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Die Verzögerung des Space Launch Systems gibt SpaceX etwas Raum zum Atmen

Foto: The Motley Fool.

Plötzlich sieht der Mond wieder attraktiv aus.

Nachdem jahrelang nur die Rede davon war, auf den Mars zu fliegen, steht jetzt eine Raumstation auf dem Mond wieder zur Debatte. Könnte dies der beste erste Schritt in Richtung zu einer Expedition zum Mars sein?

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Elon Musk will mit SpaceX zum Mond fliegen, und sobald seine neue Falcon Heavy Rakete fliegt, sollte sie stark genug sein, um dorthin zu gelangen. Jeff Bezos‘ Blue Origin hat auch Pläne, den Mond zu besuchen und baut ebenfalls eine Rakete, die letztendlich die Reise antreten könnte. In der Zwischenzeit hofft die NASA, dass das neue Space Launch System schon im nächsten Jahr einen Raketenstart in Richtung Mond durchzuführen. Das ist ein Beweis dafür, dass die NASA auch im 21. Jahrhundert relevant bleibt, und dass sie vorangeht, bevor Musk oder Bezos ihr zuvorkommen können.

Oder auch nicht.

Beeil dich und warte

Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die NASA den Erstflug ihres Space Launch System (SLS) verschoben. Unter Berufung auf technische Probleme kündigte die NASA im April an, dass SLS nicht wie geplant im nächsten Jahr starten wird, sondern 2019.

Letzte Woche hat die NASA ihren Zeitplan noch einmal überarbeitet. Während die Agentur sagt, dass es immer noch eine  Möglichkeit gibt, dass die SLS-Rakete bis Dezember 2019 starten könnte, sieht es jetzt so aus, als ob Juni 2020 wahrscheinlicher wäre — und die erste bemannte Reise der SLS könnte nicht vor 2023 stattfinden.

Was ist das Space Launch System?

Es ist fast doppelt so groß wie das Space Shuttle — es steht 322 Fuß hoch auf seiner Abschussrampe – und kostet geschätzte 23 Milliarden US-Dollar an Entwicklungskosten in den sieben Jahren, in denen es gebaut wird. Das Space Launch System der NASA wird das mächtigste Raumschiff sein, das die Agentur seit ihrem Apollo-Programm der 1970er Jahre gebaut hat. Die größten Namen im Weltraum (mit der bemerkenswerten Ausnahme von SpaceX) wurden in die Konstruktion mit einbezogen — mit Boeing (WKN:850471) als Hauptauftragnehmer für das Projekt, Aerojet Rocketdyne (WKN:A14RBW), das die Haupt- und Zweitstufen-Triebwerke baut, Orbital ATK (WKN:A14NES), das zusätzliche SChubkraft bereitstellt und Lockheed Martin (WKN:894648), das die Orion-Raumkapsel baut, die auf dem SLS sitzt.

Bei geschätzten Kosten von 500 Millionen US-Dollar für den Bau und den Start jeder SLS-Rakete gäbe es eine Menge für diese Partner zu holen.

Was war der ursprüngliche Plan?

Noch vor ein paar Jahren war die SLS auf Kurs, um am 30. September 2018 ihren ersten unbemannten Start – Exploration Mission 1 (EM-1) – durchzuführen. Das Raumschiff sollte vom Kennedy Space Center in Florida starten, seine Orion-Raumkapsel am Mond vorbei schießen und dann nach Hause zurückkehren. Ein paar Jahre später gab es eine bemannte Mission mit dem möglichen Ziel, einen vorbeiziehenden Asteroiden zu fangen und zu studieren. Etwa 10 Jahre später könnte alles bereit sein, einen Versuch zu unternehmen, zum Mars zu fliegen.

Die SLS wird ihre hohen Kosten rechtfertigen – wiederum etwa 500 Millionen US-Dollar pro Start — indem sie sich mit der größten Nutzlastkapazität aller Raketen auf der Erde rühmen kann. Doch die Falcon Heavy-Rakete von SpaceX, die nun voraussichtlich Anfang nächsten Jahres ihren ersten Start durchführen wird, sollte fast genauso leistungsfähig und zu einem weitaus günstigeren Preis zu haben sein.

Laut der SpaceX-Website sollte ein Falcon Heavy-Start 90 Millionen US-Dollar pro Start kosten — 18 % der SLS-Kosten. Die SLS kann 70 Tonnen Fracht in den Orbit befördern, Falcon Heavy 64 Tonnen — das sind 91 % der Nutzlast der SLS. Darüber hinaus soll ein geplantes Upgrade der sich noch in Arbeit befindlichen „Block 5“-Merlin-Triebwerke die Schubkraft des Flacon Heavy um „fast 10 %“ verbessern und den Nutzlastvorteil des SLS gegenüber Falcon Heavy auf praktisch null reduzieren.

Was bedeutet das alles für SpaceX — und für die ULA?

Die Sache ist die: Bei der Darstellung seiner Raumfahrtpolitik im vergangenen Jahr schienen die Berater des jetzigen Präsidenten Trump eine Vorliebe für die Finanzierung einer einzigen Raumfahrt-Plattform zum Erreichen des Mondes zu haben. Angesichts des beträchtlichen Unterschieds bei den Kosten von SpaceX, im Vergleich zu dem, was das Boeing-and-Lockheed Joint Venture United Launch Alliance verlangen würde, könnte dies die Verwaltung dazu veranlassen, SpaceX zu beauftragen, wenn (a) die Rakete funktioniert und (b) sie so billig ist, wie Elon Musk sagt.

Wenn die Falcon Heavy wie geplant im nächsten Jahr startet, könnte es beide Fragen gleichzeitig beantworten und die Pläne der NASA durchkreuzen, Boeing, Lockheed, Aerojet und Orbital weiterhin finanziell zu unterstützen. Obgleich es enttäuschend war, dass der Start der Falcon Heavy verzögert wurde — erst letzte Woche hatten wir immer noch erwartet, dass es im Dezember soweit sein würde — SpaceXs große neue Rakete sollte die SLS immer noch um mindestens ein Jahr schlagen.

Dies wird Musk viel Zeit geben, um dem Präsidenten und der NASA zu demonstrieren, dass er eine Rakete hat, die fast so gut und deutlich billiger als die der SLS ist.

Letzter Punkt

Darüber hinaus könnte SpaceX bis zum Start der SLS eine noch größere und bessere Rakete haben, um mit ihr zu konkurrieren – die massive „BFR“, von der Musk sagt, dass sie bereits 2020 fertig sein könnte. Wenn die BFR dann für eine Demo bereit sein sollte, dann könnte die SLS nur noch eine weitere Verzögerung davon entfernt sein, aus dem Weltraumrennen ganz ausgeschlossen zu werden.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Rich Smith auf Englisch verfasst und am 04.12.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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