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Aurelius-Aktie: Kursverfall trotz Rekordzahlen – zwei Erklärungsansätze

Kürzlich hat die Beteiligungsgesellschaft Aurelius (WKN:A0JK2A) Zahlen für die ersten neun Monate des Jahres vorgelegt, die hervorragend waren. Das Geschäftsjahr 2017 wird mit Rekorden auftrumpfen können und die Dividendenrendite dürfte zu aktuellen Kursen 2018 fast zweistellig sein.

Trotzdem bringen die hervorragenden Zahlen und der Ausblick auf eine satte Ausschüttung die Aktie nicht so recht in Schwung. Seit dem zwischenzeitlichen Hoch von über 57 Euro je Aktie, das Anfang Oktober erreicht wurde, ging es erst abwärts und dann seitwärts. Diese zwei Gründe könnten der Grund dafür sein, dass Anleger die sehr guten Ergebnisse derzeit nicht mit höheren Kursen belohnen.

1. Ein Gerichtsverfahren legt den Finger in die Wunde

Am Montag den 20. Oktober wurden wahrscheinlich nicht wenige Aurelius-Aktionäre an die traumatischen Kursstürze im Laufe der Short-Attacke im Frühjahr erinnert. Die Aktie brach kurzzeitig stark ein, nachdem über das Wochenende Berichte über ein Gerichtsverfahren in Frankreich publik wurden.

Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wurde das Aurelius-Management in Frankreich zu einer Anhörung gebeten, um sich im Fall der Insolvenz der französischen Tochter des Chemieunternehmens Isochem zu rechtfertigen. Isochem ist ein wichtiges Portfoliounternehmen von Aurelius.

Aurelius soll die französische Tochter „ausgesaugt haben“. Solche Anschuldigungen erinnern an den Enthüllungsbericht von Gotham City Research, der im Zuge der Short-Attacke veröffentlicht wurde. Bisher wurden aber in der Regel harte Sanierungsarbeiten, die oft mit Teilinsolvenzen verbunden sind, mit tatsächlich unlauteren Geschäftspraktiken verwechselt, und die Chancen stehen gut, dass dies an dieser Stelle wieder der Fall ist. Das Gerichtsverfahren dürfte aber die Finger in die Wunde gelegt haben, welche die Short-Attacke hinterlassen hat, und könnte mittelfristig den Appetit auf Aurelius-Aktien gezügelt haben.

2. Das Aktienrückkaufprogramm verliert an Schwung

Ein weiterer wichtiger Faktor für den zuletzt wieder etwas schwächeren Aktienkurs könnte der langsamere Rückkauf von Aktien sein. Insgesamt wurden dieses Jahr bereits Aktienrückkäufe in Höhe von bis zu 176 Mio. Euro geplant und größtenteils auch schon durchgeführt, wovon der Großteil nach der Short-Attacke in die Wege geleitet wurde.

Der meiste Teil dieser Summe ist bereits geflossen und langsam werden die Aktienrückkäufe weniger. Ein Blick auf die letzten Wochen zeigt das deutlich:

Woche Wert der durchschnittlichen Rückkäufe pro Tag, in Euro
25.09.–29.09. 1.141.095
02.10.–06.10. 1.150.184
09.10.–13.10. 976.726
16.10.–20.10. 796.772
23.10.–27.10. 774.546

Quelle: auf DGAP veröffentlichte Kapitalmarktinformation, eigene Berechnungen

Zwischen 300.000 und 400.000 Euro weniger wurden also zuletzt im Vergleich zu Ende September und Anfang Oktober an eigenen Aktien erworben. Zu dem Monatswechsel waren wohlgemerkt nicht nur die Rückkäufe, sondern auch der Aktienkurs höher. Aktuell ist die Nachfrage nach Aktien im Rahmen des Rückkaufprogramms also deutlich reduzierter als noch vor kurzem, was heißt, dass bei gleichbleibendem Angebot ein niedriger Preis nötig ist, um ein Gleichgewicht am Markt herzustellen.

Langfristig orientierte Anleger sollten sich aber bewusst sein, dass sowohl das Gerichtsverfahren, als auch die Reduzierung des Aktienrückkaufprogramms wohl kaum etwas an den fundamentalen Aussichten von Aurelius ändern dürften.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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