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BMW, Daimler und VW: Kurzfristig top, langfristig flop?

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Zugegeben, die drei großen deutschen Autohersteller BMW (WKN:519000), Daimler (WKN:710000) und Volkswagen (WKN:766400) sind momentan extrem profitabel, was die Argumentation, dass ein Abwärtstrend drohen könnte, schwierig macht.

Es ist allerdings wohl für niemanden ein Geheimnis, dass sich die Automobilbranche am Anfang eines fundamentalen Umbruchs befindet. Immer mehr Länder kündigen Zeitpläne für das Verbot von Verbrennungsmotoren in Neufahrzeugen an. Gleichzeitig steigt der Konkurrenzdruck durch finanzkräftige Technologieunternehmen aus aller Welt. Das macht es für Investoren immer schwieriger, abzuschätzen, wer am Ende die Nase vorn haben wird.

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Kurzfristig top, langfristig flop?

Sieht man sich ausschließlich die aktuellen Gewinne der Konzerne an, sieht die Welt auch noch in Ordnung aus. Eigentlich könnte es sogar kaum besser laufen. Doch beim Investieren geht es um die Zukunft und nicht um die Vergangenheit. Hohe Gewinne in den letzten Jahren sind gut und schön, sagen jedoch nicht viel über die Zukunft aus. Und genau da liegt das Problem.

Die Automobilbranche bewegt sich in Richtung Elektromobilität. Sieht man sich die Angebote der oben genannten Konzerne an, wird aber schnell klar, dass man im großen und ganzen noch nicht darauf vorbereitet ist und wohl auch hofft, dass man sich noch Zeit lassen kann. Es werden immer mal wieder neue Modelle mit Elektroantrieb angekündigt, doch bis diese auch verkauft werden, werden in den meisten Fällen noch einige Jahre vergehen. Das ist von den Herstellern sicherlich auch so gewollt, da es bereits Warnungen gab, dass die geplanten Elektrofahrzeuge die Gewinnmarge belasten werden. Je später man mit dem Verkauf beginnen kann, ohne gleich die gesamte Marktentwicklung zu verpassen, desto besser also.

Neue Konkurrenten und Geschäftsmodelle belasten den Ausblick

Das Problem ist allerdings, dass in dieser Zeit etliche neue Unternehmen aus dem Boden schießen, eigene Technologien entwickeln und auf Kundenfang gehen. Der späte Markteinstieg könnte also durchaus nach hinten losgehen, wenn man nicht gut aufpasst.

Eine weitere Gefahr stellt die Verbreitung von neuen Mobilitätsdiensten dar. Carsharing spielt dabei eine entscheidende Rolle. Anbieter wie Car2Go verzeichnen eine steigende Nachfrage nach ihren Fahrzeugen, da viele Leute darauf verzichten möchten, sich ein eigenes Auto zu kaufen, das dann die meiste Zeit des Tages nur steht und Kosten verursacht.

Sollte sich die Entwicklung weiter fortsetzen, könnte das den Automobilmarkt ebenfalls stark verändern, da die vorhandenen Fahrzeuge effizienter genutzt werden könnten und damit eine geringere Anzahl benötigt werden würde.

Hohe Investitionen werden den Gewinn belasten

Als wäre das noch nicht genug, gibt es auch noch einige Schwergewichte aus dem Technologiesektor, die die Entwicklung autonomer Fahrzeuge vorantreiben. Um im Technologiewettrennen nicht unter die Räder zu geraten und am Ende nur noch ein Zulieferer für die Technologiebranche zu sein, muss daher mitgezogen und viel Geld in Forschung gesteckt werden.

All diese Entwicklungen werden in den nächsten Jahren voraussichtlich Milliardenkosten verursachen und die Gewinne drücken. Das größte Problem für Investoren ist, dass derzeit keineswegs absehbar ist, wer am Ende dieses Umbruchs wie aufgestellt sein wird, oder ob sich überhaupt eine Veränderung ergeben wird.

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Dennis Zeipert besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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