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Was man beim Quartalsbericht von Disney beachten sollte

Es ist sechs Jahre her, dass Disney (WKN:855686) ein Wachstum bei den Umsatzzahlen gemeldet hat. Diese Strähne könnte aber enden, wenn das Unternehmen diese Woche die Zahlen des vierten Quartals veröffentlicht. Die Umsätze und Gewinne sind in den letzten neun Monaten etwas gesunken, während die Konsensschätzung von flachen Umsätzen ausgeht.

Ob Disney nun leicht wächst oder einen kleinen Rückschritt macht, spielt für das Gesamtbild keine Rolle. Dennoch werden die Anleger darauf achten, dass der Unterhaltungsriese im Geschäftsjahr 2018 wieder an Fahrt gewinnen kann.

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Die Sparte Kabelkanäle

Disneys Kerngeschäft mit Medien hat gelitten, da die TV-Fans, insbesondere im Rahmen des ESPN-Dienstes, das Ökosystem verlassen haben und stattdessen Inhalte über Apps konsumieren. Diese Verlagerung schadet dem Geschäft in zweifacher Hinsicht: durch sinkende Werbeeinnahmen (aufgrund der geringeren Zuschauerzahl) und durch sinkende Vertriebsgebühren, die an rückläufige Abonnentenzahlen gebunden sind.

Der Gewinn ist in den letzten neun Monaten um 11 % gesunken, und das ist der Hauptgrund für die niedrigeren operativen Erträge von Disney insgesamt. Deshalb wird es wichtig sein, hier genau aufzupassen. Branchenkollegen wie Discovery und Scripps Networks haben kürzlich einen beschleunigten Kundenrückgang bei ihren Kabelkanälen bekannt gegeben. Ein schnellerer Abzug der Kunden aus den Pay-TV-Paketen könnte Disneys Gewinnen schaden, auch wenn der eigene ESPN-Streaming-Service Anfang nächsten Jahres starten soll.

Was passiert in den Parks?

CEO Bob Iger und sein Team sollten positive Nachrichten über das Segment Parks und Resorts berichten. In den vergangenen neun Monaten ist der Umsatz um 9 % gestiegen und eine Rekordgewinnmarge erreicht worden. Die Investoren können sich bei der neuen Niederlassung in Shanghai, China, für diesen Aufschwung bedanken.

Das mit Abstand größte Resort, der Shanghai Disney Park, verzeichnete im ersten Betriebsjahr 13 Millionen Besucher. Die Führungskräfte glauben, dass dies aber nur der Anfang eines langfristigen Wachstums sei. Über 300 Millionen Menschen leben vier Autostunden von diesem Park entfernt, und die ersten Ergebnisse deuten darauf hin, dass Disney eine gute Chance hat, im Lauf der Zeit mehr von diesem riesigen Publikum zu erreichen.

Kinofilme

2017 war ein schwaches Jahr für die Filmindustrie, und es war besonders schlecht für Disney, das 2016 ein Rekordjahr erlebt hatte und zum ersten Mal seit 2003 die Ranglisten der Filmbranche wieder anführen konnte. So schrumpfte das Segment im letzten Quartal um 16 %, da Neuveröffentlichungen inklusive Cars 3 nicht an die Vorjahreshits von Captain America: Civil War, Das Dschungelbuch und Finding Dory anknüpfen konnten.

Das Geschäftsjahr 2018 sollte wesentlich stärker ausfallen: Vier Marvel-Titel, zwei Pixar-Filme sowie neue Veröffentlichungen aus den Animationsstudios sind unterwegs. Die Sparte sollte sich gut entwickeln, denn Star Was: The Last Jedi kommt im Dezember in die Kinos.

Es wird interessant sein zu sehen, ob Iger und sein Team glauben, dass bessere Ergebnisse in den Segmenten Studio, Konsumgüter, und Park und Resorts die Schwäche in der Broadcasting-Sparte ausgleichen können, sodass Disney im Geschäftsjahr 2018 wieder den Markt beherrschen kann. Der Disney-TV-Streaming-Service sollte kurz darauf online gehen und wird einige riesige Publikumsmagneten haben, einschließlich der Fortsetzung von Frozen. Disney hofft, sich inzwischen den großen Herausforderungen des Pay-TV-Sendemodells stellen zu können.

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The Motley Fool hält und empfiehlt Aktien von Discovery Communications und Walt Disney. The Motley Fool empfiehlt Aktien von Scripps Networks Interactive.

Dieser Artikel wurde von Demitrios Kalogeropoulos auf Englisch verfasst und am 06.11.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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