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Wie BASF und Bosch die deutsche Elektroautolandschaft prägen könnten

Foto: BASF SE

Klar, Unternehmen wie Tesla (WKN:A1CX3T) bieten spannende Beispiele für die mögliche Zukunft der Elektromobilität. Auch die neusten vorgestellten Elektromodelle von BMW (WKN:519000) und Daimler (WKN:710000) sehen vielversprechend aus.

Vielleicht werden es aber eher die versteckten deutschen Champions sein, die am Ende die heimische Elektroautolandschaft besonders prägen werden. Das Technikunternehmen Bosch und der Chemieriese BASF (WKN:BASF11) wollen wichtige Akteure werden, indem sie voll auf ihre historischen Stärken setzen.

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Bosch erfindet das Herz des Elektromotors neu

Bosch hat sich ganz schön was vorgenommen. Das Stuttgarter Unternehmen will nichts weniger als den Elektromotor selbst revolutionieren. Boschs neue E-Achse soll verschieden Bestandteile vereinen, die bisher getrennt voneinander waren. Elektrische Maschine, Getriebe und Leistungselektronik sollen alle in der E-Achse verbaut sein, anstatt wie bisher einzelne Komponenten zu bilden.

Dadurch entsteht ein für Abnehmer unkompliziertes Gesamtpaket, das besonders einfach verbaut werden kann. Die E-Achse soll sowohl leistungsfähig als auch energiesparsam sein. Bosch rechnet mit einem Wirkungsgrad von 93 bis 94 %, deutlich höher als die bisher üblichen 80 bis 90 %.

Bosch ist sich aber sicher, dass es sich hier nicht um einen theoretischen Prototypen handelt, sondern um ein schon bald massentaugliches Produkt, mit dem es den Weltmarkt erobern kann. Spätestens 2019 soll die Massenproduktion beginnen, ab 2020 will man Marktführer in diesem Bereich der Elektromobilität sein. Man rechnet mit Milliardenumsätzen.

Das klingt ambitioniert, aber Bosch ist nicht dafür bekannt, Luftschlösser zu bauen. Schon seit 2012 liefert man Achsantriebe für Elektroautos. Hunderttausende Elektroautos sind bereits mit Bosch-Technik ausgestattet. Auch das innovative neue Unternehmen Streetscooter, das für seine elektrischen Lieferwagen bekannt ist, setzt auf Bosch-Technik. Das amerikanische Start-up Nikola Motors Company will die neue Technik sogar nutzen, um LKWs mit Energie aus Wasserstoff eine Reichweite von 1.900 Kilometern zu ermöglichen.

Bosch könnte also schon in wenigen Jahren ein zentrales Unternehmen der Elektrorevolution sein.

BASF will in das Innenleben der Batterie

Noch weniger sichtbar soll BASFs Beitrag zu dem Erfolg von Elektroautos werden. Die Ludwigshafener wollen sich führend als Lieferant von Materialien und Komponenten positionieren. Besonders die Kathodenproduktion soll dafür nun in Europa groß gestartet werden, nachdem bisher nur in Japan und Amerika produziert wird. Kathoden sind in der Herstellung sehr aufwendig, man geht davon aus, dass solch komplexe Materialien ein Drittel der Batterieherstellungskosten ausmachen.

Damit man auch verlässlich an die Rohstoffe für die Herstellung kommt, wurde bereits eine Kooperation mit dem russischen Rohstoffkonzern Norilsk Nickel vereinbart. Es soll aus der Metallraffinerie im finnischen Ort Harjavalta Nickel und Kobalt liefern. So kann eine europäische Lieferkette geschaffen werden, die parallel zu den neu geplanten europäischen Batterie-Fabriken eine steigende Produktion ermöglicht. BASF will hierfür schon kurzfristig 400 Mio. Euro investieren. Bereits vor längerer Zeit war man der Ansicht, dass das Geschäft als Zulieferer für Batteriehersteller im Jahr 2020 Umsätze in Höhe von 500 Millionen Euro einbringen könnte.

BASF könnte also seinem alten Werbeslogan „Unsichtbarer Beitrag. Sichtbarer Erfolg.“ wieder einmal gerecht werden, als heimlicher Marktführer in der Produktion von wichtigen Batterie-Bestandteilen.

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Marlon Bonazzi besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler. 

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