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Virtualisierung und Cloud sind im Internet der Dinge unverzichtbar – aber welche Aktie könnte davon profitieren?

Cloud-Aktien
Foto: Getty Images

Beim Internet der Dinge geht es im Wesentlichen darum, physikalische Dinge digital abzubilden, Daten zu erfassen sowie auszuwerten und diese Dinge dann „intelligent“ zu steuern.

Und wo passiert das? In der Cloud natürlich. Das bringt uns zu VMware (WKN: A0MYC8).

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Das Unternehmen

VMware ist mit über 500.000 Kunden weltweit der Marktführer im Bereich Cloud Management und Virtualisierung. Dabei handelt es sich um eine Technik, die es ermöglicht, Software und Hardware weitgehend zu entkoppeln.

So können verschiedene Software-Anwendungen auf einem Hardware-Server installiert werden, ohne sich gegenseitig Ressourcen, wie z. B. Rechenleistung oder Speicherplatz, abzugraben. Dadurch können Software Anwendungen sehr flexibel auf die vorhandene Hardware verteilt werden.

Virtualisierung ist heutzutage nicht nur in großen, zentralisierten Data Centern unabdingbar, sondern ist auch in kleineren IT Infrastrukturen sehr verbreitet.

VMware wurde Ende 2015 von Dell (WKN: A2AQTP) im Rahmen einer Fusion mit dem Speicherhersteller EMC übernommen, wird aber weiterhin als eigenständiges Unternehmen an der Börse gehandelt.

Das Preismodell

Die Vielfalt der VMware-Produkte und die damit verbundenen Preismodelle sind, gelinde gesagt, verwirrend.

Grob beschrieben ist eine einmalige Lizenzgebühr für den Erwerb der Software zu entrichten. Dazu kommt eine jährliche Gebühr für das sogenannte SnS (Support and Service). Zum größten Teil handelt es sich dabei um Wartungsverträge. Dabei gibt es verschiedene Stufen: Rund um die Uhr oder nur an Werktagen, Europa oder USA, usw.

Die fälligen Gebühren beziehen sich auf die Anzahl der „Computer“ auf denen VMware installiert wird. Das heißt, wenn die Hardware erweitert wird, verdient auch VMware mehr und das Unternehmen kann so mit seinen bestehenden Kunden wachsen.

Trotz der Komplexität dieses Preismodells scheint VMware nicht nur sehr erfolgreich dabei zu sein, neue Lizenzen zu verkaufen, sondern auch ein solides jährliches Einkommen aus bestehenden Verträgen zu generieren.

So beliefen sich im zweiten Quartal 2017 die Einnahmen für neue Lizenzen auf 732 Millionen US-Dollar, wurden aber von den Einnahmen im Bereich Services von 1.168 Millionen US-Dollar deutlich übertroffen.

Gerade dieser Punkt gefällt mir persönlich sehr gut, denn wer traut sich schon, einen Wartungsvertrag zu kündigen, wenn ein gesamtes Unternehmen vom Funktionieren der VMware-Infrastruktur abhängt?

Konkurrenz und Risiken

Es gibt natürlich Konkurrenten im Bereich der Virtualisierung, u. a. auch Software-Gigant Microsoft (WKN: 870747). Allerdings spielt Microsofts Betriebssystem Windows im professionellen IT-Bereich doch eher eine untergeordnete Rolle.

Ein größeres Risiko für VMware könnte eine Initiative wie „Open Stack“ darstellen. Open Stack ist ein Konsortium aus mittlerweile schon mehren Tausenden von, teilweise sehr namhaften, IT- und Telekommunikationsunternehmen.

Die Zielsetzung von Open Stack ist es, eine Architektur für Cloud Computing zu entwickeln, die im Sinne einer Open Source-Software frei und ohne Beschränkungen genutzt werden kann. Das könnte das Geschäftsmodell von VMware natürlich langfristig ruinieren.

Wie ich schon in einem früheren Artikel beschrieben habe, sind Entwicklungs- und Standardisierungsaktivitäten mit derart vielen Beteiligten allerdings oft ein mühsames Geschäft und können sich über etliche Jahre hinziehen. Das gibt VMware einen bedeutenden Vorsprung, sich im Markt zu etablieren und die Möglichkeit, als Einzelunternehmen quasi schon einen „de facto“-Standard zu setzen.

Fazit

Zum ersten Mal habe ich Anfang 2016 ein Auge auf VMware geworfen. Ich war damals allerdings etwas besorgt, ob Dell VMware nach der Übernahme als eigenständiges Unternehmen tatsächlich intakt lassen würde.

Der kleine Tropfen, der das Fass damals zum Überlaufen gebracht und mich veranlasst hat, nicht einzusteigen, war die Tatsache, dass VMware keinerlei Dividende zahlt. Das mag ich, als über 50-Jähriger, nicht besonders.

Wenn ich mir die Entwicklung der letzten zwei Jahre ansehe, war das anscheinend ein Fehler. Ich werde es mir wohl nochmal überlegen.

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Ralf Hendriks besitzt keine der erwähnten Aktien. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Vorstand von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool empfiehlt VMware.

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