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Intel stellt sich kritischen Fragen zum Geschäft mit Modems

Foto: Getty Images

Im Jahr 2016 hat Apple (WKN:865985) erstmals zellulare Modems vom Chip-Hersteller Intel (WKN:855681) genutzt – Chips, die die Datenübertragung zwischen Geräten und zellularen Netzwerken handhaben –, um einen Teil der iPhone 7-Serie auszustatten, die im Herbst letzten Jahres auf den Markt kamen.

Das war der erste große Durchbruch für Intels lange nicht funktionales Geschäft mit mobilen Chips.

Apple nutzte Intel-Modems zum Teil für das iPhone 8 und iPhone X, die im Herbst dieses Jahres kamen. Das führte zu einem weiteren Umsatzwachstum für Intels Modemgeschäft.

Für das nächste Jahr, sagt KGI Securities Analyst Ming-Chi Kuo, wird erwartet, dass Apple weiter auf Intel setzt – Intel könnte zwischen 70 % und 80 % dieser Modelle ausstatten.

Manche behaupten, dass Intels Erfolg bei Apple hauptsächlich auf den Rechtsstreit zwischen Apple und Qualcomm (WKN:883121) zurückzuführen ist, die seit einem halben Jahrzehnt Apples exklusiver Lieferant für das iPhone waren. Was passiert also, wenn diese Streitigkeiten beigelegt werden? Was, wenn die Apple-Freunde von Broadcom (WKN:A2ADV9) einfach Qualcomm kaufen, wie gemunkelt wird?

Hier dazu die Aussagen von Intels CFO Robert Swan auf einer neulich stattgefundenen Konferenz.

Intel hat gute Arbeit geleistet

Swan sagte, dass Intel zunehmend wettbewerbsfähige Modems liefern kann, und das wird entscheidend sein, ob das Unternehmen sein Mobilfunkmodem-Geschäft und damit seine Position bei Apple ausbauen kann.

„Wer Jahr für Jahr tolle Produkte anbieten kann, das wird am Ende darüber entscheiden, wer die Anteile bekommt,“ sagte Schwan.

Es ist jedoch kein Geheimnis, dass Intels Mobilfunkmodems dem Konkurrenten Qualcomm seit mehreren Generationen hinterherhinken. Die Tests von Cellular Insights im vergangenen Jahr zeigten, dass die Qualcomm-basierten iPhone 7-Smartphones eine bessere Leistung im Alltag bieten als die Intel-basierten Smartphones, und ein ähnlicher Test, der in diesem Jahr durchgeführt wurde, hat erneut gezeigt, dass die Qualcomm-basierten iPhone 8- und iPhone X-Geräte eine bessere Leistung zeigen als die Intel-basierten.

Ich glaube daher, dass Apple allein aus Gründen der Verbreitung der Zulieferer für die iPhone 7-Serie und iPhone 8- und X-Serie Intel-Chips gewählt hat, und nicht weil das am Ende für das Produkt so große Vorzüge hätte.

Intels kommender Chip XMM 7560 könnte jedoch wesentlich wettbewerbsfähiger sein als die Teile der vorherigen Generation. Intel wird den Vorteil haben, zwei Mobilfunkmodems in sehr hohen Stückzahlen produziert zu haben, was sicherlich in die Entwicklung des XMM 7560 hat einfließen können. Und wie Swan betonte, wird der XMM 7560 mit einer viel wettbewerbsfähigeren Chip-Technologie hergestellt werden – Intels sogenannter 14nm-Technologie. Auch das könnte helfen.

Intel scheint auch sehr darauf bedacht zu sein, die Modems schnell auf die neuesten Fertigungstechnologien umzustellen – das kommende XMM 7660 Modem soll angeblich mit Intels zukünftiger 10nm-Technologie gebaut werden, was weitere Energieeffizienz- und Leistungssteigerungen ermöglichen sollte.

Vielleicht werden die Modems von Intel ab dem XMM 7560 eine ähnliche Leistung wie jene von Qualcomm erreichen, aber das bleibt natürlich abzuwarten.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und besitzt Aktien von Qualcomm.

The Motley Fool empfiehlt Broadcom und Intel. Dieser Artikel von Ashraf Eassa erschien am 6.12.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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