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Wie sich Warren Buffetts Portfolio den letzten 2 Jahren geändert hat

Warren Buffett hat in Bezug auf das Aktienportfolio von Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) gesagt, dass „unsere bevorzugte Haltedauer für immer ist“. Buffetts ideale Aktie ist eine, die er kaufen kann und dessen Geschäft im Laufe der Zeit immer weiter wächst.

Buffett kauft und verkauft regelmäßig Aktien, und das Portfolio von Berkshire Hathaway hat sich im Laufe der Jahre erheblich verändert. Selbst in den letzten Jahren gab es einige wichtige Zu- und Abgänge bei Berkshires größten Aktienpositionen.

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Berkshires Top 10 von 2015 bis 2017

Das Aktienportfolio von Berkshire umfasst mehr als 45 Positionen, ist jedoch stark auf die größten Beteiligungen konzentriert. Hier ist ein Blick auf die Entwicklung der „Top 10“-Aktien von Berkshire seit dem dritten Quartal 2015.

Rang Q3 2015 Q3 2016 Q3 2017
1 Wells Fargo Kraft Heinz Wells Fargo
2 Kraft Heinz Wells Fargo Kraft Heinz
3 Coca-Cola Coca-Cola Apple (WKN:865985)
4 IBM (WKN:851399) IBM Coca-Cola
5 American Express American Express Bank of America (WKN:858388)
6 Phillips 66 Phillips 66 American Express
7 Procter & Gamble U.S. Bancorp Phillips 66
8 Wal Mart (WKN:860853) Moody’s IBM
9 U.S. Bancorp Charter Communications U.S. Bancorp
10 DaVita HealthCare DaVita HealthCare Moody’s

DATENQUELLE: BERKSHIRE HATHAWAY 13-F FILINGS.

Viele der wichtigsten Positionen sind gleich geblieben. Die Positionen von Kraft Heinz, Coca-Cola und American Express haben sich kaum verändert, um nur einige Beispiele zu nennen. Allerdings gab es in den letzten Jahren einige große Veränderungen, die den Anlegern bewusst sein sollten.

Verlagerung auf eine neue Tech-Aktie

Buffett ist bekannt für seine Scheu vor dem Tech-Sektor, aber er hat Ausnahmen bei etablierten Technologie-Unternehmen mit großen Wettbewerbsvorteilen gemacht. In den letzten Jahren war dies IBM, das bis 2017 eine der „Big Four“-Aktien von Berkshire war.

Jedoch hat Buffett IBM im großen Stil verkauft und gesagt, dass die Konkurrenz in diesem Bereich intensiver geworden ist und dass er die Aktie neu bewertet hat.

Stattdessen hat Buffett eine Position an Apple aufgebaut, die, jetzt auf einem Allzeithoch steht und damit Berkshires drittgrößte Position geworden ist. Buffett gefallen die Produkte sowie die Grundlagen des Geschäfts, und bis jetzt hat es sich als eine kluge Investition erwiesen.

Eine neue Bankaktie in den Top 10

Eine weitere Ergänzung zu den Top 5 ist Bank of America, obwohl es sich nicht gerade um eine Neuinvestition handelt.

Im Zuge der Finanzkrise investierte Buffett 5 Milliarden US-Dollar in Vorzugsaktien der Bank of America, und als Teil des Deals erhielt er Optionen zum Kauf von 700 Millionen Aktien für nur 7,14 US-Dollar. Mit anderen Worten: Buffett hatte die Möglichkeit, sie gegen 700 Millionen Stammaktien zu tauschen.

In seinem jährlichen Brief an die Aktionäre sagte Buffett, dass, wenn die Dividende von Bank of America bis zu dem Punkt angehoben würde, an dem Berkshire mehr Einkommen durch den Besitz von Stammaktien generieren könnte, die Option gezogen würden Bank of America hat ihre Dividende über die Schwelle von Buffett hinaus erhöht, so dass Berkshire nun der größte Aktionär der Bank of America ist.

Ein falscher Schachzug

Eine Aktie, die in den Top 10 im Jahr 2015 erscheint, aber sich nicht mehr im Portfolio befindet, ist Wal-Mart. Im dritten Quartal 2015 besaß Berkshire 56,2 Millionen Aktien des Einzelhandelsgiganten mit einem Gesamtwert von mehr als 3,6 Milliarden US-Dollar, aber das Unternehmen beschloss, den größten Teil seiner Position im Laufe des Jahres 2016 zu verkaufen. Jetzt besitzt das Unternehmen etwa 130 Million US-Dollar in Wal-Mart-Aktien.

Obwohl Buffett Wal-Mart als „fabelhaftes Unternehmen“ bezeichnete, nachdem er Berkshires Anteile verkauft hatte, sagte er, dass das Einzelhandelsgeschäft zu hart geworden sei und dass die „Online-Sache“ sehr schwierig zu verstehen sei. Buffett glaubte, daß Wal-Mart anhaltenden Erfolg haben würde, aber er war nicht sicher, ob das Unternehmen mit Amazon und anderen erfolgreich konkurrieren könnte.

Es scheint, daß Buffett falsch gelegen hat. In Wal-Mart’s jüngstem Quartalsbericht, berichtete das Unternehmen 50 % Wachstum im elektronischen Handel im Vergleich zum Vorjahr und das beste Umsatzwachstum in mehr als fünf Jahren.

Der Markt scheint zuzustimmen. Wal-Marts Aktienkurs ist 2017 um fast 40 % gestiegen. Hätte Buffett die Anteile der letzten zwei Jahre nicht verkauft, hätte er mehr als 1.5 Milliarden US-Dollar mehr in der Tasche.

Kleinere Bewegungen

Berkshires Portfolio ist extrem kopflastig – tatsächlich sind die fünf größten Beteiligungen des Unternehmens mehr wert als die anderen 40 zusammen. Daher ist es sinnvoll, dass Berkshires größte Aktienbestände die meiste Aufmerksamkeit erhalten. Schließlich könnte eine große Bewegung in diesen Aktien den Marktwert des Unternehmens erheblich beeinflussen.

Doch während Buffett und sein Team mit den größten Aktien nicht allzu aktiv waren, gab es in den letzten zwei Jahren viele kleinere Bewegungen. Um nur einige Beispiele zu nennen: Berkshire verkaufte seine Anteile an Suncor Energy, AT&T, General Electric und Chicago Bridge & Iron und hat Synchrony Financial, Store Capital und Anteile an allen vier großen US-Fluggesellschaften gekauft.

Kommt noch mehr?

Berkshire ist in letzter Zeit relativ ruhig an der Börse gewesen. Mit Ausnahme der Apple-Investition und der Umwandlung seiner Bank of America-Optionen hat das Unternehmen in letzter Zeit keine Käufe getätigt, die nach Berkshires Maßstäben als groß gelten würden. Die Aktienbewertungen sind hoch, und Buffett und sein Team haben gesagt, dass es schwierig wäre, attraktive Anlagen zu finden.

Berkshire sitzt jedoch auf einem massiven Geldberg — 109,5 Milliarden US-Dollar zum Ende des dritten Viertels — wir können also annehmen, dass das Unternehmen nach Investitionsmöglichkeiten sucht. Daher könnten wir in den nächsten zwei Jahren einige größere Bewegungen sehen, besonders dann, wenn die Bewertungen sinken.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market – einer Tochtergesellschaft von Amazon –, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon, Apple, Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Moody's. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple. The Motley Fool empfiehlt American Express und Synchrony Financial.

Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 20.11.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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