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Russlands neue Vorliebe für Kryptowährungen ist eine schlechte Nachricht für Bitcoin!

Foto: Getty Images.

Nur kurz konnte sich ein wenig Skepsis unter die Bitcoin-Euphorie mischen. Nachdem einige prominente Führungskräfte aus der Finanzbranche den Wert der Kryptowährung in Frage gestellt haben und China den Handel gleich ganz verbot, gab der Bitcoin-Kurs im Laufe des Spätsommers über ein paar Wochen kräftig nach.

Das ist aber schon längst wieder Geschichte und aktuell jagt ein Rekord den nächsten. Nachdem mühelos die 5.000 US-Dollar-Marke geknackt wurde sind jetzt schon die 6.000 in Sichtweite. Da würde man meinen, die Nachricht, dass die lange Zeit skeptische russische Regierung nun voll auf Krypotwährungen setzen will, sollte als gutes Zeichen gewertet werden. In Wirklichkeit dürfte aber das Gegenteil der Fall sein.

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Russlands Krypto-Kehrtwende

Es ist einleuchtend, dass die russische Regierung erst einmal wenig von einer Kryptowährung hält. Das Land hat sowieso schon Probleme, seine Währung zu kontrollieren und auch ohne die weite Verbreitung der anonym handelbaren Bitcoin sind Cyberkriminalität und andere illegale Aktivitäten bereits ein großes Problem. Genau diese Gedanken hat auch schon Präsident Putin formuliert und sprach dabei von den großen Risiken, die Kryptowährungen wie Bitcoin mit sich bringen.

Jetzt hört man aber plötzlich ganz andere Stimmen aus dem Kreml. Letzte Woche hat der russische Finanzminister Anton Siluanov in einem Interview mit CNBC pragmatische Töne angestimmt. Seiner Ansicht nach kann man die Verbreitung von Kryptowährungen sowieso nicht mehr aufhalten, und deswegen kann sich der Staat auch damit befassen, die richtigen Rahmenbedingungen für den Handel mit Kryptowährungen aufzubauen.

Russlands Kommunikationsminister wurde jetzt einen Schritt konkreter und ließ verlauten, dass die Regierung tatsächlich einen Kryptorubel auflegen will, der ein voller virtueller Ersatz zu der russischen Landeswährung sein wird. Man will die Kryptowährung weder unregulierten Akteuren überlassen, noch Europa den Vortritt lassen. Das heißt Einzelpersonen werden, anders als bei Bitcoin, keine Möglichkeit haben, eigene Einheiten virtuell zu erstellen, und wer die Herkunft seiner Kryptorubel nicht nachweisen kann, soll eine Strafsteuer zahlen. Die technologische Grundlage soll, genauso wie bei Bitcoin, Blockchain sein.

Vielleicht sehen so die Albträume von Bitcoin-Investoren aus

Wenn man nur unreflektiert die Neuigkeit liest, dass Russland bald als erstes Land der Welt offiziell auf Blockchain und Kryptowährungen setzen will, könnte man als Bitcoin-Investor durchaus erfreut sein. Tatsächlich könnte diese Entwicklung aber den Anfang vom Ende für Bitcoin bedeuten.

Russland stört sich an fast allem, was Bitcoin so mächtig macht – daran, dass es für jeden zugänglich ist, nicht reguliert wird und anonym gehandelt werden kann. Deshalb macht der Kreml jetzt den ersten Schritt, um eine Alternative zu Bitcoin zu schmieden und erinnert dabei daran, wieso viele Staaten kein Interesse an einem Weiterleben der prominenten Kryptowährung haben dürften.

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