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Die erste Dividende einer Kryptowährung war ein totaler Flop

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Historisch gesehen war die Börse die beste Anlageform. Einschließlich der wieder investierten Dividende brachten Aktien jährlich im Durchschnitt 7 % Rendite, wodurch sich das investierte Vermögen alle zehn Jahre verdoppelt. Dann kamen Bitcoin und andere digitale Währungen dazu und übertrafen diese Ergebnisse bei weitem.

Bitcoin lässt die Börse Staub schlucken

Innerhalb der letzten 12 Monate konnte Bitcoin bis zum 11. Oktober um 400 % steigen. Seit dem Tief im Jahr 2015 konnte die beliebteste Kryptowährung sogar um 1800 % steigen. Im Vergleich dazu brauchte der S&P 500 ganze 25 Jahre dazu. Da ist es kein Wunder, dass immer mehr in digitale Währungen investiert wird.

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Die Marktkapitalisierung von Bitcoin von über 80 Milliarden US-Dollar basiert auch nicht ganz auf der Eigendynamik. Es gibt konkrete Wachstumstreiber wie einen schwachen amerikanischen Dollar und die Blockchain-Technologie.

Wenn der Dollar fällt, investieren die Anleger normalerweise in sichere Vermögenswerte wie Gold, da es ein begrenzter Vermögenswert ist. Bitcoin verfügt über Protokolle, die die Zahl der Münzen begrenzen. Damit können nur 21 Millionen Bitcoins abgebaut werden und sind damit ebenso als begrenzter Rohstoff anzusehen. Infolgedessen war Bitcoin in letzter Zeit eine sichere Investition.

Auch die Blockchain, der dezentrale und digitale Speicher, bei dem Transaktionen ohne Zwischenhändler erfasst werden können, stößt auf großes Interesse. Diese offenen Netzwerke sind auf Sicherheit ausgelegt und stellen möglicherweise die Zukunft bei Peer-to-Peer- und Business-to-Business-Transaktionen dar. Das steigert die Kapazität und Geschwindigkeit des Blockchain-Netzwerkes und senkt gleichzeitig die Transaktionskosten. Damit könnte Bitcoin zu einer Möglichkeit für die Unternehmenskunden werden, die die Blockchain für sich nutzen möchten.

Bitcoin-Aktien laufen gerade gut

Die digitalen Investoren sind nicht diejenigen, die mit dem Bitcoin-Goldrausch Geld verdienen. Aktienbasierte Vermögenswerte, die mit Bitcoin zu tun haben, steigen 2017 auch mit hoher Geschwindigkeit.

Der Bitcoin Investment Trust ist ein ETF von Grayscale mit einer relativ festen Anzahl von Bitcoins, der seit Mai 2015 um über 1500 % steigen konnte. In den letzten zwölf Monaten waren es über 470 % Wachstum. Das Unternehmen besitzt aktuell 172.436 Bitcoins und könnte bei einem Preis von 4850 US-Dollar pro Bitcoin 836,3 Millionen US-Dollar damit verdienen. Der ETF beendete den 11. Oktober mit einer Marktkapitalisierung von 1,07 Milliarden US-Dollar. Das ist fast um 28 % mehr als die Vermögenswerte eigentlich wert sind. Diese Prämie bezahlen die Investoren, nur um eine etwas liquidere Form eines Bitcoins zu besitzen. Die meisten Bitcoins werden an dezentralisierten Börsen gehandelt, an denen es große Geld-Brief-Spannen gibt.

Ein weiterer Profiteur war die Frist Bitcoin Capital Group (WKN:A113RN), ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung digitaler Währungen konzentriert. Dazu gehören auch digitale Währungen, Blockchain und digitale Börsen. Die Aktien des Unternehmens konnten in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 8000 % steigen. Zwischendurch waren sie einmal in mehr als 55.000 % gestiegen.

Tatsächlich konnte First Bitcoin Capital bereits im August für Schlagzeilen sorgen, als das Unternehmen eine Dividende in Form einer Kryptowährung für seine Aktionäre einführte. Anfang August stellte das Unternehmen fest, dass es 20 Millionen TeslaCoilCoins verdient habe und dass es beabsichtige, regelmäßig vierteljährlich 10 % digitale Barausschüttungen an seine Aktionäre zu zahlen, solange es einen Überschuss habe.

Diese Dividende, die vor zwei Wochen an die Aktionäre ausgeschüttet werden sollte, scheint jedoch ein Flop gewesen zu sein.

Hier ist Vorsicht angebracht

In einer Pressemitteilung vom 4. Oktober stellte First Bitcoin Capital fest, dass die Ausschüttung der Dividende „bis zum Abschluss eines praktikablen Ausschüttungsplans und vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Genehmigungen“ aufgeschoben worden sei. In der Pressemitteilung wird weiter ausgeführt, dass das Unternehmen „nicht mit der Komplexität des Plans gerechnet habe, der sicherstellen solle, dass die Ausschüttung der Dividende in Kryptowährung allen wirtschaftlichen Eigentümern der Stammaktien des Unternehmens zum Stichtag zur Verfügung gestellt werde, und dass es an verschiedenen verfahrenstechnischen und logistischen Verteilungsfragen arbeite“.

Mit anderen Worten, noch keine digitale Dividende für die Aktionäre. Doch abgesehen von der geplatzten Dividende gibt es noch mehr beunruhigende Neuigkeiten.

Für diejenigen, die sich vielleicht nicht mehr daran erinnern: Die amerikanische Börsenaufsicht SEC setzte die Aktie des Unternehmens Ende August und Anfang September für zwei Wochen vom Handel aus.  In der SEC-Pressemitteilung heißt es: „Die Kommission hat den Handel mit Wertpapieren der BITCF vorübergehend ausgesetzt, weil sie Bedenken hinsichtlich der Richtigkeit und Angemessenheit öffentlich zugänglicher Informationen über das Unternehmen hatte, unter anderem wegen des Wertes der Vermögenswerte und der Kapitalstruktur der BITCF“. Es ist ein wenig merkwürdig, dass das Unternehmen nach diesem Stopp keine Ahnung hatte, wie “komplex“ die Zahlung einer digitalen Dividende sein würde.

Außerdem war First Bitcoin nicht immer an digitalen Währungen beteiligt. Noch im Jahr 2013 war das Unternehmen vor allem mit dem Ankauf von Goldvermögenswerten befasst. Zum 31. März 2017 verfügte das Unternehmen nur über 5887 US-Dollar in bar und die einzigen anderen Vermögenswerte, die es in seinen Büchern zu Mineralgrundstücken in Venezuela hatte, wurden mit 360.000 US-Dollar bewertet.

Sonst hat sich in der Zwischenzeit nicht viel getan. Das Unternehmen hat einige neue digitale Währungen auf den Markt gebracht, die ohne Zweifel coole Spielzeuge sind (es gibt sogar Präsident-Trump-Coins, im ernst!). Das Handelsvolumen der fünf wichtigsten Coins zusammen machte in den letzten 24 Stunden aber nur 3600 US-Dollar aus (Stand 11. Oktober 2017). Damit hat der TeslaCoilCoin praktisch kein Handelsvolumen und das bedeutet, dass es nur eine Farce darstellt, um das Interesse an diesen Coins zu erhöhen.

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The Motley Fool hält keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Sean Williams auf Englisch verfasst und am 16.10.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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