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3 US-Aktien, die von Milliardären geschätzt werden

Foto: The Motley Fool

Es ist natürlich sinnvoll, dass man als Anleger die Aktienanlagen der Milliardäre beobachtet. Denn viele Superreiche schafften Vermögen, indem sie die richtigen Aktien auswählten. Das ist also eine gute Möglichkeit, sich inspirieren zu lassen.

Drei, deren Entscheidungen immer besonders genau beäugt werden, sind Berkshire Hathaways CEO Warren Buffett, Pershing Square Hedge Fund Manager Bill Ackman und Bridgewater Associates Hedge Fund Manager Ray Dalio. Ich sage nicht, dass man denen alles nachmachen sollte, nur weil diese Herren Milliardäre sind, will ich hier doch drei Aktien vorstellen, die diese Milliardäre besitzen. Außerdem führe ich ein paar Gründe an, warum diese Aktien so attraktiv sind.

Unternehmen jüngster Aktienpreis geschätzt von…
Bank of America (WKN:858388)
28,80 Dollar Warren Buffett
Restaurant Brands International (WKN:A12GMA) 61,24 Dollar Bill Ackman
Kroger (WKN:851544) 26,49 Dollar Ray Dalio

Quelle: 3Q17 SEC Filings. Aktienpreise Stand 6.12.17.

Buffetts jüngste Wette auf Banken

Im dritten Quartal erwarb das von Buffett geführte Berkshire Hathaway eine große Beteiligung an der Bank of America. Der Kauf war bedeutend genug, um Berkshire zum größten Aktionär der Bank of America zu machen.

Ganz klar, es handelt sich nicht gerade um eine Neuinvestition. Nach der Finanzkrise tätigte Buffett eine kluge Investition, indem Berkshire 5 Milliarden Dollar in Vorzugsaktien der Bank of America kaufte und auch Optionsscheine zum Kauf von 700 Millionen Aktien zu je 7,14 Dollar (also insgesamt genau 5 Milliarden Dollar) erhielt. Dies ermöglichte es ihm, die Vorzugsaktien in Stammaktien umzuwandeln, was er auch tat, nachdem die Bank of America Anfang des Jahres ihre Dividende erhöht hatte.

Buffett hat Berkshires Investment in die Bank of America als „von uns sehr geschätzt“ bezeichnet, und man versteht leicht, warum. Die Bank of America war eine der besten Turnarounds in der Zeit nach der Krise. Die Bank ist dank einiger strategischer Filialschließungen und der Konzentration auf Mobile- und Online-Banking-Technologien deutlich effizienter geworden, außerdem ist das Portfolio an Krediten stark gewachsen.

Letztlich könnte die Bank of America in den nächsten Jahren ein großer Nutznießer einiger wichtiger Faktoren sein. Bei einem effektiven Steuersatz von über 30 % könnte die Unternehmenssteuerreform die Gewinne um Milliarden steigern. Durch die Deregulierung des Bankensektors dürfte es einfacher und kostengünstiger werden, Geschäfte zu tätigen. Und steigende Zinsen dürften die Gewinnmargen deutlich erhöhen und zu zusätzlichen Zinserträgen in Milliardenhöhe führen.

Unterschätzte Restaurant-Aktien

Der Hedge-Fonds-Manager Bill Ackman ist bekannt für seine Investitionen in Unternehmen wie Automatic Data Processing und Chipotle Mexican Grill. Jedoch erhält eine Top-Holding in Ackmans Portfolio nicht ganz so viel Aufmerksamkeit – Restaurant Brands International, das Fast-Food-Restaurants unter den Markennamen Burger King, Popeyes und Tim Hortons betreibt. Nach den jüngsten SEC-Filings hält Ackmans Pershing Square einen Anteil von 11 % an dem Unternehmen.

Restaurant Brands International ist aus der Fusion von Burger King und Tim Hortons hervorgegangen, und die Aktie ist in den letzten Jahren in die Höhe geschnellt. Allein im Jahr 2017 sind die Erträge des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr um 21 % gestiegen. Analysten gehen davon aus, dass das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren dank der Kostensenkungsmaßnahmen und der zusätzlichen Wachstumschancen und Synergien, die sich aus der kürzlich erfolgten Akquisition von Popeyes ergeben, ein Gewinnwachstum von 19 % auf Jahresbasis erzielen wird.

Übrigens ist auch Berkshire Hathaway ein Hauptaktionär des Unternehmens. Berkshire und 3G Capital kontrollieren eigentlich Restaurant Brands International, da sie zusammen die Mehrheit am Unternehmen kontrollieren.

Überraschende Wette in der Lebensmittelbranche

Nachdem Amazon.com im Juni verkündet hat, Whole Foods kaufen zu wollen, schien es, als könnten Investoren die Aktien anderer Lebensmittelhändler gar nicht schnell genug loswerden. Tatsächlich stürzte die Aktie von Kroger direkt danach um mehr als 20 % ab, ein bemerkenswerter Rückgang in nur so kurzer Zeit.

Kroger. Daten von YCharts

So mag es überraschen, dass Bridgewater Associates, der Hedge-Fonds unter der Führung des Milliardärs Ray Dalio, im dritten Quartal seinen Anteil an Kroger fast vervierfacht hat, während die Aktie mit einem riesigen Abschlag gehandelt wurde. Tatsächlich ist der Lebensmittelhändler nun Bridgewaters größte Non-ETF-Position in seinem Aktienportfolio.

Die jüngsten Ergebnisse von Kroger zeigen, dass die Befürchtungen im Zusammenhang mit Amazon.com möglicherweise übertrieben waren. Der Umsatz des Unternehmens stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 4,4 %, die Marge verbesserte sich um 30 Basispunkte. Man bedenke auch, dass seit der Übernahme von Amazon schon einige Zeit vergangen ist und Amazon die Preise drastisch gesenkt hat. Mit etwa sechsmal so vielen Geschäften wie Whole Foods und wenig direktem Wettbewerb zwischen den beiden, ist es wahrscheinlich, dass der Zusammenschluss nicht so sehr eine unmittelbare Bedrohung darstellt, wie es einst den Anschein hatte.

Obwohl nur wenig Zeit vergangen ist, dürfte Bridgewater mit der Entscheidung, weitere Kroger-Aktien zu kaufen, zufrieden sein. Seit dem Ende des Q3 ist Krogers Aktie um mehr als 31 % gestiegen, nachdem man zuversichtlich ist, dass man neben Amazon existieren kann.

Was bedeutet das?

Obgleich es interessant sein kann, den Investitionen anderer zu folgen, ist es nicht unbedingt die beste Idee, Milliardären blind nachzukaufen. Zum einen weiß man im Allgemeinen nicht unbedingt, aus welchem Grund die Aktie gekauft wurde. Und wie bei der Kroger-Beteiligung von Bridgewater ist es oft so, dass die Käufe zu einem Aktienkurs getätigt wurden, der nicht mehr verfügbar ist.

Am Ende muss man schon selber viel krun, um herauszufinden, welche Aktie sich zum Kauf lohnt. Vor allem, ob jetzt die richtige Zeit dazu ist oder eben nicht.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon.com, Berkshire Hathaway und Chipotle Mexican Grill.

Dieser Artikel von Matthew Frankel erschien am 7.12.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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