilla hat seine Präsenz im Automobilbereich mit einer Reihe von Übernahmen und strategischen Partnerschaften rasch ausgebaut und ist damit einer der größten Namen im Bereich der selbstfahrenden Technologie.

Tatsächlich liefert Intel Sensoren und andere Komponenten, um Echtzeit-Entscheidungen in den völlig autonomen Autos von Waymo, Alphabets selbstfahrender Auto-Tochtergesellschaft, zu ermöglichen. Dies ist eine große Bestätigung für den Chiphersteller, denn Waymo ist bei Weitem führend in diesem Bereich, denn die Autos des Unternehmens haben im vergangenen Jahr Hunderttausende von Meilen zurückgelegt und weisen dabei die niedrigste Ausrfallrate auf, was bedeutet, dass die Fahrer seltener eingreifen mussten.

Noch wichtiger ist, dass Intel seinen Weg in den lukrativen Mitfahrmarkt mit Hilfe von Waymo finden kann, das angeblich plant, diesen Raum mit Fiat Chrysler zu betreten. Um mit Intel Schritt zu halten, hat NVIDIA kürzlich die dritte Generation der autonomen Fahrzeugplattform DRIVE PX vorgestellt, die als Pegasus bekannt ist. NVIDIA behauptet, dass dieser neue Chip zehnmal leistungsfähiger ist als sein Vorgänger und dass er eine vollständige Automatisierung in Fahrzeugen ermöglichen könnte, die ein Eingreifen des Menschen völlig überflüssig macht.

NVIDIA geht Kopf an Kopf mit Intel, indem es mit diesem Chip auf den Mitfahrmarkt zielt, was darauf hindeutet, dass seine Partner in diesem Bereich – NuTonomy und Optimus Ride – in der Lage sein werden, ihre Makrteinführungszeit zu verkürzen. Diese beiden Unternehmen arbeiten bereits an der Entwicklung völlig autonomer Taxis, und die gute Nachricht für NVIDIA ist, dass 25 ihrer Partner diesen Chip bereits testen.

Waymo könnte jedoch der erste Anbieter auf dem Markt mit einem autonomen Mitfahrservice sein, der in einigen Bereichen bereits im nächsten Jahr kommerziell eingeführt werden könnte. Dies bedeutet, dass Intel NVIDIA überholen kann, da seine Lösung in größerem Umfang verkauft werden könnte, wenn Waymo beschließt, schnell mehr seiner autonomen Mitfahr-Taxis auf die Straße zu bringen.

Waymo entschied sich für Intel anstelle von NVIDIA, als im Januar 2015 die erste Generation der NVIDIA DRIVE PX Automotive-Plattform auf den Markt kam. Im Vergleich dazu begann Intels autonome Plattform erst in diesem Jahr nach der Übernahme von Mobileye an Fahrt zu gewinnen. Das israelische Technologieunternehmen hat mit 27 Autoherstellern zusammengearbeitet, um selbstfahrende Lösungen zu entwickeln, und dazu gehören 10 Programme, die in diesem Jahr in die Produktionsphase gehen sollen.

Kann NVIDIA seinem Automobilgeschäft neues Leben einhauchen?

Intels Aufstieg im Bereich autonomen Autos und NVIDIAs Verlangsamung sind definitiv ein Grund zur Besorgnis für letztere, aber die Investoren sollten die Hoffnung nicht verlieren. Chipzilla könnte im Moment am Drücker sein, aber NVIDIA hat eine ganze Reihe von Partnerschaften, die langfristig Ergebnisse liefern könnten.

Der autonome Fahrzeugmarkt wird zu groß werden, um von nur einem Akteur beherrscht zu werden. Intel sieht aus wie derjenige, der jetzt das Sagen hat, aber wenn NVIDIAs Partner damit beginnen, Autos mit seinen Chips einzusetzen, sollte es einen Anstieg der Einnahmen  geben. Zum Beispiel könnte der DRIVE PX-Chip NVIDIAs Eintrittskarte in diesen Markt sein, da die Partner wie Volkswagen AG und Toyota Motor ihre Lösungen in Millionen von Autos stecken könnten.

Jensen Huang, CEO von NVIDIA, sagte kürzlich, dass es etwa vier Jahre dauern wird, bis vollständig autonome Autos auf die Straße kommen. Der Chiphersteller arbeitet mit dem Luxusautomobilhersteller Audi zusammen, um bis 2020 ein Auto mit künstlicher Intelligenz auf den Markt zu bringen.

Daher ist es noch zu früh, um die Zukunft von NVIDIA im Automobilgeschäft abzuschliessen, da das Rennen gerade erst begonnen hat. Der Chiphersteller könnte noch einmal Gas geben, wenn sein riesiges Partner-Ökosystem im Automobilbereich beginnt, seine Lösungen kommerziell einzusetzen, was allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen könnte, da sich die autonome Automobiltechnologie noch in der Entstehungsphase befindet.

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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Nvidia und Tesla. The Motley Fool empfiehlt Intel.

Dieser Artikel von Harsh Chauhan erschien am 07.12.17 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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