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Warum Cisco Systems 1,9 Milliarden US-Dollar für BroadSoft ausgegeben hat

Cisco (WKN:878841) hat kürzlich angekündigt, dass es BroadSoft (WKN:A1C0QE) – einen Cloud-basierten PBX (Private Branch Exchange), Unified Communications, Team Collaboration und Contact Center Services Provider – für 1,9 Milliarden US-Dollar übernehmen wird. BroadSoft hat sich Ende August zunächst zum Verkauf angeboten.

Die Software von BroadSoft bietet integrierte mobile, Video-, Sprach- und andere Arten der digitalen Kommunikation für Service-Provider und Unternehmenskunden. Die Übernahme soll das oft übersehene Collaboration-Geschäft von Cisco stärken, das ähnliche Dienstleistungen anbietet.

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Das Collaboration-Geschäft im Detail

Diese Sparte von Cisco umfasst Services wie Spark, eine Cloud-basierte Plattform für Nachrichten, Meetings und Anrufe, die Ende 2015 auf den Markt gebracht wurde, und WebEx, eine ältere Plattform für Online-Meetings und Kundensupport, die 2007 erworben wurde.

Zu den weiteren nennenswerten Übernahmen, die die Zusammenarbeit mit Acano Limited, Tropo, Assemblage, Collaborate.com, Versly, Tandberg und Postpath verstärkten, zählen auch Acano Limited, Tropo und Postpath. Cisco hat all diese Services zusammen mit anderen Softwareprodukten (wie Sicherheitssoftware und Firewalls) in seiner Netzwerkhardware gebündelt. Die Idee war, dass Cisco seinen Umsatz pro Kunde steigern könnte, indem es zusätzliche Software als Add-On Services anbietet.

Diese Bundles waren auch in der Regel preisgünstige Angebote für Unternehmenskunden, die mehr zahlen müssten, wenn sie die Hard- und Softwaredienstleistungen separat kauften. Dies baute den Vorteil von Cisco gegenüber seinen potenziellen Konkurrenten im Bereich der Netzwerkhardware aus.

Wie schnell wächst das Kollaborationsgeschäft von Cisco?

Der Markt könnte laut dem Marktforschungsinstitut Markets and Markets zwischen 2016 und 2021 von 26,7 Milliarden US-Dollar auf 49,5 Milliarden US-Dollar wachsen. Das klingt nach einer großartigen Wachstumschance für Cisco, aber das Geschäft hat mit diesen optimistischen Prognosen nicht Schritt gehalten.

Die Einnahmen, die 9 % des Umsatzes ausmachten, sanken im Geschäftsjahr 2017 um 2 % auf 4,28 Milliarden US-Dollar. Cisco führte diesen Rückgang auf die schwache Nachfrage nach Unified Communications Endpoints (den Gateways, die die Netzwerkkommunikation abwickeln) zurück, was das Wachstum bei Cloud-basierten Konferenzlösungen wie WebEx und Spark kompensierte.

Infolgedessen konnte das Collaboration-Geschäft den Rückgang von Cisco um 5 % beim Switching und 4 % beim Routingumsatz im vergangenen Jahr nicht ausgleichen. Die Umsätze aus diesen beiden alternden Segmenten machten immer noch 45 % des Umsatzes von Cisco aus. Um das Gewicht dieser beiden Unternehmen zu reduzieren, muss Cisco immer wieder kleinere Player wie BroadSoft aufkaufen.

Die einzigen beiden Geschäftsbereiche, die letztes Jahr ein positives Wachstum verzeichneten – Wireless und Security – konnten die Schwäche der älteren Hardwaregeschäfte von Cisco nicht ausgleichen, und der Gesamtumsatz ging um 2 % zurück. Die Analysten erwarten, dass der Umsatz von Cisco in diesem Jahr in etwa auf dem Niveau des Vorjahres verharren wird, während die Erträge (durch Rückkäufe angehoben) jedoch um 2 % wachsen werden.

Wie viel wird BroadSoft Cisco helfen?

Cisco hat reichlich Bargeld für zusätzliche Übernahmen. In den vergangenen zwölf Monaten erwirtschaftete das Unternehmen einen freien Cashflow von 12,9 Milliarden US-Dollar und beendete das letzte Quartal mit 70,5 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln, wovon 3 Milliarden US-Dollar in den USA leicht verfügbar waren.

Die Analysten erwarteten, dass der Umsatz von BroadSoft in diesem Jahr um 12 % auf 382 Millionen US-Dollar steigen würde. Das entspricht etwa 9 % der Collaboration-Umsätze im vergangenen Jahr, so dass der Kauf der in diesem Jahr zu einem positiven Umsatzwachstum beitragen könnte. Broadsofts Gewinn sollte in diesem Jahr um 1 % zurückgehen, aber die Integration seiner Software in Ciscos sollte die Gesamtkosten des Bereichs reduzieren.

Die Investoren sollten jedoch beachten, dass der Cloud-basierte Collaboration-Raum immer enger wird, da Lösungen von Mitbewerbern wie Microsofts (WKN:850747) Skype und Amazons (WKN:906866) Chime auf den gleichen Markt abzielen. Microsoft und Amazon können ihre Windows- bzw. AWS (Amazon Web Services)-Nutzerbasis nutzen, um ihre Collaboration-Services als Alternative zu den gebündelten Diensten von Cisco zu bewerben.

Viele weitere Übernahmen auf dem Weg …

Der Kauf von Broadsoft markiert Ciscos 200ste Übernahme und der Einkaufsbummel wird wohl noch weitergehen. Cisco wird weiterhin wachstumsstarke Unternehmen kaufen, um seine kleineren Unternehmen in den Bereichen Collaboration, Wireless und Security zu stärken, aber es muss darauf achten, dass es nicht zu aggressiv von Routern und Switches abweicht.

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Teresa Kersten arbeitet bei LinkedIn und ist im Vorstand von Motley Fool. LinkedIn ist ein Tochterunternehmen von Microsoft. John Mackey, CEO von  Whole Foods Market, ist im Vorstand von Motley Fool.

Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.

 

Dieser Artikel wurde von Leo Sun  auf Englisch verfasst und wurde am 31.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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