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Die Übernahme von SolarCity sieht für Tesla immer übler aus

Verschiedenen Berichten zufolge entlässt Tesla (WKN:A1CX3T) immer mehr Mitarbeiter aus der Sparte SolarCity. In Roseville in Kalifornien wird man 205 Leute gehen lassen, aber das dürfte nicht alles sein, mehr ist zu erwarten. CNBC berichtet, dass es keine Mitarbeitergespräche mehr gegeben habe, was bedeutet, dass Tesla wohl einfach nur Menschen von SolarCity loswerden will.

Die Angestellten dort haben wohl Grund, sich um ihre Jobsicherheit zu sorgen. Und auch Aktionäre von Tesla sollten sich vorsehen: ein Jahr, nachdem man für SolarCity 2,6 Milliarden Dollar ausgegeben hat, sieht es so aus, als würde Tesla das Unternehmen mit unerwartet rapider Geschwindigkeit dicht machen. Wenn es so weiter geht, geht dort bald das Licht aus.

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Große Entlassungswelle

Es gibt drei Gründe, warum die Entlassungen für Teslas Solar-Sparte eine große Sache sind. Erstens bestand SolarCitys Wachstum darin, dass Leute von Tür zu Tür gingen und Kunden davon überzeugen mussten, dass sie es mal mit Solarstrom versuchen. Wenn man diese Vertriebler also gehen lässt, dann dürfte sich das im Absatz widerspiegeln. Tesla hat verlauten lassen, dass man mehr auf Ausstellungsräume und Online-Plattformen setzen würde, allerdings gibt es keine Hinweise darauf, dass sich diese Strategie bezahlt macht.

Zweitens: SolarCity hat die Solaranlagen selber installiert. Wenn man die Monteure entlässt, könnte das die Gewinnspanne vergrößern. Tesla könnte Partner beauftragen, aber dazu hat sich das Unternehmen noch nicht geäußert.

Drittens, und hier kommt es auf die Bilanzen an: Tesla hat bei der Übernahme Firmenwerte von 462 Millionen Dollar und Assets in Höhe von 5,8 Milliarden Dollar übernommen. Diese Firmenwerte werden abgeschrieben werden müssen, weil SolarCity einfach nicht mehr das wert ist, was es mal wert war oder die Assets nicht den Erwartungen entsprechen.

Der Niedergang von SolarCity wirkt sich nicht auf die Bedeutung von Solar aus

Damals wollte Tesla mit dem Kauf dafür sorgen, dass die Solar- und Energiespeicherprodukte unter demselben Dach vereinen. Wenn es mit SolarCity bergab geht, dann sind die Synergien futsch.

Idealerweise könnte Tesla die Kundendaten von SolarCity nutzen, um eine Powerwall in Tausende Häuser der USA zu bekommen. Man muss schnell sein, weil die Konkurrenz dicht auf den Fersen ist.

Tesla hat im Q2 176 Megawatt an Solarsystemen installiert, im Gegensatz zu 76 für Sunrun (WKN:A14V1T) und 74 MW für SunPower (WKN:A1JNM7). Beide Unternehmen haben ihre eigenen Energiespeicherlösungen entwickelt, und wenn die wachsen, während Tesla schrumpft, könnten sie Tesla überholen.

Die Kleinkrämerei nimmt kein Ende

All das führt zu der Frage: Warum hat Tesla überhaupt SolarCity für 2,6 Milliarden Dollar gekauft, wenn man den Laden binnen eines Jahres dicht macht?

Tesla brauchte SolarCity nicht, wenn man Solaranlagen ohnehin über Ausstellungsräume an den Mann bringen will. Auch musste man SolarCity nicht kaufen, um die Rechte am Solardach zu halten, das hat ohnehin Tesla entwickelt. Es scheint, als wäre das eine Art Vetterndienst gewesen, um Elon Musk und seine Cousins Lyndon Rive und Peter Rive zu retten, die bei einer Pleite von SolarCity wohl Millionen und Milliarden verloren hätten.

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The Motley Fool besitzt Aktien von Tesla.

Dieser Artikel von Travis Hoium erschien am 1.11.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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