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Ist Bitcoin eine Investition?

Foto: Getty Images

Die Sache ist die: Bitcoin ist da draußen. Und zwar schon seit einiger Zeit und Bitcoins scheinen auch nicht wieder wegzugehen.

Das bedeutet aber nicht, dass du jetzt in Bitcoins investieren musst. Es bedeutet auch nicht, dass du Bitcoins mögen musst. Aber es bedeutet, dass du vielleicht ein grundsätzliches Verständnis davon haben solltest, was Bitcoins sind und warum so viele Leute davon fasziniert sind.

Selbst wenn Bitcoins nicht von Dauer sein sollten, ihre Funktionsweise könnte den Weg für andere Innovationen bereiten, die dauerhafter sein werden und die die Art und Weise ändern könnten, wie wir leben.

Heute möchte ich einen Schritt zurück machen und mich mit einer Frage beschäftigen, die besonders wichtig für uns Investoren ist …

Ist Bitcoin eine Investition?

Hier ist die einfache Antwort auf die Frage: Man könnte es als ein Investment sehen.

Bitcoin wurde geschaffen, um wie eine Währung zu funktionieren. Der Zweck besteht darin, Transaktionen zwischen zwei Parteien zu ermöglichen, wie es zum Beispiel in Euro oder Dollar passiert. Aber genau wie Euro oder Dollar ist es auch hier möglich, auf den Wert der Währung selbst zu spekulieren und sie als eine Investition zu sehen.

Du siehst schon, dass mir bei der ganzen Sache nicht ganz wohl ist. Das liegt daran, weil wir Fools gerne zwischen dem differenzieren, was wir als Investition und Spekulation bezeichnen. Im Fall von Bitcoin sprechen wir von etwas, das eher wie Gold ist. Das bedeutet, der Kurs kann nicht als das Ergebnis einer Bewertung gesehen werden, die auf den Gewinnen und den erwarteten zukünftigen Gewinnen eines laufenden Geschäftes basieren. Stattdessen ist es eine Funktion der Anzahl der Leute, die Bitcoins kaufen möchten und der Zahl der Bitcoins, die verfügbar sind.

Bitcoin selbst stellt kein laufendes Geschäft dar, das Gewinne für die Bitcoin-Besitzer generiert.

Wenn du eine relativ einfache Möglichkeit haben möchtest, um zu entscheiden, ob Bitcoin in dein Portfolio passt, dann könntest du dir die folgende Frage stellen: Würde ich andere Währungen wie den chinesischen Yuan oder die Schwedische Krone dafür kaufen? Wenn die Antwort „nein“ ist, dann wirst du vielleicht nicht in Bitcoins „investieren“ wollen.

Für die Investoren wird die Sache vielleicht etwas interessanter, wenn Unternehmen mit der Bitcoin-Technologie und den damit verbundenen Dienstleistungen arbeiten. Wenn Bitcoin erfolgreich sein sollte, dann könnte es viele Unternehmen geben, die eine Börse anbieten, Bitcoin-Geschäfte eröffnen und so weiter. Das wären dann laufende Geschäfte, die Gewinne für die Investoren generieren würden. Daher wäre es eher etwas, das wir als eine richtige Investition bezeichnen können.

Genau wie während der Dotcom-Blase ist das ein Bereich, wo die Investoren vorsichtig sein sollten. Wenn der Goldrausch bei einer neuen Technologie Fuß fasst, dann sieht man schlechte Unternehmen komplett ohne Plan auf der Bildfläche erscheinen, die einfach nur ein Wort oder eine Phrase wie „Bitcoin“ in ihrem Namen haben. Diese Unternehmen haben aber kein wirkliches Geschäft.

Muss ich jetzt kaufen?

Die Frage bleibt: Gibt es wertvolle Unternehmen, in die die Investoren investieren können? Bisher habe ich noch keine verfügbaren Unternehmen an der öffentlich zugänglichen Börse gesehen. Die meisten Bitcoin-Operationen befinden sich immer noch in der Hand der Risikokapitalgeber.

Die Versuchung ist natürlich groß, irgendetwas zu kaufen, auf dem Bitcoin steht und zu hoffen, dass es einen reich macht. Das Problem ist aber, dass selbst ein Unternehmen, das früh in diesem Bereich tätig wird, nicht immer das Beste oder ein gutes Unternehmen ist.

Sieh dir nur einmal die Suchmaschinen an, die vor Google (WKN:A14Y6F) kamen oder die vielen Unternehmen, die sich selbst einen Namen im Bereich Internet-Browser gemacht hatten. Apple (WKN:865985) war auch nicht das erste Unternehmen, das einen digitalen Musikplayer verkauft hat. Fallen dir überhaupt die Namen der Unternehmen ein, die davor kamen?

Der Punkt ist folgender: Selbst wenn Bitcoin funktionieren sollte und selbst wenn es zu einer Plattform für Unternehmen werden würde, um erfolgreiche, hochprofitable Geschäfte zu machen, müssen wir als Investoren immer noch unsere Hausaufgaben machen und herausfinden, welche die wirklich guten Unternehmen sind und an welche sich in der Zukunft niemand mehr erinnern wird.

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Matt besitzt Aktien von Apple. Suzanne Frey, ein Exekutiv bei Alphabet, ist ein Teil des Vorstands des Motley Fool. The Motley Fool besitzt Aktien von und empfiehlt Alphabet und Apple. The Motley Fool hat die folgenden Options: long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

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