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3 Zitate aus IBMs Telefonkonferenz zum dritten Quartal

Foto: The Motley Fool.

Die Aktie von IBM (WKN:851399) stieg ungefähr 9 % am Mittwoch, nachdem der jahrhundertalte Technologieriese solide Quartalszahlen berichtet hatte und voraussagte, dass es mit den rückläufigen Einnahmen bald vorbei wäre. Die Umwandlung von IBM in ein Cloud- und Kognitiv-Computer-Unternehmen hat die Geduld der Investoren getestet. Diese Geduld scheint sich nun auszuzahlen.

Über die Headline-Nummern hinaus gab das Management von IBM während der Telefonkonferenz des Unternehmens einige kritische Details bekannt. Wenn Sie ein IBM-Investor sind oder in Aktien investieren möchten, sollten Sie sich diese drei Quotierungen von CFO Martin Schroeter ansehen.

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Organisches Wachstum

IBM teilt sein Geschäft in zwei große Kategorien auf. Das Kerngeschäft, das etwas mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmacht, ist rückläufig. Im dritten Quartal brach der Kernumsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um rund 8 % ein. Dabei handelt es sich um die älteren Sparten, die zum Teil in rückläufigen Märkten arbeiten. Dennoch bleiben sie für IBM hochprofitabel.

IBM nennt den Rest seines Geschäfts „strategische Imperative“. Zu dieser Kategorie gehören alle Wachstumssegmente von IBM, wie Cloud Computing und Analytics. Die strategischen Imperative wachsen zweistellig und gleichen die Rückgänge im Kerngeschäft weitgehend aus.

IBM hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Übernahmen getätigt, um sein Produkt- und Dienstleistungsportfolio zu stärken. Schroeter erklärte im dritten Quartal, dass das zweistellige strategische Wachstum fast ausschließlich organisch sei:

In allen Segmenten stieg der Umsatz um 11 % oder 10 % währungsbereinigt bei einem starken zweistelligen Wachstum in den Bereichen Cloud und Sicherheit… Die Umsatzentwicklung im Quartal war fast ausschließlich organisch. Die Einnahmen aus unseren strategischen Imperativen in den letzten 12 Monaten stiegen ebenfalls um 10 % auf 34,9 Milliarden US-Dollar und machen nun 45 % der IBM-Umsätze aus.

Fast die Hälfte von IBM wächst organisch um 10 %. Das ist eine beeindruckende Leistung. Es ist einfach, Umsatzwachstum durch den Kauf von Unternehmen zu erzielen. Aber starkes organisches Wachstum ist ein Zeichen dafür, dass die Wachstumsstrategie von IBM funktioniert.

Sicherheit

Eines der strategischen Ziele von IBM ist die Sicherheit. Mit großen Cyberattaken, wie der jüngste Equifax-Bruch, die immer häufiger stattfinden, stellt der Cybersicherheitsmarkt eine große Chance für IBM dar.

Im dritten Quartal stieg der Sicherheitsumsatz von IBM im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 50  % auf 700 Millionen US-Dollar. Schroeter nannte einige Einzelheiten:

Von allen Segmenten wuchs die Sicherheitssparte in diesem Quartal um rund 50 %, was auf unsere Sicherheitssoftwarelösungen und die starke Nachfrage nach den umfassenden Verschlüsselungsfunktionen unserer neuen z14 zurückzuführen ist. Der Mainframe ist ein großartiges Beispiel für eine Kernplattform, die wir kontinuierlich modernisiert haben, und jetzt mit neuen Funktionen wie maschinelles Lernen und pervasiver Verschlüsselung für die kognitive und Cloud-Ära neu erfunden haben. Damit ist er eine ideale Plattform für die Blockchain.

IBM hat im September mit der Auslieferung seines neuen z14-Mainframe-Systems begonnen. Der z14 bietet die Möglichkeit, alle Daten einer Anwendung, eines Cloud-Services oder einer Datenbank zu verschlüsseln, ohne dass die Systemleistung beeinträchtigt wird. IBM erfindet in jedem Zyklus den Mainframe neu. Der Anfang 2015 eingeführte neue Mainframe z13 konzentrierte sich auf die massive Anzahl von Finanztransaktionen, die auf mobilen Endgeräten initiiert wurden. Diesmal stehen die Sicherheitsleute im Mittelpunkt.

In den nächsten Quartalen sollte der z14 die Sicherheitsumsätze weiter steigern und die strategisch notwendigen Einnahmen weiter steigern.

Das Ende

IBM bietet in der Regel keinen ausführlichen Umsatzausblick. Doch mit einem Umsatzrückgang von 22 Quartalen in Folge gegenüber dem Vorjahr ist das Ende dieser Flaute ein erwähnenswerter Meilenstein. Schroeter gab einige Schätzungen für das vierte Quartal vor:

Da wir auf das vierte Quartal blicken, haben wir eine Reihe von Szenarien, vor allem wenn man die typische große Transaktionsbasis in unserem vierten Quartal betrachtet. Im vergangenen Jahr steigerten wir den Umsatz zwischen Q3 und Q4 um 2,5 Milliarden US-Dollar. In diesem Jahr erwarten wir sequentiell bessere Zahlen, was zum Teil auf den Mainframe-Zyklus zurückzuführen ist, also vielleicht 300 bis 400 Millionen US-Dollar mehr.

IBM erwartet, dass der Umsatz im vierten Quartal den Umsatz des dritten Quartals um 2,8 bis 2,9 Milliarden US-Dollar übertreffen wird, was zum Teil auf ein starkes Quartal für den z14 zurückzuführen ist. Dies bedeutet einen Umsatz im vierten Quartal zwischen 21,95 und 22,05 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu 21,77 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2016. Das ist gut für das Wachstum gegenüber dem Vorjahr so hoch wie 1,3 %.

Das klingt nicht sehr beeindruckend, aber es ist schon lange her, dass IBM überhaupt Umsatzwachstum erzielt hat. Der Wendepunkt, an dem die strategischen Imperative groß genug werden, um Rückgänge im Kerngeschäft auszugleichen, steht kurz bevor. Auch wenn das Wachstum eher gering bleibt, könnte das Ende dieser negativen Strähne bei IBM alles ändern. Der Markt könnte die Bemühungen zur Trennwände des Unternehmens vielleicht sogar honorieren.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Timothy Green auf Englisch verfasst und am 19.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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