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3D Systems macht Verlust – Die Aktie stürzt ab. Schuld sind Abschreibungen und andere Faktoren

3D Systems (WKN:888346) enttäuschte mit seinem dritten Quartalsbericht 2017, der nach Handelsschluss am Dienstag veröffentlicht wurde. Das diversifizierte 3D-Druck-Unternehmen erlebte einen Umsatzrückgang um 2,2 %, und der Verlust je Aktie wurde gegenüber dem Vorjahr noch größer. Um einmalige Faktoren bereinigt, sank der Gewinn je Aktie ins Negative. Im Vorjahresquartal stand hier noch eine positive Zahl.

Der Gewinn wurde aufgrund von Abschreibungen in Höhe von 12,9 Millionen US-Dollar, Managementproblemen in den Regionen Asien-Pazifik und Amerika und Preisdruck in verschiedenen Sparten, besonders Metall und On-Demand-Fertigung, negativ beeinflusst.

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Die Aktien von 3D Systems fielen daraufhin um 15,4 % im nachbörslichen Handel. Es ist also wahrscheinlich, dass dieser Absturz an den enttäuschten Erwartungen der Börse und dem zurückgezogenen Zukunftsausblick liegt. Das Management sagte, dass die Unsicherheit bei der Qualität älterer Produkte und Zuverlässigkeitsprobleme, die sich als tiefer und breiter herausgestellt hatten, als erwartet, eine Vorhersage schwierig machen.

 

Quartalszahlen von 3D Systems

 Metrik  Q3 2017  Q3 2016 Veränderung zum Vorjahr
 Umsatz (oder Verkäufe) 152,9 Millionen USD 156,4 Millionen USD (2,2%)
 Operativer Gewinn (32,3 Millionen USD) (22,0 Millionen USD) N/A
Nettogewinn (37,7 Millionen USD) (21,2 Millionen USD) N/A
Bereinigter Nettogewinn (22,6 Millionen USD) 15,8 Millionen USD N/A
 GAAP Gewinn je Aktie (0,34 USD) (0,19 USD) N/A
 Bereinigter Gewinn je Aktie (0,20 USD) 0,14 USD N/A

Datenquelle: 3D Systems: GAAP = GENERALLY ACCEPTED ACCOUNTING PRINCIPLES.

 

Der Nettogewinn und der Gewinn je Aktie wurden durch die Abschreibung in Höhe von 12,9 Millionen US-Dollar negative beeinflusst. Die Produkte und Teile, die abgeschrieben wurden, gehören hauptsächlich in die Polymersparte.

Analysten hatten erwartet, dass 3D Systems einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,12 US-Dollar und einen Umsatz von 162,8 Millionen US-Dollar erzielen würde. Das Unternehmen verfehlte beide Werte deutlich. Allerdings sollten langfristige Investoren nicht zu viel Wert auf kurzfristige Schätzungen der Börse legen.

Beim Cashflow sieht es wie folgt aus: 3D Systems nutzte 0,7 Millionen US-Dollar für das operative Geschäft und schloss das Quartal mit einem Barbestand von 138,3 Millionen US-Dollar ab.

Die Bruttomarge des Quartals lag bei 38,3 % und umfasst die 12,9 Millionen US-Dollar, die bereits oben angesprochen wurden. Ein Jahr zuvor lag die Marge noch bei 44,1 %. Diese Zahl beinhaltete Ausgaben in Höhe von 10,7 Millionen US-Dollar für nicht fortgeführte Produkte und Projekte.

Segmentergebnisse

 Segment Q3 2017 Umsatz Q3 2016 Umsatz Veränderung im Jahresvergleich
Produkt 87,6 Millionen USD 94,5 Millionen USD (7,3%)
Service 65,3 Millionen USD 61,8 Millionen USD 5,7%
Gesamt 152,9 Millionen USD 156,4 Millionen USD * (2,2%)

Datenquelle: 3d systems. *Gesamt summiert sich auf 156,3 Millionen US-Dollar und nicht auf die angegebenen 156,4 Millionen US-Dollar. Die abweichung entstand durch rundungsfehler.

Hier gehen wir genauer darauf ein, wie sich die Schlüsselkategorien im Vergleich zum Vorjahr verändert haben.

  • Healthcare-Lösungen: 10 % Plus auf 47 Millionen US-Dollar. (Diese Kategorie umfasst beide Segmente und überschneidet sich mit anderen Kategorien.) Das Wachstum ist jedoch nicht vollkommen organisch, da die Ergebnisse durch eine Übernahme eines Unternehmens, welches Zahnmaterial herstellt, im ersten Quartal verbessert wurden.
  • Software: (Produkt) Unverändert bei 21 Millionen US-Dollar.
  • Materialien: (Produkt) 4 % Plus auf 39 Millionen US-Dollar. Diese Kategorie erhielt durch die oben erwähnte Übernahme ebenfalls einen Schub. Ohne die Übernahme war der Umsatz bei Materialien bestenfalls unverändert, wie ich es bei einer Telefonkonferenz verstanden hatte.
  • 3D-Drucker: (Produkt) 11 % Minus auf 29 Millionen.
  • On-Demand Teilefertigung: (Service) 3 % Plus auf 27 Millionen US-Dollar.

Das hatte das Management dazu zu sagen

Joshi sagte in der Pressemitteilung:

Obwohl das dritte Quartal unsere Erwartungen nicht erfüllt hatte, glauben wir, dass die organisatorischen und operativen Maßnahmen, die wir in dem Quartal eingeleitet haben, das Unternehmen besser für den langfristigen Erfolg positionieren. Während des Quartals reorganisierten wir das Team, tauschten Schlüsselführungspositionen in den Regionen Amerika und Asien-Pazifik aus und veränderten uns zu einer weltweiten Struktur. Wir haben auch eine tiefe und umfassende Begutachtung unseres Portfolios abgeschlossen, welche auf der [seit Jahresbeginn verzeichneten] Nachfrage, den Markttrends und dem umfassenden Verständnis der Kundenerwartungen beruht.

Ausblick

3D Systems hatte ein schlechtes Quartal. Dafür gab es verschiedene Gründe: Abschreibungen auf Produkte und Inventar, Managementprobleme in den Regionen Amerika und Asien-Pazifik und Preisdruck in einzelnen Geschäftssparten – hauptsächlich Metalle und On-Demand-Fertigung, aufgrund wachsender Konkurrenz.

Das Unternehmen nahm seinen Ausblick für 2017 zurück (der bereits im Vorquartal nach unten korrigiert wurde) und gab Probleme bei der Zuverlässigkeit älterer Produkte an, die tiefer und breiter waren, als sie das Management bisher eingeschätzt hatte. Diese Probleme machen eine Vorhersage schwierig, so das Management.

Joshi sagte während der Telefonkonferenz, dass das Unternehmen plant, 2018 neue Produkte auf den Markt zu bringen – inklusive der 3D-Drucktechnologie für Metall der nächsten Generation. Am 7. November will das Unternehmen weitere Details über die neuen Produkte und die Markteinführung bekannt geben.

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The Motley Fool empfiehlt 3D Systems.

Dieser Artikel wurde von Beth McKenna auf Englisch verfasst und am 31.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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