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Bitcoin bald bei Banken? Vielleicht. Aber…

Foto: Getty Images

Wenn mir Anfang des Jahres jemand versucht hätte zu verklickern, dass Bitcoin ein Trendthema des Jahres werden würde, hätte ich denjenigen wohl für verrückt gehalten. Naja, sei’s drum. Der Markt feiert eben, was er so feiern möchte.

Seit Kurzem geht die Manie allerdings schon soweit, dass Bitcoin im Zusammenhang mit bekannten Geldhäusern in Verbindung gebracht wird. Schauen wir mal, was da dran ist, beziehungsweise was das wohl (nicht) bedeuten dürfte.

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JPMorgan und Goldman Sachs bald mit ersten Bitcoin-Produkten?

Ganz konkret vernimmt man der derzeitigen Tagespresse, dass die US-Großbank JPMorgan (WKN: 850628) wohl drauf und dran ist, Bitcoin-Produkte in ihr Produktportfolio zu übernehmen. Auch Goldman Sachs (WKN: 920332) ist wohl von dieser Idee nicht abgeneigt.

Im Gespräch sind Produkte wie Zertifikate und Futures, die für Kunden künftig handelbar sein sollen. Unfassbar findest du, dass solche Großbanken solch ein spekulatives Produkt bedienen wollen? Zumal aus dem einen oder anderen Bankenkreis (sogar von JPMorgan selbst) jüngst gar noch gänzlich andere, warnende Töne ausgesprochen wurden? Ein Widerspruch?

Nicht so ganz.

Was es nämlich nicht bedeutet

Auch wenn es auf den ersten Blick möglicherweise gegensätzlich wirkt, aber widersprüchlich ist ein solches Verhalten selbst in Anbetracht der warnenden Worte genau genommen nicht. Denn es sind im Grunde zwei grundverschiedene Entwicklungen, die wir hier beobachten können.

Zum einen haben wir hier das Warnen der eigenen Kunden vor einer äußerst volatilen Geldanlagemöglichkeit. Zur Erinnerung: Bitcoin ist innerhalb der letzten Monate nicht nur einmal gecrasht. Schön und gut also, dass man um die grundsätzliche Sicherheit seiner Kunden bemüht ist.

Zum anderen haben wir hier jedoch Großbanken, die für ihre Kunden ein moderner, zeitgemäßer Dienstleister sein wollen. Und wenn es bei den Kunden derzeit nun mal einen Hype um Bitcoin gibt, ist es völlig normal, dass große Banken früher oder später (für ihre Kunden, für die eigenen Provisionen) auf diesen Zug mit aufspringen werden. Man bedient das, was die Kunden wollen. Auch wenn man es selbst für riskant hält.

Das bedeutet aber nicht, dass solche Banken Bitcoin nunmehr als seriöse Geldanlage akzeptieren. Oder in ihre eigenen Geldanlagestrategien zwingend mit einbeziehen. Oder Bitcoin eine legitime Daseinsberechtigung zusprechen. Sie nehmen Bitcoin einzig und allein als Gelegenheit wahr und versuchen, sich auch hier einen Teil vom Kuchen abzuschneiden. Mehr nicht.

Es hat sich also nichts grundlegend bei Bitcoin geändert

Bitcoin dürfte daher selbst in Anbetracht dieser Meldungen weiterhin eine höchstvolatile Geldanlage bleiben, die grundsätzlich das Potenzial einer großen Blase beherbergen könnte. Auch die Beschäftigung solcher Großbanken mit dem Thema Bitcoin hat daran nicht wirklich etwas verändert.

Dennoch werden solche Meldungen der Kryptowährung immer mal wieder Auftrieb verleihen. Smarte Investoren bleiben aber weiterhin auf der Hut und überlegen, welche langfristigen Chancen Bitcoin wohl noch besitzen dürfte. Ich bin diesbezüglich, wie du unschwer erkennen kannst, weiterhin äußerst skeptisch.

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