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Royal Dutch Shell verändert Dividendenzahlung: Gut oder schlecht für Aktionäre?

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Lange war es ruhig um die Dividende von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S). Quartal für Quartal zahlte das Unternehmen seine stabile Dividende. Schon länger gab es konstante 0,47 US-Dollar je Aktie. Es wurde fast ein wenig langweilig.

Seit einiger Zeit hatten Aktionäre allerdings die Wahl, ob sie die Dividende in bar ausgezahlt bekommen möchten, oder direkt wieder in A-Aktien anlegen wollen.

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Doch mit dieser Wahlmöglichkeit ist nun Schluss, ein für alle Mal. Aber ist das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Zeichen für die Aktionäre?

Gut? Schlecht? Beides?

Wer die Wahl hat, hat die Qual. So oder so ähnlich lautet ein bekanntes Sprichwort. Dass Investoren ab jetzt nicht mehr wählen können und sich lediglich mit einer Bardividende zufrieden geben müssen, dürfte also Entscheidungsmuffeln ordentlich gefallen.

Zudem sehen viele Marktakteure das Streichen der Wahlmöglichkeit als einen wichtigen Schritt in eine stabilere (Dividenden-)Richtung. Denn zur Erinnerung: Royal Dutch Shell hat diese Wahlmöglichkeit in Zeiten eingeführt, als das operative Geschäft unter den niedrigen Ölpreisen litt. Gewissermaßen als Maßnahme, um der hohen Dividendenzahllast zum Teil zu entgehen. Dass diese Wahlmöglichkeit nun gekippt wird, können wir daher als ein gehöriges Maß an Zuversicht deuten, dass Royal Dutch Shell sich künftig um die Ausschüttungshöhe der Dividenden nicht mehr sorgt. Super, oder?

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings, wenn du mich fragst. Durch den Wegfall der Reinvestitionsoption entfällt eine elegante Möglichkeit, um die Dividenden kostengünstig zu reinvestieren. Das müssen Investoren ab sofort, sofern gewünscht, wieder selbst in die Hand nehmen.

Dennoch ein beeindruckender Schritt

Trotz dieses kleinen bitteren Beigeschmacks sollte bei Investoren dieser Schritt auf Wohlgefallen stoßen. Denn letztlich sind stabile, sichere Dividenden mehr wert als eine notdürftig geschaffene Möglichkeit, eine fragilere Dividende effizient reinvestieren zu können.

Die Zeichen stehen daher eindeutig weiterhin auf ruhige, konstante Dividenden. Was wollen wir als Investoren eigentlich noch mehr?

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell (B-Aktien). The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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