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Europäische Gigafactory und E-Quote: Kann die EU zum Katalysator werden?

Foto: Getty Images

Aus China hört man immer öfter Meldungen, dass der Staat mit solcher Entschlossenheit und so großen Anreizen Elektroautos fördert, dass der Markt rasant wächst. Manch einer vermutet bereits sogar, dass China nicht nur der weltweit wichtigste Markt, sondern auch der wichtigste Hersteller von Elektroautos werden könnte. Die Bewohner der versmogten Städte und die international noch unbekannten chinesischen Automarken würden sich zumindest darüber freuen.

Dass ohne die richtigen Rahmenbedingungen und umfangreiche Startförderung nicht viel geht, hat man mittlerweile auch in Europa verstanden. Deswegen mehren sich jetzt die Initiativen, welche die Zukunft von Elektroautos in Europa sicherstellen sollen. Mit eigener Gigafactory und E-Quote könnte man den Chinesen die Stirn bieten und darüber hinaus auch die ewige Diesel-Diskussion aus der Welt schaffen.

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Eine Gigafactory für den europäischen Bedarf

Europa hat eigentlich so gut wie gar keine Relevanz als Produktionsstandort für Batterien. Die wirklich wichtigen Hersteller kommen vor allem aus Asien, LG ChemSamsung SDI und Panasonic sind hier führend. Mit Panasonic kooperiert auch Tesla, das mit seiner ambitionierten Gigafactory in Nevada auch die USA zu einem wichtigen Produktionsstandort machen wird.

Europas Abseitsposition soll sich jetzt aber ändern. Am 11. Oktober gab es eine Art Batteriegipfel in Brüssel, der eine strategische Neuausrichtung fordert, die auch Europa zu weltweiter Relevanz führen soll. Es wurden EU-Forschungsgelder in Höhe von 2,2 Mrd. Euro in Aussicht gestellt, um eine Batterie-Allianz nach Vorbild der europaweiten Zusammenarbeit in der Luftfahrtindustrie zu schaffen. Passend zu dieser Ankündigung waren viele wichtige Vertreter der Wirtschaft präsent.

EU-Kommissionsvizepräsident Maros Sefcovic sprach von einem Markt für Batterien, der bereits 2025 250 Milliarden Euro schwer sein und vier bis fünf Millionen Jobs unterstützen könnte. „Ich bin nicht bereit, diesen lukrativen Markt unseren Wettbewerbern zu überlassen“, äußerte Sefcovic auf dem Treffen. Es soll deshalb in Zukunft mehrere europäische Gigafactories geben, um den Bedarf zu decken und nicht abgehängt zu werden. 

Mit der E-Quote die Elektrorevolution starten

Die Batterieproduktion ist also schon ein festes Ziel der EU, bei einer gesetzlich vorgeschriebenen Quote ist die Situation hingegen ein wenig komplizierter. Viele Länder haben schon eigene Quoten beschlossen. Frankreich und Großbritannien wollen ab dem Jahr 2040 den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor komplett verbieten.

Auch eine europaweite Quote machte eine kurze Zeit die Runde. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete, dass eine Quote von 15 % ab 2030 geplant sei, dieser Bericht wurde von der EU-Kommission aber dementiert. Trotzdem dürfte im November klar werden, wenn die EU ihre Emissionsziele für die Jahre 2021 bis 2030 vorstellt, dass Autohersteller sich auf einen größeren Anteil an Elektroautos einstellen müssen, wenn sie ihre Absatzzahlen hoch halten wollen.

Die EU schein also bereit zu sein, mit umfangreichen Mitteln die Elektrorevolution voranzutreiben. Jetzt wird spannend, ob auch auf Worte Taten folgen.

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