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Es sollte dich nicht überraschen, dass der Dow gerade 23.000 Punkte erreicht hat

Es ist ein weiterer historischer Tag für den wohl bekanntesten Börsenindex der Welt, den Dow Jones Industrial Average (WKN:969420). Der 121-jährige Index schloss am Dienstag mit 40 Punkten im Plus und einem neuen Allzeitrekord von 22.997 Punkten.

Der Dow hat 23.000 überschritten!

Aber die wirkliche Neuigkeit ist, was am Dienstag geschah. Dank eines starken Gewinns des Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson, der um 4,67 US-Dollar zulegte (für den Gesundheitsgiganten ein großer Schritt), übertraf der Dow die Marke von 23.000 Punkten kurzzeitig und erreichte ein Intraday-Hoch von 23.002 Punkten. Seit der Talsohle im März 2009 hat der Dow nun mehr als 250 % zugelegt.

Wie du dir vielleicht vorstellen kannst, zog das eine Menge Medienaufmerksamkeit auf sich. Praktisch jede Nachrichtenagentur berichtete über den Rekordstand von 23.000 Punkten, nachdem er die 22.000-Punkte-Marke erst 11 Wochen zuvor überschritten hatte. Doch ich habe Neuigkeiten für dich — es gibt wirklich nichts, das daran überraschend ist.

Warum ist jeder so schockiert, dass der Dow bei über 23.000 steht?

Historisch gesehen konnte die Börse durchschnittlich um 7 % pro Jahr steigen, inklusive reinvestierte Dividenden. Das bedeutet, dass sich dein Geld im Durchschnitt alle 10 Jahre verdoppelt. Das heißt aber nicht, dass Aktien für immer steigen werden. Sowohl bei der Internetblase als auch während der Finanzkrise haben wir gesehen, wie schnell man sein Geld verlieren kann. Aber es hat sich gezeigt, dass das langfristige Halten von hochwertigen Unternehmen Wunder wirkt.

Ein kurzer Blick auf die Performance des Dow seit Oktober 1984 zeigt, dass trotz des Black Monday 1987, als der Dow an einem einzigen Tag 22 % seines Wertes verlor, der Dotcom-Blase und der Finanzkrise, der berühmteste Aktienindex Amerikas in den letzten 33 Jahren um durchschnittlich 9 % pro Jahr gestiegen ist. Kein Wunder, denn hochwertige Unternehmen gewinnen im Laufe der Zeit tendenziell an Wert.

Außerdem ist alles relativ, wenn wir beim Dow von Punkten sprechen. 1987 fiel der Index am schwarzen Montag um 508 Punkte. Etwas derartiges hatte man zum damaligen Zeitpunkt noch nicht gesehen. Heute würde ein Einbruch um 508 Punkte einen Rückgang von 2,2 % bedeuten. Folglich konnte eine Kursbewegung von 1.000 Punkten im Dow in den neunziger Jahren mit 20 % gleichgesetzt werden. Heute ist eine Bewegung von 1.000 Punkten nichts weiter als eine Kursbewegung um etwa 4 %. Das ist nichts Besonderes oder gar überraschend – es ist das Gleiche, was der Dow in den letzten 121 Jahren auch getan hat. Tatsächlich ist es möglich, dass wir bei diesem Tempo im Jahr 2040 oder früher 100.000 Punkte sehen können.

Kurs halten

Ich möchte damit klar machen, dass Rekordhochs im Laufe der Zeit vorhersehbar sind, und dass die Investoren ihre Investitionsgewohnheiten nicht ändern sollten, nur weil der Dow ein weiteres neues Allzeithoch verzeichnete. Die Geschichte zeigt, dass, wenn wir versuchen, den Markt zu timen, wir wahrscheinlich eine sehr lange Rallye verpassen würden.

Stattdessen würde ich vorschlagen, dass die Investoren diese Zeit nutzen, um zwei Dinge zu tun: Überprüfe jede einzelne deiner Investitionen, und kaufe weiter Unternehmen, an die du langfristig glaubst.

Du solltest deine Investmentthese bei den Aktien, die du besitzt, von Zeit zu Zeit überprüfen. Ein Allzeithoch oder eine andere psychologische Barriere ist ein guter Anlass, um deine Nerven zu beruhigen und dich davon abzuhalten, etwas Unüberlegtes zu tun, wie etwa eine hochwertige Aktie aus einem schlechten Grund zu verkaufen. Wenn du diese Investmentthese noch einmal ansiehst, dann frag dich einfach, warum du in das Unternehmen investiert hast und ob diese Gründe immer noch gegeben sind. Falls ja, dann hast du keinen Grund zu verkaufen. Falls nicht, dann solltest du dir überlegen, ob du das Investment nicht doch verkaufen möchtest.

Zweitens solltest du regelmäßig erwägen, dein Portfolio durch weitere Käufe zu erweitern. Wie bereits erwähnt, tendieren Aktien dazu, langfristig an Wert zu gewinnen. Die Daten zeigen aber auch, dass Korrekturen an den Aktienmärkten und Bärenmärkte ebenfalls ein ganz normaler Teil des Zyklus sind. Obwohl wir nicht mit Sicherheit wissen können, wann diese Einbrüche stattfinden werden, können wir unsere Kosten senken, indem wir Aktien regelmäßig kaufen – egal wie sie gerade bewertet sind.

Wenn du regelmäßig Aktien kaufst und deine Investmentthese überprüfst, dann wirst du wahrscheinlich einen glücklichen Ruhestand vor dir haben.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Johnson & Johnson.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 18.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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