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Snap entlässt weitere Mitarbeiter

Quelle: Media Kit Snap Inc.

Es sieht nicht ganz so sonnig aus bei Snap (WKN:A2DLMS), dem Mutterkonzern von Snapchat. Das Unternehmen hat weitere 18 Mitarbeiter entlassen, laut Business Insider die meisten davon im Rekrutierungsbereich. Snap will angeblich auch noch in anderen Bereichen die Köpfe rollen lassen, ist man doch derzeit dabei, ein neues System zu implementieren, das die Leistung der einzelnen Mitarbeiter besser messen kann.

Bislang sind die Prozesse dazu von Snap noch recht durchwachsen. Business Insider sagt auch, dass intern schon kommuniziert wurde, dass man 2018 nicht mehr so schnell so viele Mitarbeiter einstellen werde. Der eine oder andere Manager wird „harte Entscheidungen“ fällen müssen, wenn es um nicht ganz so grandios arbeitende Angestellte geht.

Erst vor einem Monat wurde bekannt, dass Snap das Hardware-Team umstrukturiert hat, damit das „Kamera-Unternehmen“ Energie in die neueste Hardware-Entwicklung stecken kann: Ein Halloween-Kostüm des tanzenden AR-Hotdogs, das rund 80 Dollar kosten soll.

Sind das nur Wachstumsbeschwerden?

Es ist ja nicht ganz ungewöhnlich für junge Unternehmen, erstmal mehr Personal als nötig einzustellen. Damit kann man ja recht flott viel Geld reinholen. Wenn ein Unternehmen aber seine Wachstumschancen falsch einschätzt, muss man das überflüssige Personal eben wieder reduzieren. Das nennt man dann Wachstumsbeschwerden.

Das ist auch ganz genau das, was bei Snap gerade passiert. Denn seit Ende 2015 hat sich die Zahl der Mitarbeiter vervielfacht. Damals hatte man 600 Mitarbeiter, Ende des letzten Quartals waren es deren rund 2.600.

Mitarbeiterwachstum bei Snap. Grafik vom Autor

Einige neue Mitarbeiter kamen via Zukäufe, wo Snap ja sehr aktiv war. Das Unternehmen hat im Laufe des Sommers über 400 Millionen Dollar für drei Zukäufe ausgegeben. Zenly hatte 45 Angestellte, Placed etwas über 100 Angestellte.

Was stellt das an Kosten dar?

Zunehmende Mitarbeiterzahl stellt natürlich auch zunehmende Betriebskosten dar. Die gesamten Kosten und Ausgaben lagen bei 630,7 Millionen Dollar. Im Vorjahr betrug dieser Posten noch 187,7 Millionen Dollar, das ist ein Plus von 240 %. Dieser Anstieg war höher als der um 200 % gestiegene Umsatz.

Snap sagt nicht, wie viele Mitarbeiter wo arbeiten. Allerdings teilt man mit, welche Bereiche wie gewachsen sind.

Bereich (Q2) Vergleich zum Vorjahr
Forschung und Entwicklung 190 %
Vertrieb und Marketing 160 %
Verwaltung 110 %

Leider bekommen Anleger keine Einblicke in Prognosen. So gibt es keine Weisung dahin, wie die Betriebskosten in Zukunft aussehen dürften. Selbst wenn Snap einen offiziellen Plan zur Restrukturierung aufstellen würde, könnte man nur rätseln, wie effektiv diese Maßnahmen am Ende sein werden.

CEO Evan Spiegel hat neulich zugegeben, dass er besser mit Investoren kommunizieren müsse. Eine offizielle Prognose wäre schon einmal ein guter erster Schritt.

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The Motley Fool hält keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel von Evan Niu erschien am 20.10.2017 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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