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Johnson & Johnson steigt aufgrund des starken Pharmageschäftes

Foto: The Motley Fool.

Johnson & Johnson (WKN:853260) ist seit Jahrzehnten ein Ungetüm im US-Healthcare-Bereich. Doch als reifes Unternehmen steht J&J vor der unvermeidlichen Herausforderung, seine Wachstumsraten trotz seiner Größe aufrechtzuerhalten. Die Ergebnisse der letzten Quartale gaben Anzeichen für eine mögliche Verlangsamung der Umsatz- und Gewinnsteigerungen, was den langjährigen Investoren Anlass zur Sorge gab, dass Johnson & Johnson im Kerngeschäft möglicherweise die Spitzenwerte bereits erreicht haben könnte.

Die Aktionäre von Johnson & Johnson wollten am Dienstag, bei der Verkündung der Zahlen zum dritten Quartal, die Zusicherung erhalten, dass sich aggressive Schritte wie die Übernahme von Actelion sowie eine bessere fundamentale Performance auszahlen würden. Der Bericht von J&J legte nahe, dass die langfristige Strategie gut funktioniere. Zudem scheint das Unternehmen optimistischer denn je, dass die Kombination aus organischen Wachstumschancen und intelligenten Übernahmen dazu beitragen könnte, das Unternehmen in den kommenden Jahren voranzubringen.

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J&J steigert Umsatz und Ergebnis

Johnson & Johnsons Finanzergebnisse für das dritte Quartal waren eine schöne Abwechslung zu den eher schleppenden Trends der vergangenen Quartale. Der Umsatz sprang um mehr als 10 % auf 19,65 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Prognose der Anleger um fast 400 Millionen US-Dollar. Der Reingewinn nach GAAP (allgemein anerkannte Rechnungslegungsgrundsätze) lag unter dem des Vorjahreszeitraums, was hauptsächlich auf Sonderposten zurückzuführen war. Der bereinigte Reingewinn stieg um 11 % auf 5,2 Milliarden US-Dollar, was 1,90 US-Dollar pro Aktie entsprach. Das Endergebnis war besser als die von den meisten Investoren erwarteten 1,80 US-Dollar pro Aktie.

Bei genauerer Betrachtung des Berichts hatte die Übernahme von Actelion einen deutlichen Einfluss auf das Gesamtergebnis. Innerhalb des Pharmasegments stieg der Umsatz um 15,4 % auf 9,7 Milliarden US-Dollar, wobei die Akquisition fast 8 Prozentpunkte zu diesem Wachstum beitrug. Dennoch lag die organische Wachstumsrate bei 6,7 %, was nach einem schwachen zweiten Quartal, in dem die Inlandsumsätze im Pharmabereich sogar rückläufig waren, eine erfreuliche Erholung darstellte. Die Krebsmedikamente Darzalex und Imbruvica wie auch andere Behandlungen wie z. B. die Immuntherapie Stelara und der Blutverdünner Xarelto verkauften sich weiterhin sehr gut.

Auch bei den Medizinprodukten erholten sich die Umsätze mit einem Plus von mehr als 7 %, wobei insbesondere die internationalen Märkte stark zulegten. Das Wachstum resultierte vor allem aus der Übernahme von Abbott Medical Optics. Der organische Umsatz stieg nach einem Rückgang von fast 1 % im letzten Quartal weltweit um 1,2 %.

Johnson & Johnson bildete mit dem Consumer-Segment, das einen Umsatzanstieg von nur 2,9 % verzeichnete, das Schlusslicht. Positive Wechselkursschwankungen trugen dazu bei, die schwächeren Inlandsumsätze auszugleichen. Die Übernahmen trugen rund einen halben Prozentpunkt zum weltweiten Umsatzwachstum bei. Die besten Ergebnisse lieferten Tylenol, die Sparte Kosmetikprodukte mit den Marken Neutrogena und OGX sowie Raucherentwöhnungsprodukte.

Kann Johnson & Johnson auf dieser Dynamik aufbauen?

J&J war mit dem Bericht zufrieden. CEO Alex Gorsky sagte: “Johnson & Johnson beschleunigte das Wachstum im dritten Quartal, getrieben durch die starke Leistung unseres Pharmageschäftes und besonders durch Actelion sowie durch weitere Übernahmen, die das Wachstum weiter vorantreiben werden.”

Wie wir in den letzten Quartalen gesehen haben, hat Johnson & Johnson seine Umsatz- und Ergebnisprognose angehoben. J&J geht nun davon aus, dass es zwischen 76,1 und 76,5 Milliarden US-Dollar verdienen wird, was das obere Ende der Prognose um 400 Millionen US-Dollar erhöhen wird. Das Unternehmen gab auch seine angepassten Gewinnprognosen bekannt. Diese sollen um etwa 1-2 % anstiegen und zu einem Gewinn pro Aktie von 7,25-7,30 US-Dollar führen.

Johnson & Johnson erlebte auch einige Enttäuschungen. Das Unternehmen sagte, dass es nicht versuchen werde, globale Zulassungen für Sirukumab, ein Medikament gegen rheumatoide Arthritis, zu bekommen. Ebenso beschloss man, klinische Versuche für die Leukämiebehandlung Talacotuzumab zu beenden. Dennoch ist J&J mit der Medikamentenpipeline insgesamt zufrieden und geht weiterhin davon aus, dass das Pharmasegment der Schlüssel für weitere lukrative Wachstumschancen sein wird.

Die Investoren waren von diesen Nachrichten begeistert, woraufhin die Aktie zu Mittag nach der Ankündigung um fast 3 % stieg. Wenn es dem Unternehmen gelingen sollte, Umsatz und Gewinn im dritten Quartal derart schnell zu steigern wie die Zahlen im dritten Quartal, dann hätte J&J endlich eine Möglichkeit gefunden, für weiteres langfristiges Wachstum zu sorgen.

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Dieser Artikel wurde Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 17.10.17 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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