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Die furchterregendste Bitcoin-Geschichte, die ich diese Woche gelesen habe

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Was ist an Bitcoin so beängstigend? Wo fange ich an?

Es ist eine Tatsache, dass kaum jemand Anfang des Jahres darüber gesprochen hat, und jetzt scheint es alles zu sein, worüber man reden möchte.

Dann sind da noch die wilden Kursschwankungen und die Volatilität. Vor Kurzem stieg der Kurs von Bitcoin innerhalb von 24 Stunden um sage und schreibe 1.000 US-Dollar!

Aber wirklich furchteinflößend war ein aktueller Artikel im Fortune-Magazin über die berühmten (oder berüchtigten?) Winklevoss-Zwillinge — die kennt man unter anderem von Facebook — und ihre Bitcoin-Positionen.

Die Überschrift des Artikels lautete „Winklevoss Twins Used Facebook Payout to Become Bitcoin Billionaires“ (Winklevoss-Zwillige investieren Facebook-Geld und werden Bitcoin-Milliardäre). Der Artikel selbst beschreibt die frühe Investition, die die Zwillinge in Bitcoin getätigt haben, und wie sich diese Investition auf mehr als 1 Milliarde US-Dollar angewachsen ist. Um genauer zu sein, es wird geschätzt, dass die Zwillinge 91.666 Bitcoins gekauft haben, als die digitale Währung nur 120 US-Dollar wert war. Zum Zeitpunkt des Fortune-Artikels lag der Bitcoin-Kurs bei 11.247 US-Dollar und damit der Gesamtwert ihrer Bitcoin-Position bei 1,03 Milliarden US-Dollar.

Nur ein paar Tage später ist der Bitcoin-Preis ist auf 15.218 US-Dollar gestiegen, was den Wert ihrer Position auf 1,39 Milliarden US-Dollar erhöht hat.

Verstehe mich nicht falsch: Mit dem Fortune-Artikel war alles in Ordnung. Er war eigentlich ziemlich kurz. Und er war sehr einfach und sachlich.

Das Problem – der Grund, warum ich diesen Artikel als „gruselig“ betrachte – ist, dass viele Leser die Botschaft als: Man kann unglaublich reich werden, wenn man Bitcoin kauft!

Wenn ich mir den Hype und die Volatilität ansehe, die wir gerade jetzt mit bei Bitcoin sehen, dann mache ich mir Sorgen, dass die Käufer von heute unglaublich arm werden, wenn sie jetzt kaufen.

An dieser Stelle ist noch unklar, was Bitcoin sein wird. Die meisten Leute sprechen von einer Währung. Aber im Moment ist es eine schreckliche Währung. Jede Währung mit täglichen Preisschwankungen im zweistelligen Prozentbereich ist eine Katastrophe. Das bedeutet nicht, dass es später nicht als Währung nützlich sein könnte. Aber im Moment nicht so sehr.

Einige Leute sprechen über Bitcoin als Wertspeicher — ähnlich wie viele Leute über Gold denken. Aber ein idealer „Wertaufbewahrungsort“ ist einer, der eine Werthistorie und ein gewisses Maß an Preisstabilität hat. Im Moment hat Bitcoin weder das eine noch das andere.

Ich schreibe schon seit Jahren über Bitcoin und ich habe oft auf die Möglichkeit hingewiesen, Werte sicher von einer Partei auf eine andere zu übertragen — unter Nutzung der zugrundeliegenden Blockchain-Technologie –, aber dafür ist Bitcoin im Moment eigentlich nicht sehr nützlich.

Warum ist das so? Nun, stell dir vor, dass ich 100 EUR an jemanden überweisen will. Ich schicke entweder Bitcoins, die ich bereits habe, oder wandle 100 EUR in Bitcoin um. Stelle dir weiter vor, dass der Empfänger diese 100 EUR in Euro-Form wünscht, das Geld aber nicht sofort von Bitcoin in Euro umgetauscht wird. Gerade jetzt, wenn man nur 24 Stunden wartet, kann das bedeuten, dass der Wert um 10 % sinkt! Zugegeben, der Wert mag auch um 10 % steigen, aber die wilde Volatilität macht es in jedem Fall zu einem nicht gerade idealen Vehikel für die Wertübertragung.

Was ist Bitcoin im Moment? Es ist eine Spekulation. Die Leute spekulieren, dass es in Zukunft eine nützliche Währung sein wird. Die Leute spekulieren, dass es letztendlich ein nützlicher Wertspeicher sein wird. Und die Leute spekulieren, dass es sich um eine weit verbreitete Form der Wertübertragung handeln könnte. Jeder dieser Faktoren würde die Nachfrage nach existierenden Bitcoins erhöhen, und wie wir alle aus unseren Wirtschafts-Grundkursen wissen, treibt eine höhere Nachfrage nach einem (relativ) festen Angebot den Preis in die Höhe.

Natürlich denke ich, dass es auch viele Leute gibt, die einfach nur spekulieren, dass der Kurs von Bitcoin steigen wird… aus welchem Grund auch immer.

Und deshalb ist die Geschichte „Winklevosses sind jetzt Bitcoin-Milliardäre“ für mich beängstigend. Alles, was die Leute dazu bringt, schnell reich werden zu wollen, ist schlecht für intelligente Investitionen und noch viel schlechter für jedermann, der das zum ersten Mal macht.

Damit kommen wir zu einigen der besten Fool.de-Artikel der Woche!


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