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Intel fördert Forschung und Entwicklung, spart beim Marketing

Intel Texas Instruments
Foto: Getty Images

Der Chip-Gigant Intel (WKN:855681) ist eines der profitabelsten Chip-Unternehmen der Welt. Im letzten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen rund 5,1 Milliarden US-Dollar an Betriebserträgen – eine Zahl, von der viele Chiphersteller im Laufe eines ganzen Jahres träumen.

Dennoch hat das Unternehmen angedeutet, dass es seine Betriebsausgaben – die Summe der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) sowie für Marketing, Allgemeines und Verwaltung – als Prozentsatz der Gesamteinnahmen von knapp 36 % im Jahr 2016 auf etwa 30 % reduzieren will.

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Ein Teil davon wird aus dem Umsatzwachstum resultieren. Wenn Intel schneller wachsen kann als die Betriebskosten, wird dieser Prozentsatz sinken. Ein Teil davon dürfte jedoch auf die Anpassung und Reduzierung der Betriebskosten zurückzuführen sein.

Die jüngsten Quartalszahlen von Intel zeigen, dass es dabei wohl um letzteres geht.

F&E leicht gestiegen

Im vergangenen Quartal stiegen Intels F&E-Ausgaben gegenüber dem Vorjahr leicht auf 3,22 Milliarden US-Dollar (im Vorjahr: 3,07 Milliarden US-Dollar). Das ist eine Steigerung von fast 5 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der F&E-Ausgaben am Gesamtumsatz lag jedoch mit 19,7 % nur um 0,2 % über dem entsprechenden Vorjahreswert.

Das Unternehmen wies darauf hin, dass die F&E-Ausgaben in Bereichen wie Chipherstellungstechnologie, künstliche Intelligenz, Automobilanwendungen und Speicher gestiegen seien – allesamt Bereiche, die das Management des Unternehmens für zukünftiges Wachstum für wichtig hält.

Diese Ausgabensteigerungen konnten jedoch durch „anhaltende Fortschritte bei der Effizienzsteigerung in Forschung und Entwicklung und Rationalisierung der Roadmap“ ausgeglichen werden.

„F&E-Effizienz“ ist ein Euphemismus für Kostensenkungen, einschließlich Senkung der Personalkosten, Verlagerung von Arbeitsplätzen in Regionen, in denen die Menschen für weniger Geld arbeiten, und so weiter. Die „Roadmap-Rationalisierung“ deutet darauf hin, dass das Unternehmen Produkte vom Markt nimmt, von denen es nicht glaubt, dass sie eine akzeptable Rendite erwirtschaften werden.

Große Reduzierung von Marketing-, Allgemein-, und Verwaltungskosten

Im letzten Quartal schien Intel seine Marketing-, Allgemein- und Verwaltungskosten stark gesenkt zu haben. Nicht nur sank der prozentuale Anteil am Umsatz – 12,7 % im Vorjahresquartal und nur noch 9,9 % im letzten Quartal – der tatsächliche Dollar-Betrag sank auch von 2 Milliarden auf 1,67 Milliarden US-Dollar.

Das Unternehmen wies darauf hin, dass dieser Rückgang auf mehrere Faktoren zurückzuführen sei. Erstens, sagte das Unternehmen, dass es „die Vertriebsmitarbeiter weiter auf Wachstumsprioritäten ausgerichtet habe“, was sich für mich wie ein Euphemismus für einen Personalabbau in den Vertriebsteams anhört, die für Nicht-Wachstumsbereiche verantwortlich sind.

Als nächstes behauptet das Unternehmen, dass es einige Änderungen an seinen Marketing-Programmen vorgenommen haben soll, um die Effizienz zu steigern. Intels CFO Robert Swan sagte, dass diese Änderung an Intels Marketing-Programmen zu einer zweiprozentigen Verringerung des Umsatzes der Client-Computing-Gruppe und zu einer 0,5-prozentigen Verringerung des Umsatzrückgangs im Rechenzentrum geführt habe. Diese Einsparungen gingen jedoch mit einem Rückgang der Betriebskosten einher, was letztendlich bedeutet, dass diese Änderungen ergebnisneutral waren.

Schließlich sagte Intel, dass es „Redundanzen beseitigt und die Verwaltungsebenen gestrafft“ habe, um die Marketing-, Allgemein-, und Verwaltungsausgaben zu reduzieren.

Foolishes Fazit

Aus der Perspektive eines Intel-Aktionärs, können diese Einsparungen eine gute Sache sein. Sollte es Intel nicht schaffen, Produkte zu entwickeln, die die Kunden wollen, und die Kunden davon zu überzeugen, diese Produkte zu kaufen, dann werden Kosteneinsparungen auch nicht weiterhelfen.

Die Investoren müssen aber das Risiko bedenken, dass Intel zu viel spart oder einfach an den falschen Stellen kürzt. Um es klar zu sagen: Intel gibt viel Geld für Forschung und Entwicklung sowie Marketing, Allgemein, und Verwaltung aus, diese Ausgaben unterstützen jedoch viele Einnahmen. In einem solchen Fall riskiert Intel kurzfristig eine Verbesserung der Ertragslage zu Lasten seiner langfristigen finanziellen Performance.

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The Motley Fool empfiehlt Intel.

Dieser Artikel wurde von Ashraf Eassa auf Englisch verfasst und am 31.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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