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Nordex: 15 % Kurssturz in nur einer Woche – Was ist passiert?

Foto: Getty Images

Die Nordex (WKN:A0D655)-Aktie hat mal wieder einen dramatischen Kurssturz erlebt. Wer die Nachrichten rund um das Unternehmen verfolgt, dürfte das bereits kennen. Es ist bei weitem nicht der erste Kurssturz in diesem Jahr. Insgesamt hat die Aktie im laufenden Jahr bereits mehr als 60 % an Wert verloren! Doch was genau hat den neuesten Kurssturz eigentlich verursacht?

Schwacher Ausblick von Siemens Gamesa bereitet Sorgen

Ganz einfach: Am 06.11. gab es die Quartalszahlen von Siemens Gamesa (WKN:A0B5Z8) und die sind alles andere als gut ausgefallen. Über die vergangenen drei Monate ist der Umsatz um 11 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf nun noch 2,3 Milliarden Euro gefallen und der Gewinn vor Steuern sogar um 63 % auf 192 Millionen Euro eingebrochen. Über das gesamte Geschäftsjahr ist der Umsatz zwar noch um 5 % gestiegen, der Gewinn allerdings gleichzeitig um 5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gefallen.

Doch was wirklich wichtig ist, ist der Ausblick auf das nächste Geschäftsjahr. Hier erwartet das Unternehmen nun einen Umsatz in Höhe von 9,0 bis 9,6 Milliarden Euro. Das sind im schlimmsten Fall also fast 20 % weniger und selbst im besten Fall etwa 10 % weniger als im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr! Als Konsequenz daraus sieht man sich gezwungen, das Geschäft zu restrukturieren und etwa 20 % der Beschäftigten zu entlassen. Ein Stellenabbau war zwar aufgrund der Fusion der Geschäftsbereiche von Siemens und Gamesa zu erwarten, aber an der Größenordnung der geplanten Maßnahmen lässt sich bereits ablesen, wie angespannt die Situation in der Branche derzeit ist.

Auf Nordex scheinen weitere Probleme zuzukommen

Doch eigentlich soll es ja um Nordex gehen. Was hat das ganze also mit Nordex zu tun? Ganz einfach! Siemens Gamesa und Nordex sind direkte Konkurrenten. Die Ergebnisse und der Ausblick des einen Unternehmens lässt daher grobe Rückschlüsse auf die zu erwartenden Ergebnisse des Anderen zu. Da Nordex keine Prognose mehr veröffentlicht, haben die Prognosen der Konkurrenz daher eine umso größere Bedeutung.

Noch im letzten Jahr hatte Nordex große Pläne. Im Geschäftsjahr 2018 sollte der Umsatz auf 4,2 bis 4,5 Milliarden Euro steigen und eine Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von mehr als 10 % erreicht werden. Angesichts der angespannten Lage in diesem Marktsegment sind diese Ziele wohl aber mehr als fraglich und wie bereits erwähnt sieht sich das Management inzwischen selbst nicht mehr in der Lage eine Prognose abzugeben.

Wenn nun also die Konkurrenz voraussagt, dass der eigene Umsatz im zweistelligen prozentualen Bereich fallen wird, ist das sicher ein schlechtes Zeichen für Nordex-Aktionäre.

Nordex-Aktionären könnten weiterhin schwere Zeiten bevorstehen

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Nordex-Aktionären wohl weitere schwere Monate bevorstehen könnten. Es ist sicherlich möglich, dass Nordex die Auswirkungen des starken Konkurrenzdrucks weniger stark treffen, doch sieht man sich die Ergebnisentwicklung im bisherigen Jahresverlauf an, ist das nicht sehr wahrscheinlich. Immerhin ist der Gewinn um 60 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Nordex.

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