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Großer Deal zwischen Bayer und einem winzigen Krebsmittel-Start-up

Foto: Bayer AG

Die Bayer AG (WKN:BAY001) ist eine kollaborative Partnerschaft mit Loxo Oncology (WKN:A119L0) eingegangen, mit der es zum weltweiten Markführer bei Krebsmedikamenten aufsteigen könnte. Die Medikamente, um die es dabei geht, sollen nicht auf den Ort des Krebses wirken, sondern auf die zugrundeliegende genetische Mutation. Das Mittel von Loxo Oncology hat eine erstaunliche Wirksamkeit bei verschiedenen Krebsarten, die eine durch eine TRK-Fusion ausgelöst werden, gezeigt. Damit könnte es eine bedeutende neue Richtung bei der Krebsbekämpfung einschlagen. Aber wird sich der Deal auch für Investoren auszahlen?

Ein Wechsel bei der Behandlung

Die Forschung zeigt, dass viele Krebsarten durch die gleichen genetischen Mutationen hervorgerufen werden. Aus diesem Grund könnte ein Medikament Patienten helfen, die unter unterschiedlichen Krebsarten leiden. Es ist also egal, ob sich der Krebs zuerst in der Lunge, der Brust oder irgendwo anders manifestiert.

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Im Juni veröffentliche Loxo Oncology Versuchsdaten für sein führendes Krebsmittel Larotrectinib auf der jährlich stattfindenden American Society of Clinical Oncology Konferenz. Die Daten stammen von Untersuchungen mit Patienten, die in einer Spätphase des Krebses waren und nur noch wenige Behandlungsoptionen hatten. Die Ergebnisse waren bemerkenswert. Insgesamt wurden 55 Patienten untersucht, die 12 Krebsarten hatten. 76 % der Patienten, deren Krebs durch eine TRK-Fusion ausgelöst wurde, sprachen auf Larotrectinib an.

TRK-Signale sind wichtig für neuronale Synapsen, Gedächtnis und den Schutz der Neuronen. Zwar sinkt seine Aktivität nach der Geburt, aber manchmal kann sich TRK mit anderen Genen verbinden und damit das Wachstum und die Ausbreitung von Krebs auslösen.

Die Studienergebnisse sind gut genug, um die Zulassung von Larotrectinib zu beantragen. Wenn das Mittel zugelassen wird, denkt das Management, dass es allein in den USA zwischen 1.500 und 5.000 Patienten im Spätstadium behandeln könnte. Auch außerhalb der USA tritt die TRK-Fusion in einem ähnlichen Verhältnis auf. Daher ist die Patientenzahl in Europa und Japan ebenfalls bedeutsam.

Die Vertragsdetails

Bayer hat entschieden, dass das Potenzial, Tausende Patienten mit TRK-Fusion weltweit zu behandeln, gut genug ist, um zuzuschlagen. Das Unternehmen zahlt Loxo Oncology 400 Millionen US-Dollar im Voraus für die weltweiten Rechte an Larotrectinib und ein TRK-Fusion-Medikament der zweiten Generation LOXO-195.

Loxo Oncology kümmert sich um die weltweite Entwicklung und die Beantragung der Zulassung in den USA. Bayer nimmt die Zulassung außerhalb der USA in die Hand und leitet das globale Marketing. Die Entwicklungskosten des Medikaments teilen sich beide Unternehmen.

Bayer hat zudem zugestimmt, Loxo Oncology 450 Millionen US-Dollar zu zahlen, wenn die Zulassung erfolgreich war und erste Verkäufe von Larotrectinib stattgefunden haben. Weitere 200 Millionen US-Dollar sollen folgen, wenn LOXO-195 die Zulassungshürde übersprungen hat und eine gewisse Verkaufsschwelle überschritten wurde.

Loxo Oncology und Bayer vermarkten die Produkte in den USA gemeinsam und teilen sich den Gewinn. Loxo Oncology kann zudem einen Meilenstein in Höhe von 25 Millionen US-Dollar erreichen, wenn die Verkaufszahlen über eine geheim gehaltene Schwelle steigen. Außerhalb der USA erhält Loxo Oncology zweistellige Lizenzgebühren, die von den Verkaufszahlen abhängen. Zudem ist eine Zahlung von bis zu 475 Millionen US-Dollar von Bayer vorgesehen, wenn ein bestimmter Meilenstein bei den Verkaufszahlen erreicht wurde.

Was bringt die Zukunft?

Für Loxo Oncology-Investoren sind das wichtige Neuigkeiten. Wenn Loxo Oncology keinen Partner gefunden hätte, dann müsste es die hohen Zulassungs- und Vermarktungskosten selbst tragen. Mit so hohen Ausgaben wäre die Bilanz stark belastet worden und andere F&E-Projekte hätten nicht mehr so gut finanziert werden können. Aber nun ist Loxo Oncology in der Lage, das weltweite Vertriebsnetz von Bayer zu nutzen.

Dass Loxo Oncology in den USA das Medikament auch selbst vertreiben darf, ist ebenfalls gut, da die USA historisch der beste Markt für Krebsmedikamente sind, wenn es um Preise und Gewinne geht.

Natürlich gibt es keine Garantie, dass die Behörden Larotrectinib oder LOXO-195 zulassen. Aber ich denke, dass die Chancen hier ziemlich gut stehen. Wenn ich richtig liege, dann ist dieser Vertrag ein großer Schritt für Loxo Oncology, ein marktfähiges Biotechnologieunternehmen zu werden. Der Grund ist, dass er mehr Klarheit bezüglich der zukünftigen Ausgaben und der Vermarktung im Ausland bringt. Zudem hat das Unternehmen nun mehr finanziellen Spielraum für zukünftige F&E-Anstrengungen.

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The Motley Fool hält keine der oben erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Todd Campbell auf Englisch verfasst und am 11.11.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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