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2 Gründe, wieso Bitcoin niemals die offizielle Weltwährung wird

Bitcoins
Foto: Getty Images

Für die Anhänger der Kryptowährung Bitcoin steht in der Regel eines vollkommen fest: Bitcoin wird die neue Weltwährung!

Derzeit präsentiert sich die vermeintliche künftige Weltwährung aber noch überaus unbeständig. Mal geht es schlagartig auf zu neuen Rekordhochs, nur um dann binnen weniger Tage wieder heftig einzubrechen. Wie du hier nachlesen kannst, ist das innerhalb der letzten Wochen und Monate nicht nur einmal vorgekommen.

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Nicht gerade die besten Voraussetzungen für eine stabile Weltwährung, oder? Aber es gibt noch weitere, möglicherweise sogar gewichtigere Gründe, wieso Bitcoin meiner Meinung nach niemals die offizielle Weltwährung werden dürfte. Zwei davon erfährst du, wenn du weiterliest:

1) Die viel zu große hypothetische Ungleichverteilung

Einer der Gründe hängt mit den derzeitigen Besitzverhältnissen bei Bitcoin zusammen. Wie ich neulich las, befinden sich 96,5 % aller Bitcoin im Besitz von lediglich 4,11 % der Nutzer. Zudem hält rund ein Viertel dieser 4,11 % in etwa die Hälfte aller Bitcoin in ihren Händen. Du findest das schon übel? Dann pass nun lieber genau auf:

Diese Werte beziehen sich nämlich auf alle aktuellen Nutzer, was einer Studie der Universität Cambride zur Folge in 2016 einer Anzahl von in etwa 3–5 Millionen Nutzern entsprach. Selbst wenn sich diese Zahl inzwischen weltweit verdoppelt oder verdreifacht haben sollte, wäre das noch immer eine deutliche globale Minderheit.

Würde Bitcoin nun jedoch zur Weltwährung mit Nutzern in Milliardenhöhe heranwachsen, würde das diese Ungleichverteilung exponentiell größer werden lassen. Das derzeitig vielbesitzende eine Prozent würde zu einem winzig-kleinen Bruchteil schrumpfen, das sodann aber bedeutende Bitcoin-Stricke in der Hand halten würde. Das würde die bislang weltweit vorherrschende finanzielle Ungleichheit vermutlich noch um Einiges in den Schatten stellen.

2) Bitcoin kann nicht reguliert werden

Der zweite Aspekt, wieso Bitcoin meiner Meinung nach niemals zu einer Weltwährung heranreifen wird, ist die Geldpolitik.

Auch wenn derartige Kryptowährungen zum Teil als Protest gegen gängige, regulierte Zentralbanksysteme aufgefasst werden, dürfte es nicht Ziel einer seriösen Wirtschafts-, Geld- und Otto-Normal-Politik sein, eine Weltwährung sich selbst zu überlassen. Nichts wäre von staatlicher Seite mehr möglich, kein Quantitative Easing, kein anderweitiges geldpolitisches Eingreifen, kein gar nichts.

Stattdessen hätten möglicherweise sogar die oben angesprochenen, elitären Wenigen sämtliche geldpolitischen Zügel in der Hand, und könnten Bitcoin je nach Lust, Laune und Vorteilhaftigkeit künstlich verknappen oder verflüssigen. Mit heftigen Auswirkungen auf die Wirtschaft, die Gesellschaft und natürlich die Politik.

Bitcoin wird daher wahrscheinlich niemals Weltwährung, aber…

Wenn du mich fragst, wird Bitcoin daher niemals eine offizielle Weltwährung werden, auch wenn das viele Bitcoin-Investoren natürlich anders sehen. Viel zu groß ist doch bereits heute die mit jedem Nutzer weiter expandierende Ungleichverteilung, viel zu unreglementiert der gesamte Markt.

Was allerdings irgendwann in weit, weit entfernter Zukunft vielleicht ein realistisches Szenario sein könnte, ist, dass eine globale, regulierte Währung auf Blockchain-Basis ihren Weg in den alltäglichen Zahlungsverkehr finden wird. Bis dahin wird bestimmt aber noch einiges an Zeit vergehen und wer weiß, vielleicht stirbt die Währung Bitcoin bis dahin ja sogar zwischenzeitlich von alleine aus?

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