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Darum ist LendingClub am Donnerstag abgestürzt

Foto: Getty Images

Was war los?

Die Aktien der LendingClub Corporation (WKN:A12DRP) sind seit Donnerstag 11:45 Uhr EST um ca. 15 % gefallen, da die Investoren während der Präsentation am Investorentag die Aktien des Unternehmens abgestoßen haben. Eine weitere negative Revision der Guidance für 2017 könnte der Grund dafür sein, dass die Anleger die Aktien des Online-Darlehensgebers unattraktiv finden.

Na und?

Nachdem LendingClub seine Guidance bei der Konferenz zum dritten Quartal reduziert hatte, reduzierte man auch die Guidance für das vierte Quartal 2017 erneut und erläuterte die Änderungen am Donnerstag. Der Online-Kreditgeber erwartet nun, dass der Nettoumsatz, der GAAP-Nettogewinn und das bereinigte EBITDA um etwa 3 Millionen US-Dollar niedriger ausfallen werden als im November.

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Die nachfolgende Tabelle fasst die sich ändernden Erwartungen für das Gesamtjahr 2017 zusammen.

Messwert Guidance für November Update bei der Konferenz
Nettoumsatz 576 Millionen Dollar bis 581 Millionen Dollar 573 Millionen Dollar bis 578 Millionen Dollar
Nettoeinnahmen (Verlust) (69 Millionen Dollar) bis (65 Millionen Dollar) (72 Millionen Dollar) bis (68 Millionen Dollar)
Bereinigte EBITDA (44.5 Millionen Dollar) bis (48.5 Millionen Dollar) (42 Millionen Dollar) bis (46 Millionen Dollar)

Quelle: LENDINGCLUB, SEC FILINGS. Berechnungen vom Autor.

In der Präsentation hieß es, dass die 3 Millionen Dollar Änderung einen „Timing-Effekt“ auf Umsatz und EBITDA widerspiegelt, der sich aus dem Halten der verbleibenden (riskantesten) Tranche einer kürzlich erfolgten Verbriefung ergibt. LendingClub schloss vor kurzem seine dritte selbst gesponserte Verbriefung ab, ein Geschäft im Wert von 330 Millionen Dollar, bekannt als Consumer Loan Underlying Bond (CLUB) Credit Trust 2017-P2.

Einerseits ermöglichen Verbriefungen es dem LendingClub, mehr Kredite zu vergeben und damit mehr Dienstleistungsgebühren zu berechnen, sowie Zinserträge aus den einzelnen Bereichen jeder Verbriefung, die er zurückbehält. Andererseits setzen sie den LendingClub einem höheren Kreditrisiko aus, da das Unternehmen von jeder Verbriefung einen Teil in der Bilanz behalten muss.

In der Vergangenheit agierte LendingClub als reiner Dienstleister und übertrug damit das gesamte Risiko von Kreditausfällen auf Investoren, die Kredite auf der Plattform erstanden. Da LendingClub tiefer in in den Markt vordringt, wird das Unternehmen mehr zu einem gewöhnlichen Kreditgeber als zu einem Kreditbetreuer.

Was nun?

LendingClub hat im Geschäftsjahr 2018 einen Nettoumsatz von 680 bis 705 Millionen US-Dollar erzielt, was einer Steigerung von 20 % gegenüber der Prognose für 2017 zur Jahresmitte entspricht.

Auf GAAP-Basis erwartet das Unternehmen einen Nettoverlust von 38 bis 53 Millionen US-Dollar im Jahr 2018, der zum Teil auf 15 Millionen US-Dollar Betriebskosten für Investitionen in Technologie und 10 Millionen US-Dollar für den Aufbau der Refinanzierungsplattform für die Automobilindustrie zurückzuführen ist.

LendingClub befindet sich in schlimmer Lage. Das kräftige Wachstum zuvor führte zu einem raschen Ertragswachstum, aber die Kreditperformance sank, da risikoreichere Kreditnehmer mit unerwartet hoher Rate ausfielen und einige Investoren der Plattform den Rücken kehrten. Schnelles, aber umsichtiges Wachstum ist eine der klassischen Herausforderungen der Finanzindustrie. Nachdem in diesem Jahr ein neues und vermeintlich verbessertes Kreditmodell eingeführt wurde, werden die Anleger sehen wollen, dass LendingClub seine Umsatzprognose erfüllen kann, ohne die Kreditqualität zu beeinträchtigen.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel von Jordan Wathen erschien am 7.12.2017 auf fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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