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Was man über Bitcoin wissen muss

Foto: Getty Images.

Dir ist wahrscheinlich dasselbe aufgefallen wie mir. Die Schlagzeilen über Bitcoin werden immer auffälliger und in einigen Fällen immer hysterischer.
Falls dir das noch nicht aufgefallen ist – hier sind ein paar Schlagzeilen, die ich in letzter Zeit gelesen habe:

    • „Bitcoin-Preis spielt verrückt, Split wurde vermieden“

 

    • „Citigroup CEO: Die Bitcoin-Bedrohung wird staatlichen Kryptowährungen Aufwind geben“

 

    • „Kanadische Polizei gibt Warnung wegen Steuerbetrug mit Bitcoin heraus“

 

    • „Bitcoin ist in, Aktien sind out, sagt fast ein Drittel der Millennials“

 

Was ist hier eigentlich los?

Die vier gefährlichen Buchstaben: FOMO

Bevor ich darauf eingehen werde, was man über Bitcoin wissen muss, erlaube mir einen kleinen Umweg, um über „FOMO“ zu sprechen. Dieses Akronym kommt aus dem Englischen und bedeutet „Fear Of Missing Out“, also die Angst davor, etwas zu verpassen.

FOMO ist für die Investoren sehr gefährlich. Wenn bestimmte Vermögenswerte, Industrien oder Aktien überhitzt sind, dann bekommen die Investoren nur allzu leicht das Gefühl, dass sie jetzt in diese Aktie investieren müssen, da sie sonst … etwas verpassen könnten! Wenn einen Investor dieses Gefühl langsam beschleicht, dann ist es fast unvermeidlich, dass die Sache kein gutes Ende finden wird.

Das Ganze hat sogar einen Namen. Es ist der sogenannte „Bandwagon Effect“, zu deutsch Mitläufer- oder Nachahmungseffekt.

Wenn du also das Gefühl hast, etwas zu verpassen, solltest du dir deswegen keine Sorgen machen. Das ist nur natürlich. Es ist auch sehr gut, dass du dieses Gefühl überhaupt bemerkt hast. Wenn du dir dessen bewusst wirst, dann kannst du nämlich innehalten … und die Gelegenheit, die Bitcoin bietet, rational bewerten, anstatt ihr wie ein Verrückter einfach hinterherzulaufen.

Was muss man also über Bitcoin wissen?

Das wird jetzt einige von euch enttäuschen, aber die Antwort ist: nichts.

Das ist richtig, du musst absolut nichts über Bitcoin wissen. Lass mich das kurz erklären.

Wenn du dich an eine Zeit erinnerst, als die Investoren große Angst davor hatten, etwas zu verpassen, dann denkst du wahrscheinlich an die Dotcom-Blase. Als diese Blase immer größer wurde, hat kaum ein Investor über etwas anderes geredet als Tech-Aktien – sie bestimmten das Leben und die Gespräche der Investoren.

Und was, wenn du damals nicht in Tech-Aktien investiert warst? Na ja, einige Leute hätten wahrscheinlich behauptet, dass das ziemlich albern von dir wäre.

Wenn wir uns aber die Renditen der Aktien an den amerikanischen und deutschen Börsen zwischen 1999 und heute anschauen, dann sehen wir dort jede Menge Tech-Aktien, die den Investoren jede Menge Gewinne beschert haben.

Auf dividendenbereinigter Basis konnte Apple (WKN:865985) um 13.299 % steigen. Adobe Systems (WKN:871981) stieg um 3.079 % und das so beliebte Amazon (WKN:906866) stieg um ganze 2.016 %.

Es gibt aber auch Aktien, die ähnliche Renditen geliefert und nichts mit Technologie zu tun haben. J.B. Hunt Transport (WKN: 885365), ein Transportunternehmen, stieg im selben Zeitraum dividendenbereinigt um 2.055 %. Sasol (WKN: 865164), ein südafrikanisches Energieunternehmen, schaffte sogar 3.959 %. Celgene (WKN: 881244), ein Biotech-Unternehmen, schlug sich sogar noch besser als Apple und lieferte unglaubliche 15.767 %.

In anderen Worten: Als sich alle auf die Tech-Aktien stürzten, hättest du einfach deine Recherche machen können, lernen, wie man in gute Tech-Aktien investiert und wahrscheinlich einige der großen Gewinner herausgesucht. Hättest du Tech-Aktien gemieden, hättest du trotzdem Investitionen gefunden, die massive Renditen gebracht haben.

Zurück zur Bitcoin-Frage

Bei Bitcoin ist die Situation etwas anders als damals. Bitcoin ist kein Unternehmen oder eine Aktie, es ist eine Währung. Bitcoin ist nicht dasselbe wie ein Internet-Unternehmen wie Amazon oder Yahoo zu Zeiten des Dotcom-Goldrausches.

Es besteht die Möglichkeit, dass Bitcoin den Unternehmen große Möglichkeiten eröffnen wird. Zahlungsunternehmen, die Bitcoins akzeptieren und solche Transaktionen sowie den Umtausch günstiger, leichter und sicherer machen, könnten davon sehr profitieren. Dasselbe trifft auch auf Unternehmen zu, die die zugrundeliegende Technologie der Blockchain benutzen.

Unterm Strich ist aber zu sagen, dass Bitcoin nur dann eine Gelegenheit für dich darstellt, wenn du dir die Zeit nimmst, mehr darüber zu lernen und die Risiken und die Möglichkeiten verstehst. Wenn du nur in Bitcoin investiert, weil du Angst hast, etwas zu verpassen, dann könnte das sehr problematisch werden.

Abgesehen von Bitcoin gibt es da draußen noch jede Menge großartige Investmentmöglichkeiten.

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Matt besitzt Aktien von Apple und Amazon.com. John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einem Tochterunternehmen von Amazon, ist Mitglied des Vorstandes von The Motley. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon, Apple und Celgene. The Motley Fool hat die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple. The Motley Fool empfiehlt Adobe Systems.

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