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6 Möglichkeiten, wie wir bereits künstliche Intelligenz nutzen und es nicht einmal merken

Quelle: Getty Images.

Die künstliche Intelligenz könnte die Welt ändern, in der wir leben. Das Marktforschungsunternehmen Tractica prognostiziert, dass die Einnahmen durch AI von 1,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 auf 59,8 Milliarden US-Dollar bis 2025 steigen werden.

Was dich vielleicht noch mehr überraschen wird, ist die Tatsache, dass die Technologie in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Eine Reihe von Fortschritten in der künstlichen Intelligenz haben bereits ihren Weg in unser tägliches Leben gefunden. Hier sind sechs Möglichkeiten, wie du möglicherweise bereits mit dieser bahnbrechenden Technologie interagierst – ohne es zu merken.

Internetrecherchen

Eine verblüffende Statistik: Google verarbeitet mehr als 3,6 Milliarden Suchanfragen pro Tag und durchschnittlich über 40.000 pro Sekunde. Die jüngsten Verbesserungen in der Relevanz ihrer Suchergebnisse sind das direkte Ergebnis von Fortschritten in der KI.

Google war einer der frühen Pioniere von KI und hat bereits 2011 das Projekt Google Brain ins Leben gerufen. Die Forschung konzentrierte sich auf die KI-Disziplin des „Deep Learning“, die komplexe Computermodelle, sogenannte neuronale Netze, verwendet, die auf der Struktur und Funktion des menschlichen Gehirns basieren und versuchen, unsere Lernfähigkeit zu replizieren. Entstanden ist ein System, das blitzschnell Muster erkennen kann, wenn große Datenmengen durchsortiert werden. Das Markenzeichen dieser KI-Modelle ist, dass sie mit jedem Gebrauch lernen und verbessern.

Dieser Durchbruch in der künstlichen Intelligenz hat zu vielen Entwicklungen geführt, u. a. zur Bilderkennung, Spracherkennung und -synthese sowie zur Verarbeitung natürlicher Sprache.

Google hat diese Fortschritte auf eine Vielzahl innovativer Anwendungen übertragen. In Zusammenarbeit mit einer niederländischen Universität hat sie kürzlich ihre GoogLeNet AI zur Überprüfung einer Vielzahl von medizinischen Bildern eingesetzt, und GoogLeNet identifizierte erfolgreich bösartige Tumore 89 % der Zeit, verglichen mit nur 73 % für Humanpathologen.

Foto-Tagging

Jeder, der jemals Fotos auf Facebook (WKN:A1JWVX) hochgeladen hat, hat wahrscheinlich ein kleines Fenster mit der Frage auf dem Bildschirm gesehen, ob er einen Freund auf dem Foto markieren möchte – und dann den Namen des Freundes vorschlägt, der auf dem Foto erscheint. Diese hilfreiche (wenn auch leicht gruselige) Funktion ist das Ergebnis eines komplizierten Satzes von KI-Algorithmen, die auf Bilderkennung und insbesondere Gesichtserkennung basieren.

Das System durchsucht bereits hochgeladene Fotos und versucht, das Gesicht mit jemandem zu vergleichen, der bereits identifiziert wurde. Je mehr du das Feature verwendest, desto genauer wird es. Die Gesichtserkennung untersucht die physikalischen Eigenschaften des Gesichts einer Person, wie Größe und Lage prominenter Gesichtszüge, und verwendet dann Formeln, um sie an bestehende Bilder anzupassen. Faktoren wie Beleuchtung, Winkel und Mimik beeinflussen die Genauigkeit des Ergebnisses.

Digitale Assistenten

Fast jedes Smartphone und Mobilgerät gibt es mit einer eigenen Version des digitalen Assistenten. Das iPhone von Apple (WKN:865985) hat  Siri, Alphabet (WKN:A14Y6H) hat den Google Assistant und die Windows-Telefone von Microsoft (WKN:870747) Cortana – aber das sind nur die bekanntesten Beispiele. Diese virtuellen Helfer nutzen KI-basierte Technologien wie Spracherkennung und natürliche Sprachverarbeitung, die sich in den letzten Jahren drastisch verbessert haben.

Durch die natürliche Sprachverarbeitung hört die KI auf die Anforderungen eines Benutzers, zerlegt sie in überschaubare Teile, bestimmt, was gefragt wird und entscheidet über die richtige Antwort oder Aktion.

Digitale Assistenten können eine Reihe von hilfreichen Aufgaben übernehmen, wie z. B. das Diktieren von Texten, das Nachschlagen von Telefonnummern und das Einleiten von Anrufen, das Hinzufügen von Terminen zu deinem Kalender, das Lesen von E-Mails und Textnachrichten sowie die Erinnerungsfunktion.

Smart Speaker

Mit der Einführung von Alexa, dem digitalen Assistenten von Amazon (WKN:906866), machte der virtuelle Helfer den Sprung vom Smartphone zum Smart Speaker. Der Amazon Echo Smart Speaker wurde 2014 eingeführt und wurde schnell zu einem Muss unter Technikliebhabern.

Ein Smart Speaker ist ein sprachaktiviertes drahtloses Gerät, das mit einem Multi-Mikrofon-Array ausgestattet ist und ständig auf einen „Befehl“ wartet, der ihn dazu auffordert, auf Anfragen zu reagieren (beim Echo ist es Alexa). Diese Geräte können Fragen beantworten, im Internet suchen, Musik streamen, Smart Home-Geräte wie Lichter und Thermostate steuern und Tausende anderer Funktionen mit Apps von Drittanbietern ausführen.

Smart Speaker verwenden die gleichen Cloud-basierten KI-Systeme wie ihre digitalen Assistenten. Amazon hat eine Vielzahl von Formfaktoren für seine Geräte eingeführt. Der Wettbewerb kam Ende letzten Jahres mit der Einführung des Google Home Smart Speakers in Fahrt. Apple plant, im Dezember den HomePod zu veröffentlichen.

Produktempfehlungen

Hast du dich je gefragt, wie Netflix (WKN:552484) Filme und Fernsehsendungen vorschlagen kann oder wie Amazon Produkte empfehlen kann, die auf denen basieren, die du bereits gekauft hast? Du kannst der KI dafür danken. Diese Unternehmen und viele andere verwenden Algorithmen, die sich durch riesige Datenpools mit Verbraucherpräferenzen bewegen, um Muster zu finden und Empfehlungen abzugeben.

Jeder Netflix-Nutzer hat einen eigenen Startbildschirm, der einzigartig für diesen Benutzer ist. Netflix verwendet hochentwickelte KI-basierte Algorithmen, die Daten wie z. B. die Programme, die sie zuvor gesehen haben, die angebrochenen Programme, die Tageszeit, die Genres, die sie am häufigsten sehen und vieles mehr berücksichtigen. Da KI mit zunehmender Nutzung intelligenter wird, werden die Empfehlungen im Laufe der Zeit immer besser.

Netflix hat auch die Videokodierung revolutioniert, den Prozess der Komprimierung von Videostreams für die Übertragung über das Internet. Netflix verwendet KI, um die Bandbreite zu reduzieren, die für eine optimale Bildqualität notwendig ist. In Gebieten mit niedrigen Internetgeschwindigkeiten führt eine hohe Komprimierung zu körnigen Bildern. Das System passt die Kompressionsstufe an den in jeder Szene enthaltenen Inhalt an, erhöht die Qualität der Bilder und reduziert die Pufferung.

Biometrische Authentifizierung

Während die einfache Gesichtserkennung fotografische Bilder vergleicht, bringt die Technologie des neuesten iPhones von Apple, Face ID, die Sache auf ein komplett neues Level. Face ID verwendet eine Kombination aus Infrarot-Tiefenabtastung, hochauflösenden Kameras und KI-Software, um eine 3D-Karte deines Gesichts zu erstellen. Es projiziert 33.000 Infrarot-Punkte, die die Tiefe deiner Gesichtszüge erkennen und ein mathematisches Modell deines Gesichts erstellen.

Dieses System kann bei schwachem Licht oder sogar bei Dunkelheit arbeiten und passt sich allmählichen Veränderungen des Aussehens an, die im Laufe der Zeit von Natur aus auftreten. Es erkennt sogar Masken und Fotos des Nutzers. Dieses Sicherheitsniveau ist von entscheidender Bedeutung, da Face ID das iPhone entsperren und Zahlungen über Apple Pay autorisieren kann.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Teresa Kersten ist Angestellte von LinkedIn und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. LinkedIn ist Teil von Microsoft.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C), Amazon, Apple, Facebook und Netflix. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 02.11.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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