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Ein enormes Risiko für Intels Geschäft

Foto: The Motley Fool.

In den letzten Jahren hatte das Mobilfunkmodem-Geschäft des Chip-Riesen Intel (WKN:85568) mit erheblichen finanziellen Verlusten zu kämpfen, bekam aber viel Schützenhilfe in Form von Großaufträgen von Apple (WKN:865985).

Das XM 7360-Modem von Intel wurde in vielen iPhones der 7er Serie eingesetzt. Das Nachfolgemodell, das auch als XMM 7480 bekannt ist, findet sich jetzt in vielen iPhone 8 und iPhone X-Smartphones.

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Der Analyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities glaubt, dass Intel 70-89 % der Bestellungen für die iPhones des Jahres 2018 für sich gewinnen wird. Das ist eine große Sache für diese Sparte von Intel und ich glaube, dass es gut aussieht, dass Intel für das Jahr 2019 alle Bestellungen von Apple bekommen wird.

Die Website Fast Company meldete vor kurzem, dass Apple eng mit Intel zusammenarbeite, um die nächste Generation der 5G Wireless-Technologie für zukünftige iPhones zu schaffen. Der langjährige Modemanbieter Qualcomm (WKN:883121) könnte dann das Nachsehen haben.

Wenn Qualcomm ein eigenständiges Unternehmen bleibt, dann wird Qualcomm früher oder später (ich glaube, eher früher) vollständig aus der Lieferkette von Apple zugunsten von Intel verschwinden.

Es gibt jedoch einen Faktor, der das Spiel völlig verändern könnte.

Was passiert, wenn Qualcomm gekauft wird?

Vor kurzem hat der Wireless-Chip-Riese Broadcom (WKN:A2ADV9) angeboten, Qualcomm für etwa 70 US-Dollar pro Aktie zu kaufen. Qualcomm lehnte das Angebot ab und behauptete, dass das Angebot von Broadcom „Qualcomm in Bezug auf die führende Position des Unternehmens in der Mobilfunktechnologie und die zukünftigen Wachstumsaussichten deutlich unterbewerte“.

Reuters berichtete kürzlich, dass Broadcom sein Angebot für Qualcomm nach „Konsultation mehrerer Top-Aktionäre von Qualcomm“ erhöhen könnte.

Ich denke, dass die Chancen einer erfolgreichen Übernahme ziemlich hoch sind.

Wenn Broadcom Qualcomm übernehmen würde, dann könnte das Unternehmen ein Portfolio mit führenden Technologien in diesem Bereich aufbauen, während man gleichzeitig sich von Sparten trennen könnte, wo Qualcomm keinen Führungsanspruch geltend machen kann. Das bedeutet eine verstärkte Fokussierung auf das Kerngeschäft mit mobilen Chips sowie eine Reduzierung der nicht-mobilen Chip-Aktivitäten.

Darüber hinaus äußerte sich der Analyst Stacy Rasgon von Bernstein Research kürzlich in einem Forschungsbericht, dass Broadcom, wenn es Qualcomm erwerben würde, „seine Positionierung im Markt für Chips und seine Verhandlungsmacht signifikant stärken würde“.

Ich stimme Rasgon voll und ganz zu. In einem solchen Szenario wäre Apple besser in der Lage, den Anteil von Qualcomm (unter Broadcom) an den Mobilfunkmodems künftiger iPhone-Generationen zu erhöhen, zumal Broadcom bereits so viele andere wichtige Chips in Apples iPhones hat (Touch-Controller, Wi-Fi/Bluetooth-Chip, verschiedene RF-Chips und mehr).

Das würde bedeuten, dass Intel möglicherweise erhebliche Verluste hinnehmen müssen wird.

Intels Modemgeschäft hängt stark vom iPhone ab

Der größte Teil der Einnahmen von Intels Mobilfunkmodems kommt von Apple. Da Intel keine integrierten Prozessor- und Modem-Chips für Anwendungen anbietet, kann es nicht wirklich Chips in andere Smartphones als in Apples iPhone bringen – das einzige hochvolumige Smartphone, das immer noch eigenständige Modems und Prozessoren verwendet.

Wenn Intel nicht genügend Einnahmen aus dem Verkauf von Modemchips an Apple generiert, könnte das Unternehmen davon abgehalten werden, in die zukünftige Modemtechnologie zu investieren, was zu einer Abwärtsspirale und zum endgültigen Scheitern seines Modemgeschäfts führen könnte.

Intels einziger realer Weg, diesen Risikofaktor zu mindern, ist der Wiedereinstieg in das breitere Geschäft mit Prozessoren für mobile Anwendungen. Ich denke, Intel hätte bessere Erfolgschancen als beim letzten Mal, sollte es sich entscheiden, es noch einmal zu versuchen. Aber es ist keineswegs klar, ob Intel plant oder sogar bereit ist, wieder in dieses Geschäft einzusteigen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple. The Motley Fool empfiehlt Broadcom Ltd und Intel.

Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und am 25.11.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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