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Der Ausblick bei Nokia verschlechtert sich weiter, die Umsätze sinken

Foto: The Motley Fool.

Nokia (WKN:870737) meldete seine Ergebnisse des dritten Quartal, bevor die Börse am 26. Oktober öffnete. Der starke Umsatzrückgang ist auf die Schwäche im Netzgeschäft zurückzuführen, wobei eine starke Performance im Technologiesegment nicht in der Lage war, die schwache Entwicklung zu bremsen. Der Gewinn hat sich fast verdoppelt, aber das Unternehmen senkte seine Prognose für das Gesamtjahr erneut, was auf ein schwieriges Marktumfeld und einen verschärften Wettbewerb zurückzuführen ist. Hier ist alles, was die Investoren über die Ergebnisse von Q3 wissen sollten.

Nokia: Die nackten Zahlen

Kennzahl Q3 2017 Q3 2016 Wachstum im Jahresvergleich
Umsatz 5,54 Mrd € 5,96 Mrd € (7 %)
Gewinn 516 Mio € 264 Mio € 95,5 %
Gewinn pro Aktie 0,09 € 0,04 € 125 %

Datenquelle: Nokia. Alle Zahlen nach nicht-internationalen Rechnungslegungsvorschriften.

Was geschah mit Nokia in diesem Quartal?

  • Der Umsatz der Sparte Netwerke ging im Jahresvergleich um 9 % auf 4,82 Milliarden Euro zurück. In diesem Segment sank der Umsatz mit Ultrabreitbandnetzen um 17 % auf 2,10 Milliarden Euro, der Umsatz mit globalen Diensten um 2 % auf 1,36 Milliarden Euro und der Umsatz mit IP-Netzen und -Anwendungen um 4 % auf 1,37 Milliarden Euro.
  • Die Bruttomarge der Sparte Netzwerke erhöhte sich im Jahresvergleich um 110 Basispunkte auf 38,6 %, während die operative Marge um 130 Basispunkte auf 6,9 % zurückging.
  • Der Umsatz der Technologiesparte stieg im Vergleich zum Vorjahr um 73 % auf 390 Millionen Euro. Die Bruttomarge erhöhte sich um 130 Basispunkte auf 97,9 %, während die operative Marge 80,7 % und damit 1.670 Basispunkte zunahm.
  • Der Umsatz aus einer Schiedsvereinbarung trug im dritten Quartal 180 Millionen Euro zum Wachstum des Technologiesegments und damit einen Teil zum Wachstum bei.
  • HMD Global, der exklusive Lizenznehmer der Marke Nokia für Handys und Tablets, hat im dritten Quartal das Vorzeigemodell Nokia 8-Smartphone auf den Markt gebracht.

Nokia hat den Anlegern folgende Orientierungshilfen gegeben:

  • Jährliche Kosteneinsparungen von 1,2 Milliarden Euro durch die Fusion von Nokia mit Alcatel-Lucent bis 2018. Diese Zahl ist gegenüber dem bisherigen Ausblick unverändert.
  • Nokia erwartet, dass das Netzgeschäft in diesem Jahr zusammen mit dem ansprechbaren Markt zurückgehen wird. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Marktbedingungen etwas schwieriger sein werden als bisher erwartet. Das Unternehmen rechnet mit einem Rückgang des ansprechbaren Marktes um 4-5 %, was schlechter ausfällt als bisher angenommen und einen Rückgang um 3-5 % darstellt.
  • Nokia rechnet auch für 2018 mit einem Rückgang des ansprechbaren Marktes um 2-5 %.
  • Insbesondere im vierten Quartal 2017 ist davon auszugehen, dass der verschärfte Wettbewerb in China das Ergebnis belasten wird.
  • Im Netzgeschäft wird für 2017 weiterhin eine operative Marge zwischen 8 und 10 % erwartet.

Für das Segment Technologie wurden keine Prognosen abgegeben.

Was das Management zu sagen hatte

Trotz der Schwäche im Netzgeschäft von Nokia fand CEO Rajeev Suri einige positive Dinge:

Auch in weiten Teilen unseres Netzgeschäfts konnten wir im Berichtsquartal starke Ergebnisse verzeichnen. Auf der Umsatzseite verzeichneten wir im Vergleich zum Vorjahr ein konstantes Wachstum bei den Geschäftsfeldern Global Services und IP Routing sowie in den Regionen Naher Osten, Afrika und Asien-Pazifik. Die Auftragseingänge stiegen in vielen Bereichen, darunter Applications & Analytics, die im dritten Quartal das fünfte Quartal in Folge zulegen konnten. Dies zeigt, dass wir in unserer Strategie ein starkes, eigenständiges Softwaregeschäft aufzubauen, Fortschritte erzielt haben.

Suri beschrieb einige der Probleme, mit denen das Unternehmen konfrontiert ist:

Bei den Themen, die uns im Mobilfunk beschäftigen, habe ich in den Vorquartalen festgestellt, dass das F&E-Team dieses Geschäftsbereichs außerordentlich stark ausgelastet ist. Angesichts dieser Situation haben wir einige Probleme mit der Zeit für die Konvergenz einiger Produkte gesehen, die aber nur wenige Kunden betroffen haben. Infolgedessen hat Mobile Networks sowohl rückläufige Umsätze als auch einen Anstieg der zu erwartenden Kosten für den Austausch von Netzausrüstungen zu verzeichnen.

Ein Blick in die Zukunft

Nokia hatte zwar ein vom Umsatz her raues drittes Quartal, aber der Gewinn wächst weiterhin mit rasantem Tempo. Diese Wachstumsrate ist nicht nachhaltig, aber sie zeigt, dass Nokia auch in einem schwierigen Marktumfeld seine Margen halten kann.

Nokia hat seinen Ausblick für 2017 leicht verschlechtert und erwartet, dass der Wettbewerb im vierten Quartal das Ergebnis belasten wird. Auch im Kerngeschäft Netze erwartet das Unternehmen für 2018 weitere Umsatzrückgänge. Suri ist jedoch optimistisch, dass das Unternehmen für die Einführung von 5G-Netzen gut positioniert ist.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Timothy Green auf Englisch verfasst und am 27.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.


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