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Netflix meint, dass auch ohne Disney alles gut wird

Foto: The Motley Fool.

Letzten Monat veröffentlchte Netflix (WKN:552484) seinen ersten Quartalsbericht seit Disney (WKN:855686) bekanntgegeben hatte, dass es seine Inhalte nach 2018 von Netflix abziehen würde, um einen konkurrierenden Dienst zu starten.

Als Disney Anfang August ankündigte, dass das Geschäft mit Netflix 2019 beendet werden würde, waren die Anleger besorgt um den Streaming-Giganten. Netflix wird nicht nur unwiderstehliche und beliebte Inhalte verlieren, sondern auch einen weiteren Konkurrenten im Streaming-Bereich aus dem Weg räumen müssen.

Was der CEO dazu zu sagen hat

Bei der kürzlich erfolgten Telefonkonferenz machte Netflix-CEO Reed Hastings deutlich, dass die Streaming-Site Disney nicht braucht. Das internationale Wachstum des Unternehmens ist vielversprechend, obwohl das Unternehmen nur Disney-Inhalte in den Niederlanden, Australien und Kanada anbietet.

„Obwohl es also eine enorm bedeutende Marke im Verhältnis zum Wachstum hat, sieht man, dass wir ohne sie international sehr gut abgeschnitten haben“, sagte Hastings.

Netflix hat 4,45 Millionen internationale Abonnenten hinzugewonnen und damit die Schätzungen für 3,72 Millionen Netto-Neukunden übertroffen. Im gesättigteren US-Markt hat Netflix 850.000 Kunden hinzugewonnen, verglichen mit Schätzungen für 774.000 Neukunden.

Netflix braucht natürlich keine Hilfe dabei internationalen Abonnenten zu gewinnen. Doch wie wirkt sich die Streichung von Disney-Titeln aus dem Katalog auf die bestehenden Zahlen aus?

Interessieren sich die Netflix-Nutzer für Disney-Inhalte?

Eine Umfrage, die von Piper Jaffray durchgeführt wurde, nachdem Disney bekannt gegeben hatte, dass sie Inhalte von Netflix im Jahr 2019 abziehen würden, ergab, dass die Abonnenten nicht viel Zeit damit verbringen, Disney-Shows auf der Plattform zu sehen. Nach einer Umfrage unter mehr als 500 amerikanischen Netflix-Abonnenten, verbringen nur etwa 20 % der Netflix Abonnenten mehr als 10 % ihrer Netflix-Zeit mit Disney-Content.

Piper Jaffray schätzte, dass Netflix etwa 200 Millionen US-Dollar pro Jahr für die Lizenzierung von Disney-Inhalten ausgibt, was nur etwa 3 % des gesamten Content-Budgets ausmacht. Im Jahr 2019 wird Netflix in der Lage sein, das zu nutzen, um weitere Eigenproduktionen zu produzieren. Im Jahr 2016 gab Netflix ungefähr 20 % seines Inhaltsbudgets für Eigenproduktionen aus, aber das soll in den nächsten drei Jahren auf 50 % steigen, sagte das Unternehmen.

Netflix hat einen Vorsprung

Diese anhaltende Dynamik im internationalen Abonnentenwachstum in Verbindung mit mehr und mehr hochwertigen Eigenproduktionen wird Netflix helfen, die Konkurrenz von Disney und anderen Medienunternehmen abzuwehren, die sich dazu entschließen, den Streaming-Service selbst auszuprobieren.

„Die Position als Studio und die eindeutig positiven Auswirkungen, die das ursprüngliche Programm auf das Geschäft hat, sind eine gute Absicherung gegen strategische Verschiebungen durch historische Anbieter wie Disney“, schrieb Morgan Stanley-Geschäftsführer Ben Swinburne.

Disney plant Anfang 2018 eine ESPN-branded Sportplattform und 2019 eine Live-Action- und Animationsfilm-Plattform zu starten. Die Netflix-Aktien brachen in den Wochen nach der Bekanntgabe der neuen Plattformen am 8. August ein. Dank einem guten Ergebnisbericht und dem anhaltenden Erfolg der ursprünglichen Programmplanung konnten die Netflix-Aktien seit Mitte August um über 15 % zulegen. Vor allem die zweite Staffel der Erfolgsshow „Stranger Things“ hatte am 27. Oktober eine starke Premiere mit 15,8 Millionen Zuschauern, die laut Nielsen innerhalb von drei Tagen die erste Folge sahen.

Netflix geht offensiv an seine Content-Strategie heran, die auf qualitativ hochwertige Sendungen setzt, die diejenigen anlocken, die noch nicht abonniert haben. Das Unternehmen gab am Montag bekannt, dass es plant, zwischen 7 bis  8 Milliarden -US-Dollar für Inhalte im Jahr 2018 auszugeben. In diesem Jahr waren es etwa sechs Milliarden US-Dollar..

Netflix‘ ursprüngliche Content-Strategie gibt dem Unternehmen exklusive Inhalte, aber noch wichtiger ist, dass der Service nicht zu abhängig von externen Content-Providern ist. Damit ist der Grundstein gelegt, dass auch der Abgang von Disney dem Streaming-Service nicht allzu sehr schaden wird.

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The Motley Fool besitzt Aktien von Netflix und Walt Disney und empfiehlt Netflix.

Dieser Artikel wurde von Natalie Walters auf Englisch verfasst und wurde am 08.11.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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