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Warum Barrick Gold im Oktober 10 % verloren hat

Was ist passiert?

Nachdem sich die Aktie von Barrick Gold (WKN:870450) im September nicht von einem Rückgang um 11 % erholt hatte, fiel sie letzten Monat laut S&P Global Market Intelligence um weitere 10 %. Obwohl es viele Einflussfaktoren gab, sorgten die Nachrichten aus Afrika für den größten Ausschlag.

Und weiter?

Bei der Betrachtung des Aktienkurses eines Goldminen-Unternehmens lohnt es sich immer, einen Schritt zurückzutreten und den Goldpreis zu berücksichtigen. Beispielsweise der SPDR Gold Trust ETF (WKN:A0Q27V) fiel im Monatsverlauf um mehr als 1 %. Doch Barricks steiler Rückgang ist nicht nur auf den Rückgang des gelben Metalls zurückzuführen.

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Größere Sorgen bereitet den Investoren die Acacia-Mine in Tansania, an der Barrick zu 64 % beteiligt ist. Seitdem die tansanische Regierung im März ein Exportverbot für Gold- und Kupferkonzentrate verhängt hat, hat Acacia Probleme. Vergangenen Monat berichtete das Management von Acacia, dass das Verbot die Produktion um ca. 35 % negativ beeinflusst habe; außerdem gab das Unternehmen bekannt, dass es etwa 265 Millionen US-Dollar an Edelmetallen auf Lager habe.

Barrick verkündete letzten Monat, dass es einen bedeutenden Schritt zur Beilegung des Streits mit der tansanischen Regierung unternommen habe. Barrick teilte den „wirtschaftlichen Nutzen“ des zukünftigen Betriebes von Acacia der Regierung von Tansania mit, und meldete, dass Acacia der tansanischen Regierung eine Beteiligung von 16 % an jeder ihrer drei Minen gewähren werde. Darüber hinaus wird Acacia eine Zahlung in Höhe von 300 Millionen US-Dollar zur Beilegung von Steuerstreitigkeiten leisten. Barrick plant, das vorgeschlagene Abkommen, das Acacia zur Prüfung und Genehmigung vorliegt, im ersten Halbjahr 2018 abzuschließen.

Bei der Verkündung der Quartalszahlen meldete Barrick, dass das Unternehmen der tansanischen Regierung 172 Millionen US-Dollar für die Zahlung der Steuerschulden in Höhe von 300 Millionen US-Dollar überwiesen habe. Laut dem Management waren die Steuerstreitigkeiten und das Exportverbot zwei Faktoren, die zu dem Nettoverlust von 11 Millionen US-Dollar in Q3 beigetragen hatten.

Wie geht es jetzt weiter?

Obwohl es bei der Bereinigung des Konflikts Fortschritte gab, bleiben einige Fragen offen. Zum einen ist unklar, ob Barrick zusätzliche Zahlungen leisten muss. In Barricks Pressemitteilung stellte das Management fest, dass die Zahlung in Höhe von 300 Millionen US-Dollar „eine Geste des guten Willens“ sei. Im Laufe des Sommers hatte die tansanische Regierung Acacia laut mining.com eine Rechnung von 190 Milliarden US-Dollar an Bußgeldern und angeblich unbezahlten Steuern aus zwei Minen vorgelegt. Außerdem ist unklar, wann das Exportverbot aufgehoben wird.

Wenn die Investoren eines nicht mögen, dann ist es Unsicherheit. Vor allem die Ungewissheit darüber, vom Finanzamt eine Rechnung über 190 Milliarden US-Dollar vorgelegt zu bekommen. Das wird der Aktie noch Probleme bereiten. Die Investoren sollten in Zukunft auf jeden Fall vorsichtig sein und genau beobachten, wie sich die Geschichte mit der tansanischen Regierung entwickelt.

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Scott Levine auf Englisch verfasst und am 10.11.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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