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Warum ProSiebenSat.1 Media um 10 % gefallen ist

Bildquelle: Copyright by ProSiebenSat.1 Media

Eieieieiei. Der 09.11.2017 war wahrlich kein guter Tag für die Investoren von ProSiebenSat.1 Media (WKN: PSM777). Denn an diesem Handelstag brach die Aktie in der Spitze um mehr als 10 % ein.

Wie du dir sicher denken kannst, steht dieser Einbruch im Zusammenhang mit den aktuellen Quartalszahlen. Dabei stieg der Umsatz im letzten Quartal um 3 %, das EBITDA bliebt mit 202 Millionen nahezu unverändert.

Der ein oder andere Anleger denkt sich daher vielleicht:

Na und?

Tja, ganz so einfach ist die Angelegenheit nicht, denn es sind vornehmlich die Aussichten, die beunruhigen und für den Kurssturz gesorgt haben.

Wie Annick Maas von der Investment-Denkschmiede Liberum treffend zusammenfasst, senkt ProSiebenSat.1 Media bereits zum vierten Mal in diesem Jahr seine Prognosen. Das bringt selbst den härtesten Contrarian allmählich zum verzweifeln.

Gegenwärtig rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr nur noch mit einem leichten Umsatzwachstum. Das EBITDA solle zudem auf dem Vorjahresniveau verweilen. Wir können also nicht davon ausgehen, dass die Probleme lediglich temporärer Natur sind.

Und weiter?

Auch die langfristigen Aussichten überzeugen meiner Meinung nach nicht sonderlich. Zum sollte hier noch einmal der schon länger andauernde, prognostische Negativlauf der letzten Quartale erwähnt werden. Dieser steht, wenn du mich fragst, allerdings symptomatisch für ein großes Problem, das klassische Fernsehsender wie ProSieben und Sat.1 generell bedroht.

Wie du dir vielleicht denken kannst, meine ich hiermit die boomenden Streamingportale wie Netflix (WKN: 552484), die dem normalen Fernsehen das Leben schwer machen. Auf eine baldige Besserung im gesamten klassischen TV-Segment würde ich daher vorerst nicht wetten.

Auch wenn ProSiebenSat.1 nach dem Kurssturz fundamental preiswert erscheint und eine hohe Dividendenrendite bietet, werde ich vorerst definitiv an der Seitenlinie verweilen. Bis sich an dieser Einschätzung etwas ändert, benötigt es einer vielversprechenden Strategie in Bezug auf die Streaming-Bedrohung. Idealerweise sollte die sich dann auch in irgendwelchen künftigen Quartalszahlen niederschlagen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix.

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